1. Süßwasser
Die NASA hat einen Satelliten ins All geschickt, dessen einzige Aufgabe es war, die Oberflächengewässer der Erde zu kartieren. Die Daten zeigen, dass bis 2100 das Salzwasser 77 Prozent der Küstensüßwasservorräte bedrohen wird.
2. Biodiversität
Von Biodiversitätsverlust sprechen wir, wenn eine Pflanzen- oder Tierart ausstirbt. Seit den 1500er Jahren – also seit der Schlacht von Mohács – haben wir 30 Prozent der Tierwelt ausgelöscht, und dieser schlimme Trend beschleunigt sich. Die fünf Hauptgründe sind Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Überfischung und invasive Arten – allesamt vom Menschen verursacht. Laut WWF hat die Pflanzen- und Tierwelt in den letzten fünfzig Jahren einen katastrophalen Rückgang von 73 Prozent erlebt.
3. Plastik
Mikroplastik sind winzige Plastikteilchen unter 5 Millimetern, die uns heute überall umgeben: in der Luft, im Boden, im Wasser und in unserer Nahrung. 2019 schätzten Wissenschaftler, dass ein Durchschnittsmensch jährlich 39.000 bis 52.000 Mikroplastikpartikel aufnimmt. Die Auswirkungen auf unsere Gesundheit sind noch nicht vollständig erforscht – der Begriff Mikroplastik wurde erst 2004 geprägt – aber eins ist sicher: Es ist nicht gut.

4. Der Supervulkan
Unter dem Yellowstone-Nationalpark liegt ein Supervulkan, der jederzeit ausbrechen und eine globale Katastrophe auslösen könnte.
5. AMR
AMR steht für antimikrobielle Resistenz, die von der WHO im Jahr 2019 als eine der zehn größten globalen Gesundheitsbedrohungen eingestuft wurde und 2022 bereits zu den Top drei zählt.
Antimikrobielle Resistenz bedeutet, dass Mikroorganismen trotz vorhandener Wirkstoffe überleben und sich sogar vermehren können, die sie normalerweise hemmen oder abtöten würden. Etwa 70 Prozent der durch resistente Bakterien verursachten Infektionen treten im Gesundheitswesen auf und führen jährlich zu fast 10 Millionen Todesfällen.
6. Bevölkerungsboom
Wir können sagen: Wir sind zu viele. Am 15. November 2022 erreichte die Weltbevölkerung 8 Milliarden. Bis 2037 – also in nur 12 Jahren – werden wir 9 Milliarden sein.
7. Das Klima
So viele Klimaleugner es auch gibt, das lässt sich nicht ignorieren. Jeder ungefähr 40-jährige Deutsche spürt, dass die Sommer viel heißer sind als in der Jugend, und die Winter milder.
Früher galt es als Hitzewelle, wenn die Temperatur über 30 Grad stieg. Heute gibt es kaum einen Sommer, in dem die 40 Grad nicht überschritten werden. Auf unseren Kindheitsfotos stapfen wir durch kniehohen Schnee, bauen Schneeballschlachten und Schneemänner – heute ist es schon viel, wenn 5 cm Schnee fallen, der nach einem halben Tag wieder weg ist.

8. Alterung
Während die Bevölkerung in Asien (vor allem China und Indien) und Afrika (vor allem Nigeria) stark wächst, werden in Europa immer weniger Kinder geboren und der Kontinent altert rapide. Wenn das so weitergeht, wird 2100 – also in nur 75 Jahren – fast ein Drittel der europäischen Bevölkerung älter als 65 Jahre sein.
9. Armut
Weltweit leben 8 Prozent der Menschen in extremer Armut, das sind 700 Millionen Menschen. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung, nämlich 44 Prozent, lebt in Armut.
10. Reichtum
Das reichste 1 Prozent der Welt besitzt mehr als 95 Prozent des Gesamtvermögens der Bevölkerung. Voraussichtlich wird 2027 Elon Musk der erste Billionär der Welt sein.











