Schon an einem normalen Tag prasseln unzählige Reize auf uns ein – so viele, dass wir sie gar nicht alle verarbeiten können. Die Eindrücke, die unsere fünf Sinne wahrnehmen, erreichen meist gar nicht unser Bewusstsein, und das ist auch gut so.
Wäre das anders, wären wir mit so vielen Informationen überflutet, dass wir gar nicht wüssten, worauf wir uns konzentrieren sollen. Unser Gehirn hat deshalb eine Methode entwickelt, um die wichtigen Dinge zu speichern und uns einen Teil davon in unseren Träumen zu zeigen.
Das Problem ist nur, dass wir uns meistens nicht lange an diese Träume erinnern.
Träume, die die Welt beeinflusst haben
Viele Erfindungen und Ideen entstanden dank eines Traums. Wusstest du zum Beispiel, dass Paul McCartney die Melodie von „Yesterday" im Schlaf komponierte? Glücklicherweise konnte er sich nach dem Aufwachen an die Melodie erinnern und eroberte kurze Zeit später mit diesem Hit die Charts.
Auch Mary Shelleys Roman „Frankenstein" verdanken wir einem Traum – die Idee kam ihr während einer Nacht voller Ruhe.
Deshalb lohnt es sich, mit einem Traumtagebuch zu starten – denn die meisten Menschen erinnern sich nur wenige Stunden oder Tage an ihre Träume. Wer weiß? Vielleicht bringt dich genau das auf eine besondere Idee!
Der beste Zeitpunkt: direkt nach dem Aufwachen
Träume sind nicht nur unterhaltsam, sondern steigern auch deine Kreativität deutlich. Wenn du deine Traumerinnerungen in ein Tagebuch schreibst und später noch einmal liest, aktivierst du verschiedene Bereiche deines Gehirns.
Was bedeutet das? Du kannst anders denken als sonst und deine Ideen und Gefühle aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachten.
Der beste Zeitpunkt für dein Traumtagebuch ist morgens direkt nach dem Aufwachen; denn eine durchschnittliche Person träumt etwa 100 Minuten pro Nacht (während der REM-Phase), die in den Morgenstunden am längsten ist.
So legst du los!
Ein Traumtagebuch bringt dich auch der besonderen Erfahrung des luziden Träumens näher. Achte beim Schreiben darauf, alle Details festzuhalten und formulier alles im Präsens – das erleichtert das Erinnern.
Überlege genau, welche Orte, Personen, Gefühle und Geräusche dir im Schlaf begegnet sind, und markiere die Motive, die dir wichtig erscheinen.
Schreibe zum Schluss auch auf, in welcher Lebenssituation du dich gerade befindest. Vielleicht hast du gerade Liebeskummer oder kämpfst mit Herausforderungen im Job – diese Infos helfen dir später, deine Träume besser zu verstehen und daraus zu lernen, denn oft begreifen wir ihre Botschaften erst mit der Zeit.











