Bien Logo

Diese Abendroutine hilft dir, selbst in den heißesten Sommernächten besser zu schlafen

Deborah Keller5 Min. Lesezeit
Teilen:
Diese Abendroutine hilft dir, selbst in den heißesten Sommernächten besser zu schlafen — Gesundheit
In diesem Artikel

Wälzt du dich um 2 Uhr nachts hin und her, während die Wohnung immer noch drückt wie ein Backofen? Du bist damit nicht allein.

Heiße Sommernächte gehören für viele Menschen zur schlimmsten Schlafzeit des Jahres. Wenn sich die Wohnung bis zum Abend kaum abkühlt, folgen unruhiger Schlaf, häufiges Aufwachen und frühes Erwachen fast zwangsläufig. Die Hitze beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden – sie stört auch die natürlichen Erholungsprozesse des Körpers.

Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Abendgewohnheiten lässt sich die Schlafqualität auch im Hochsommer spürbar verbessern. Die richtige Abendroutine, ein gut gelüftetes Schlafzimmer und einige kleine Tricks helfen dabei, leichter einzuschlafen und morgens erholter aufzuwachen.

Warum schlafen wir bei Hitze schlechter?

Vor dem Einschlafen senkt der Körper ganz natürlich seine Kerntemperatur – das ist ein wichtiges Signal für das Gehirn, dass es Zeit zum Schlafen ist. Bei Sommerhitze funktioniert dieser Mechanismus schlechter, weshalb das Einschlafen deutlich länger dauern kann. Hohe Luftfeuchtigkeit verschärft das Problem zusätzlich, weil das Schwitzen den Körper dann kaum noch effektiv kühlen kann.

Viele fühlen sich bei anhaltender Hitze auch tagsüber erschöpfter und antriebsloser. Das ist eine völlig normale Reaktion: Der Körper verbraucht schlicht mehr Energie für die Temperaturregulierung. Mit den richtigen Gewohnheiten lässt sich dieser Kreislauf jedoch durchbrechen.

Lieber keinen Mittagsschlaf halten

Bei sommerlicher Hitze ist die Versuchung groß, sich nachmittags kurz hinzulegen. Wer aber nachts ohnehin schlecht schläft, riskiert damit, seinen Biorhythmus weiter durcheinanderzubringen.

Besser ist es, die Müdigkeit für den Abend aufzusparen – so steigt die Chance, beim Zubettgehen schneller einzuschlafen. Kurze Nickerchen unter 20 Minuten am frühen Nachmittag sind in Ordnung, längere Schlafphasen sollten jedoch vermieden werden.

Eine vertraute Abendroutine beruhigt das Nervensystem

Im Sommer gerät der Tagesrhythmus leicht aus dem Takt: Man bleibt länger wach, isst später zu Abend oder verbringt mehr Zeit am Abend mit dem Smartphone. Der Körper liebt jedoch Vorhersehbarkeit.

Versuche, möglichst zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen wie sonst, und halte an Gewohnheiten fest, die dir beim Abschalten helfen. Eine ruhige Dusche, ein Buch oder leise Musik wirken entspannender als das abendliche Scrollen durch soziale Medien – und bereiten den Geist viel besser auf den Schlaf vor.

So bleibt das Schlafzimmer kühler

Eine angenehme Schlafzimmertemperatur ist der wichtigste Faktor für guten Schlaf im Sommer. Tagsüber sollten Rollläden oder Verdunkelungsvorhänge geschlossen bleiben, besonders auf der Sonnenseite, damit sich die Wohnung gar nicht erst aufheizt.

Sobald die Außenluft am Abend kühler wird, lohnt es sich, Querlüftung zu erzeugen und gründlich durchzulüften. Schon ein Unterschied von wenigen Grad kann die Schlafqualität erheblich verbessern.

Leichte Bettwäsche aus Naturmaterialien macht einen großen Unterschied

Statt dicker Decken empfiehlt sich in Sommernächten dünne Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen. Naturfasern atmen besser und nehmen Feuchtigkeit auf, was das Schlafklima deutlich angenehmer macht.

Auch locker geschnittene Schlafkleidung aus Baumwolle oder Leinen kann bequemer sein als gar nichts zu tragen – sie leitet Schweiß von der Haut weg und sorgt so für ein angenehmeres Körpergefühl.

Ventilator, kalte Socken und andere Kühl-Tricks

Ein kleiner Ventilator, der ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen läuft, kann besonders bei schwüler Luft viel bewirken. Die Luftbewegung fördert die Verdunstung von Schweiß und hilft dem Körper, sich effizienter zu kühlen.

Ein bewährter Trick: Ein Paar Socken kurz ins Gefrierfach legen und sie dann zum Schlafen anziehen. Die Kühlung der Fußsohlen hilft dem gesamten Körper, seine Wärme schneller abzugeben.

Auch kalte Kompressen am Handgelenk oder eine mit Eiswasser gekühlte Wärmflasche sind beliebte Hausmittel, die viele als hilfreich empfinden.

