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Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin wird schwerer Taten beschuldigt – das könnte auf ihn zukommen

Deborah Keller3 Min. Lesezeit
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Die norwegische Königsfamilie stand bisher für skandinavische Gelassenheit, Eleganz und Vorbildlichkeit. Doch im Sommer 2025 erschütterte ein schwerer Kriminalfall das Land und ganz Europa.

Gegen Marius Borg Høiby, den 28-jährigen Sohn der Kronprinzessin Mette-Marit aus ihrer ersten Ehe, wurden 32 Anklagepunkte erhoben. Darunter sind vier Fälle von sexueller Gewalt, Misshandlung, Belästigung sowie heimliche Videoaufnahmen – berichten mehrere internationale Medien, darunter Vanity Fair und People.

Die Schwere der Vorwürfe: eine juristische und moralische Herausforderung

Den Vorwürfen zufolge soll Høiby zwischen 2018 und 2024 mehrere sexuelle Straftaten begangen haben, darunter auch eine nach seiner früheren Festnahme.

Die Staatsanwaltschaft berichtet, dass er ohne Erlaubnis heimlich Videos von intimen Körperstellen schlafender Frauen aufgenommen haben soll. Unter den Opfern könnten ehemalige Partnerinnen und Bekannte sein.

Der norwegische Staatsanwalt Sturla Henriksbø erklärte: „Die schwersten Anklagen können bei einer Verurteilung bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe nach sich ziehen.“

Es wurde auch bekannt, dass gegen Høiby bereits kleinere Verfahren liefen, doch das Ausmaß und die Details der aktuellen Anklagen übertreffen alle bisherigen Fälle. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte, da seit Bekanntwerden des Falls weitere Meldungen eingegangen sind.

Verteidigung: Teilweise Geständnisse erwartet

Høibys Anwalt Petar Sekulic gab zu, dass sein Mandant einige der leichteren Vorwürfe zugeben könnte, bestreitet jedoch die schwerwiegendsten. „Er weist die Anschuldigungen wegen sexueller Gewalt und häuslicher Gewalt zurück“, zitiert Reuters seine Worte.

Die Verteidigung betont zudem, dass Marius offiziell kein Mitglied der Königsfamilie ist und daher keine Sonderrechte genießt. Die Presse stellt ihn jedoch oft als „Thronfolger“ dar, was ihrer Meinung nach die öffentliche Meinung beeinflussen könnte.

Keine Show, sondern Gerichtsverfahren

In seiner Jugend war Marius Borg Høiby oft auf den Titelseiten norwegischer Boulevardzeitungen – mit ehemaligen Model-Freundinnen, seinem Instagram-Auftritt und journalistischen Versuchen. Obwohl er nie offiziell einen Prinzentitel erhielt, erschien er regelmäßig bei öffentlichen Veranstaltungen an der Seite seiner Mutter.

Wegen der aktuellen Anklagen wurde er 2024 bereits dreimal festgenommen – im August, September und November – und steht seitdem unter ständiger polizeilicher Beobachtung.

Was sagt die Königsfamilie?

Haakon, norwegischer Thronfolger und Stiefvater von Marius, äußerte sich am 19. August erstmals zu dem Fall. Laut dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Sender NRK sagte er: „Was passiert, liegt in der Zuständigkeit des Gerichts. Es ist eine Herausforderung und Belastung für alle Beteiligten.“

Der königliche Palast bestätigte in einer offiziellen Erklärung, dass die Justiz voll unterstützt wird und keine Ausnahmen gemacht werden.

Der Prozess beginnt im Januar 2026

Der Prozessstart wird für Januar 2026 erwartet und soll voraussichtlich mindestens sechs Wochen dauern. Es könnte eines der komplexesten Verfahren der norwegischen Justiz zu privaten Straftaten werden.

Experten sehen den Fall als möglichen Meilenstein im norwegischen Strafrecht, besonders bei Sexualstraftaten und Missbrauch technischer Hilfsmittel. Auf gesellschaftlicher Ebene hat eine wichtige Debatte begonnen: Wie lassen sich solche Fälle verhindern und wie werden Opfer bestmöglich geschützt?

Dieser Fall hält uns einen gesellschaftlichen Spiegel vor

Dieser Fall geht weit über eine einzelne Familie oder deren öffentliche Figuren hinaus. Sexualstraftaten, Missbrauch und Machtmissbrauch sind Probleme, die jede Gesellschaft betreffen – unabhängig vom sozialen oder politischen Status der Beteiligten. Deshalb ist es essenziell, dass die Justiz unparteiisch und rechtsstaatlich handelt.

Diese Geschichte ist mehr als ein Skandal um eine Königsfamilie – sie lädt uns ein, über unsere Werte nachzudenken, wie wir die Stimmen der Opfer hören und welche Verantwortung wir in der öffentlichen Diskussion tragen.

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