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Das unglücklichste Jahr der Menschheitsgeschichte – sagen die Wissenschaftler

Zabolai Margit3 Min. Lesezeit
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Das unglücklichste Jahr der Menschheitsgeschichte – sagen die Wissenschaftler — Freizeit

Wenn wir von Kriegen und Hungersnöten lesen, fällt es schwer zu glauben – doch insgesamt betrachtet leben wir heute in einer glücklicheren Zeit. Das schmälert natürlich nicht das Leid der Betroffenen, aber ein großer Teil der Menschheit genießt heute mehr Wohlstand als je zuvor. Doch welches Jahr war das schlimmste, um auf dieser Erde zu leben? Auch darauf haben Wissenschaftler eine Antwort!

Die Pest war nicht mal annähernd das Schlimmste

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt heute weltweit bei etwa 72 Jahren, wobei das natürlich stark vom Wohnort abhängt. Krankheiten wie Pocken oder Diphtherie sind heute meist vermeidbar oder heilbar, manche sind sogar ganz verschwunden. 7,7 Milliarden Menschen zeigen, wie gut wir uns an das Leben auf der Erde angepasst haben. Doch es gab Zeiten in der Geschichte, in denen eine globale Katastrophe die Weltbevölkerung zu dezimieren drohte – laut Wissenschaftlern war das eine so schlimme Phase, dass wir sie als das unglücklichste Jahr der Menschheitsgeschichte bezeichnen können.

Wenn du jetzt denkst, es geht um das Jahr 1349, als die Schwarze Pest halb Europa dahinraffte, liegst du falsch. Auch die Grippepandemie von 1918, die Millionen Menschenleben forderte, ist nicht gemeint.

Das unglücklichste Jahr der Menschheit war laut Forschern viel früher – im Jahr 536 nach Christus.

Dieses Jahr des dunklen Mittelalters brachte buchstäblich Dunkelheit: Ein riesiger Vulkanausbruch in Island schleuderte eine unglaubliche Menge Asche in die Atmosphäre, die Berichten zufolge als „rätselhafter Nebel“ die Sonne über mehreren Kontinenten verdeckte – und die Dunkelheit hielt 18 Monate lang an!

Und das war erst der Anfang…

Die Dunkelheit war nur der Auftakt: Durch den fehlenden Sonnenschein sank die Temperatur drastisch, in China gab es Frost mitten im Sommer, Ernten in Europa, Asien und dem Nahen Osten wurden zerstört, Millionen Menschen starben innerhalb kurzer Zeit an Hunger. Die Überlebenden erwarteten ebenfalls keine guten Zeiten: Einige Jahre später, 541, brach erstmals die Beulenpest aus – lange vor ihrem bekannteren Ausbruch im 12. Jahrhundert. Diese Krankheit sollte später etwa 33–50 % der Bevölkerung des Oströmischen Reiches vernichten – kein schöner Nachklang für die unglückliche Zeit, die 536 begann.

Moderne Historiker kannten die Phase des „rätselhaften Nebels“ und der großen Dunkelheit schon lange, doch eine Erklärung lieferte erst eine 2018 an der Universität Cambridge veröffentlichte Studie: Sie machte den isländischen Vulkanausbruch als Ursache aus.

Da die Wissenschaftler nun die Ursache der Dunkelheit genau kennen und ihre Folgen besser verstehen, gilt das Jahr 536 klar als eines der, wenn nicht das unglücklichste Jahr der Menschheit – ein Jahr, das nicht nur schrecklich war, sondern eine furchtbare Epoche für die Menschheit einläutete.

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