Auf die richtige Flüssigkeitszufuhr achten

Bei sommerlicher Hitze ist ausreichend Trinken besonders wichtig, da der Körper durch Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Tagsüber sollte man genug Wasser trinken – kurz vor dem Schlafengehen jedoch nicht zu viel, sonst sorgen nächtliche Toilettengänge für Unterbrechungen.

Genauso entscheidend ist, was man abends trinkt. Koffeinhaltige Getränke, Energydrinks oder ein später Kaffee erschweren das Einschlafen. Alkohol mag zwar schläfrig machen, verschlechtert jedoch die Schlafqualität und führt häufig zu unruhigem Aufwachen in den frühen Morgenstunden.

Das Handy vor dem Schlafen weglegen

Wer nachts nicht einschlafen kann, greift oft automatisch zum Smartphone. Das blaue Licht des Bildschirms stimuliert jedoch das Gehirn – und macht das Einschlafen noch schwieriger.

In solchen Momenten ist eine ruhige Tätigkeit die bessere Wahl: ein Buch lesen, Tagebuch schreiben oder ein entspannendes Abendritual. Sobald sich wieder Müdigkeit einstellt, einfach zurück ins Bett legen.

Bei Kindern ist Regelmäßigkeit besonders wichtig

In den Sommerferien verschiebt sich die Schlafenszeit von Kindern schnell nach hinten. Experten empfehlen jedoch, auch in dieser Zeit auf eine vertraute Abendroutine zu achten – sie gibt Sicherheit und erleichtert das Einschlafen erheblich.

Ein lauwarmes Bad vor dem Schlafengehen kann Kinder angenehm entspannen. Zu kaltes Wasser ist dagegen nicht empfehlenswert, da es die Durchblutung anregt und das Wärmeempfinden des Körpers kurzfristig erhöhen kann.

Ein paar schlechte Nächte sind kein Grund zur Sorge

Es ist völlig normal, bei sommerlicher Hitze gelegentlich unruhiger zu schlafen. Schon kleine Veränderungen in der Abendroutine können das Wohlbefinden und die Schlafqualität spürbar verbessern.

Das Wichtigste: Nicht zu sehr stressen, wenn eine Nacht schlecht läuft. Der Körper passt sich kurzfristig gut an – und ist auch nach ein paar weniger erholsamen Nächten noch voll funktionsfähig. Mit den richtigen Gewohnheiten findest du schnell wieder in einen guten Schlafrhythmus.

Passende Artikel

5 Morgenroutinen, die dich auch an den heißesten Sommertagen voller Energie halten — Gesundheit

5 Morgenroutinen, die dich auch an den heißesten Sommertagen voller Energie halten

Sommerhitze macht müde – schon beim Aufwachen. Doch ein paar bewusste Morgengewohnheiten können deinen Energielevel und deine Stimmung spürbar verändern.

Nyul Debóra
Reizbarkeit, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme: Was die Hitze wirklich mit deiner Stimmung macht — Gesundheit

Reizbarkeit, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme: Was die Hitze wirklich mit deiner Stimmung macht

Die Hitze kommt – und mit ihr kommt die schlechte Laune. Warum du morgens gut drauf bist, mittags explodierst und abends völlig leer bist, hat einen klaren Grund.

Farkas Margaréta
Probiere diese 10-Minuten-Abendroutine – und dein Morgen wird nie wieder stressig sein — Gesundheit

Probiere diese 10-Minuten-Abendroutine – und dein Morgen wird nie wieder stressig sein

Nur 10 Minuten am Abend können deinen Morgen komplett verändern. Diese einfache Reset-Routine sorgt für weniger Stress, mehr Fokus – und einen echten Neustart.

Nyul Debóra
Bist du eine Nachteule? Was das wirklich mit deinem Herzen macht — Gesundheit

Bist du eine Nachteule? Was das wirklich mit deinem Herzen macht

Wer abends aufblüht, lebt anders – und trägt laut einer neuen Studie ein höheres Herzrisiko. Was Nachteulen jetzt wissen sollten, und was sie konkret tun können.

Nyul Debóra
4 Schlafpositionen, die deiner Körperhaltung schaden – und wie du es besser machst — Gesundheit

4 Schlafpositionen, die deiner Körperhaltung schaden – und wie du es besser machst

Schlechte Schlafpositionen können deiner Wirbelsäule und Körperhaltung dauerhaft schaden. Diese 4 Posen solltest du kennen – und das kannst du dagegen tun.

Fehér Dia
Warum du ab 30 schlechter schläfst – und was wirklich dagegen hilft — Gesundheit

Warum du ab 30 schlechter schläfst – und was wirklich dagegen hilft

Ab 30 leidet die Schlafqualität bei vielen Frauen spürbar. Hormone, Stress und Lebensphasen spielen zusammen – hier sind die häufigsten Ursachen und echte Lösungen.

Fehér Dia