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Wie reinigt man eine Waschmaschine? Die Fünf-Minuten-Routine und der große Monatsdurchgang

Borka Schuster4 Min. Lesezeit
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Wie reinigt man eine Waschmaschine? Die Fünf-Minuten-Routine und der große Monatsdurchgang — Haushalt
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Die Wäsche kommt aus der Maschine und riecht nach nichts Gutem. Nicht nach schmutzig, sondern nach Keller, nach altem Schwamm, nach Feuchtigkeit. Man wäscht sie noch einmal, mit mehr Waschmittel, und es wird nicht besser. Der Grund liegt fast nie im Waschmittel, sondern in dem Gerät selbst: In einer Waschmaschine ist es warm, dunkel und feucht – ideale Bedingungen für Biofilm, Rückstände und Kalk. Die gute Nachricht: Man braucht dafür kein Spezialprodukt und keinen ganzen Vormittag.

Warum die Maschine überhaupt anfängt zu riechen

Wir waschen heute überwiegend kalt oder bei 30 Grad, oft mit Flüssigwaschmittel und Weichspüler. Das ist gut für Textilien und Strom, aber schlecht für die Maschine: Flüssigwaschmittel enthält keine bleichenden Bestandteile, niedrige Temperaturen töten wenig ab, und Weichspülerreste setzen sich als schmieriger Film in Schlauch, Schublade und Dichtung ab. Dazu kommt die Gewohnheit, die Tür nach dem Waschen sofort zu schließen. Dann bleibt die Restfeuchte drin – und der Geruch entsteht in Ruhe.

Die Fünf-Minuten-Routine nach jeder Wäsche

Nasse Wäsche kommt sofort raus, nicht nach dem Mittagessen. Danach mit einem Handtuch die Gummidichtung ausstreichen, besonders die untere Falte, in der immer ein Löffel Wasser steht. Waschmittelschublade herausziehen und offen liegen lassen, Tür angelehnt lassen, bis die Trommel trocken ist. Das ist unspektakulär, ersetzt aber die Hälfte aller späteren Putzaktionen. Wenn du sehr wenig Platz hast: Tür wenigstens eine Stunde offen, dann kannst du sie beruhigt zumachen.

Der Monatsdurchgang: vier Stellen, die zählen

Erstens die Waschmittelschublade. Sie lässt sich bei den meisten Geräten ganz herausnehmen. In warmem Wasser einweichen, mit einer alten Zahnbürste oder Flaschenbürste die Ecken und die Ansaugkappen für den Weichspüler schrubben – dort sitzt der graue Schlamm. Auch den leeren Schacht in der Maschine auswischen.

Zweitens die Türdichtung. Falte vorsichtig umklappen und alles, was sich dort gesammelt hat, herausholen: Haare, Flusen, kleine Steine, Papierschnipsel. Dann mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen, gründlich nachwischen, anschließend trocken reiben. Schwarze Punkte, die auch nach dem Schrubben bleiben, sind meist Schimmel, der ins Material gezogen ist – hier hilft geduldiges Wiederholen mehr als aggressives Reiben, das die Dichtung beschädigt.

Drittens das Flusensieb, meist unten hinter einer kleinen Klappe. Flachen Behälter oder ein Handtuch bereitlegen, denn es kommt Wasser. Sieb herausdrehen, ausspülen, Öffnung mit dem Finger abtasten. Wer das zweimal im Jahr macht, verhindert einen großen Teil der klassischen „Maschine pumpt nicht ab“-Momente.

Viertens ein leerer Durchgang bei hoher Temperatur. Trommel leer lassen, Kochwäscheprogramm wählen, eine kleine Portion Waschpulver in die Trommel geben. Pulver enthält Bestandteile, die Ablagerungen und Gerüche besser angehen als Flüssigwaschmittel, und die Hitze erledigt den Rest. Wichtig: nicht überdosieren, sonst schäumt es.

Hausmittel: Was sinnvoll ist und was du sparsam einsetzen solltest

Essig wirkt gegen Kalk, greift aber auf Dauer Gummi und Metallteile an – wenn überhaupt, dann selten und verdünnt, und nicht als Dauerlösung im Weichspülerfach. Zitronensäure ist für einzelne Teile im Waschbecken praktisch, für den heißen Leerlauf aber nicht die beste Wahl. Soda oder Waschsoda ist gut fürs Einweichen der herausnehmbaren Teile. Und Weichspüler zu reduzieren ist die vielleicht wirkungsvollste Maßnahme überhaupt: weniger Film, weniger Nährboden, weniger Geruch. Was Reiniger nicht ersetzt: Wenn du bisher nur kalt gewaschen hast, brauchst du gelegentlich ein heißes Programm, zum Beispiel für Handtücher oder Bettwäsche.

Wie oft sollte man die Waschmaschine reinigen?

Die kleine Routine gehört nach jeder Wäsche dazu, der Monatsdurchgang mit Schublade, Dichtung und heißem Leerlauf einmal im Monat, das Flusensieb etwa zwei- bis viermal im Jahr. In einem Haushalt mit Kindern, Sportsachen und vielen kurzen Waschgängen darf es öfter sein. Der beste Rhythmusgeber ist die Nase: Wenn dir beim Öffnen der Tür etwas entgegenkommt, ist es Zeit.

Was hilft gegen den muffigen Geruch in der Waschmaschine?

Meist die Kombination aus drei Dingen: einmal ein heißes Programm ohne Wäsche mit Waschpulver, gründliches Reinigen von Dichtung und Waschmittelschublade und deutlich weniger Weichspüler. Bleibt der Geruch trotzdem, sitzt er häufig im Ablauf oder im Siphon des Abwasseranschlusses – dann lohnt es sich, den Anschluss zu prüfen oder jemanden vom Fach draufschauen zu lassen, bevor du weiter Reiniger kaufst.

Über die Autorin

Borka Schuster

Borka Schuster schreibt über den Alltag zwischen Job, Familie und einem ADHS-Kopf, der sich nicht an Linien hält. Sie tauscht ehrliche Geschichten gegen ehrliche Tipps — mit gelegentlichen Abstechern zum Balkongarten und der Frage, wie ein Werktagabend weniger nach Triage klingt.

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