Obwohl unser Herz ständig und schnell schlägt, ist das Blinzeln laut Experten die schnellste Bewegung unseres Körpers: Im Durchschnitt blinzeln wir täglich etwa 13.500 Mal. Das bedeutet, dass wir an einem Tag insgesamt rund 10 Minuten mit Blinzeln verbringen. Sicher weißt du auch, dass das Blinzeln vor allem dazu dient, deine Augen feucht zu halten. Aber tatsächlich steckt noch mehr dahinter! Denn wenn du genau hinschaust, blinzelst du viel öfter, als deine Augenfeuchtigkeit es eigentlich erfordern würde.
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass wir beim Gespräch mit jemandem nicht einfach nur wahllos blinzeln. Unterbewusst signalisierst du deinem Gegenüber nonverbal, dass du verstehst, was er sagt. Diese Botschaft nimmt dein Gesprächspartner wahr, ohne es bewusst zu merken. Und noch mehr: Wenn du einen Satz beendest und das Wort übergeben möchtest, zeigst du das ebenfalls mit einem Blinzeln. So erkennt dein Gegenüber, dass er jetzt dran ist!

Verstehen sie dich wirklich oder tun sie nur so?
Und nein, nicht jedes Blinzeln bedeutet dasselbe. Einer niederländischen Studie zufolge haben kürzere und schnellere Blinzler unterschiedliche Bedeutungen. Ein kurzes Blinzeln zeigt, dass du verstehst, was dein Gegenüber sagt, aber nicht ganz mit ihm übereinstimmst. Das sagst du vielleicht nicht mit Worten, aber nonverbal schon. Im Gegensatz dazu signalisiert ein langes Blinzeln, dass du tief fühlst, was dein Gesprächspartner meint, und ihn vollständig verstehst.
Bewusst nimmst du vielleicht nicht wahr, was dein Gegenüber gerade denkt, aber unbewusst achtest du auf seine Körpersprache.
Deshalb kannst du auch schnell am Blinzeln deines Gegenübers erkennen, ob er dir wirklich zuhört oder nur so tut.
Warum blinzeln Babys so selten?
Außerdem hängt das Blinzeln tatsächlich vom Alter ab! Du kannst beobachten, dass Babys viel weniger blinzeln als Erwachsene. Während Erwachsene etwa 15 Mal pro Minute blinzeln, tun das die Kleinen nur zwei- bis dreimal, manchmal sogar nur einmal in 60 Sekunden.
Experten erklären das damit, dass das Blinzeln durch einen Neurotransmitter im Gehirn (Dopamin) ausgelöst wird, der die Kommunikation zwischen verschiedenen Nervenzellen unterstützt.
Im Gehirn eines Babys sind diese Neurotransmitter noch nicht vollständig entwickelt, was laut Wissenschaftlern einer der Gründe sein könnte, warum Babys weniger blinzeln. Außerdem trocknen ihre Augen weniger schnell aus, was ebenfalls als Grund vermutet wird. Eine endgültige Antwort gibt es aber noch nicht.
Interessanterweise blinzelst du am meisten, wenn du mental angeregt bist oder wenn du einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht folgst. Wenn dein Gesprächspartner währenddessen kaum blinzelt, kannst du davon ausgehen, dass er dir nur halb zuhört.











