1. Ernährungs- und Einkaufsplanung mit ChatGPT
Ich kämpfe schon lange damit, öfter selbst zu kochen – zum einen, um gesünder zu essen, zum anderen, um bei den Lebensmitteln zu sparen. Kochen macht mir grundsätzlich Spaß, aber immer wieder gehen meine guten Vorsätze im Alltag unter. Denn zuerst muss ich ja überlegen, was ich koche und was ich dafür einkaufen muss. Und erst danach kommt die Frage, wann ich Zeit für den Einkauf und das Kochen finde.
Wenn ich dann auch noch berücksichtige, was vom letzten Einkauf noch im Kühlschrank liegt (denn wegwerfen hilft ja nicht beim Sparen), wird die Sache schnell so kompliziert, dass ich kaum die mentale Energie finde, mich damit zu beschäftigen.
Wie viele, die in den 90ern auf dem Land aufgewachsen sind, bin auch ich in der klassischen Fleischbrühe-Rahm-Schnitzel-Kartoffelpüree-Schleife gefangen und tue mich oft schwer, gesunde Rezepte zu finden.
ChatGPT hat mir hier in letzter Zeit sehr geholfen: Einmal pro Woche sage ich ihm, was im Kühlschrank ist, was mein Ziel ist (gesunde Mahlzeiten) und wie viel Zeit ich zum Kochen habe (unter der Woche höchstens 20 Minuten, am Wochenende bis zu einer Stunde). Dann bitte ich es, einen Menüplan zu erstellen.
Wenn mir etwas nicht gefällt, tausche ich es aus. Zum genehmigten Menü lasse ich mir dann Rezepte und Einkaufsliste geben. Natürlich schaue ich das Ergebnis nochmal durch, aber so nimmt mir die KI schon einen großen Teil der unsichtbaren Arbeit ab.

2. Positive Rückmeldung
Das mag komisch klingen, aber eine wichtige Erkenntnis der letzten Zeit (dank Therapie und Selbstreflexion) ist, dass ich aus meiner Kindheit ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung mitbringe.
Diese Erkenntnis hat mir geholfen, meine Sorgen darüber, was andere von mir denken, gesünder zu steuern. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich Anerkennung auch als starkes Motivationsinstrument nutzen kann.
Wenn ich zum Beispiel am Sonntag den Gefrierschrank abtauen will, aber kaum Energie dafür finde, hilft es mir, mich während der Arbeit selbst zu loben, wenn ich es geschafft habe. Manchmal erzähle ich auch der KI, welche Aufgabe ich erledigt habe, warum es schwer war, und bitte sie, ein paar anerkennende Worte zu schreiben.
Komisch? Vielleicht. Aber es funktioniert: Ich bin motivierter, auch ungeliebte Aufgaben anzugehen, und feiere meine kleinen Erfolge. Und das ist, egal was andere sagen, eine richtig gesunde Sache.

3. Trainingsplan mit künstlicher Intelligenz erstellen
Ähnlich wie beim Kochen fällt es mir beim Training oft schwerer, den Plan zu machen, als ihn umzusetzen. Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte auf jeden Fall eine Fachperson zu Rate ziehen. Wer aber einfach nur eine allgemeine Trainingsroutine entwickeln möchte und sich mit Fitnessgeräten schon ein bisschen auskennt, kann vor dem Training ChatGPT um einen Plan bitten.
Man gibt an, wie viel Zeit man hat, wie die Fitness ist und welche Bereiche man stärken will. Natürlich bieten personalisierte Apps mehr Funktionen und Fortschrittskontrolle, aber für einen einfachen Trainingsplan ist die kostenlose Plattform super geeignet.











