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Diese Momente haben mir gezeigt, dass ich meine Kinder richtig erzogen habe

Angela Fischer5 Min. Lesezeit
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Diese Momente haben mir gezeigt, dass ich meine Kinder richtig erzogen habe — Familie
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Es gibt Augenblicke, in denen man als Elternteil einfach weiß: Ich habe alles richtig gemacht. Nicht weil das Kind eine gute Note nach Hause bringt oder brav „Danke" sagt – sondern weil es in einem stillen, unbeobachteten Moment das Herz am richtigen Fleck zeigt. Diese Geschichten sind solche Momente.

Das Mädchen, das eine Freundschaft am Leben hielt

Als meine Tochter Merci acht Jahre alt war, hatte sie in der Schule ihren ersten kleinen „Schwarm": Tomi, ein Junge aus ihrer Klasse. Sie spielten zusammen in der Nachmittagsbetreuung, waren unzertrennlich – wie Kinder in diesem Alter eben sind.

Ein Jahr später wurde Tomi krank. Schwer krank. Die Ärzte konnten ihm nicht helfen, und er starb.

Die ganze Schule war erschüttert. Aber während die anderen Kinder mit der Zeit weitermachten, tat meine Tochter etwas, das mich bis heute bewegt: Sie hielt den Kontakt zu Tomis Eltern aufrecht. Sie lud sie zu ihrem Geburtstag ein, zu ihrer Schulabschlussfeier – und immer wieder sprachen sie über Tomi, erinnerten sich an ihn, hielten sein Andenken lebendig.

Merci ist heute 24 Jahre alt. Und dank ihr pflegen wir bis heute eine enge Freundschaft mit Tomis Familie. Wir treffen uns mehrmals im Jahr – sie sind längst so etwas wie Mercis zweite Familie geworden.

Mit 12 Jahren Geld bekommen – und es für andere ausgegeben

Ich bin Ringkampftrainer und arbeite mit vielen Jugendlichen aus einkommensschwachen Verhältnissen – darunter auch mein eigener Sohn. Ich halte ihn bewusst streng, denn er will Leistungssportler werden, und das erfordert Disziplin und Verzicht.

Als er zwölf war, bekam er von seiner Großmutter zum Geburtstag 50.000 Forint – für seine Verhältnisse eine Menge Geld. Ich war nicht begeistert, aber es war sein Geld. Als er fragte, was er damit kaufen dürfe, sagte ich: „Was du willst."

Ich rechnete mit Schokolade und Cola – die er selten bekommt. Stattdessen kaufte er vier seiner Mannschaftskameraden neue Sportschuhe. Er hatte gesehen, dass sie mit kaputten, ausgeleierten Schuhen zum Training kamen – und einfach gehandelt. Ich war so stolz auf ihn, dass mir die Worte fehlten.

Die Musterschülerin, die ihren kleinen Bruder verteidigte

Meine Tochter Zita ist elf, ihr Bruder Marci ist neun – und die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein. Zita ist Klassenbeste, immer ordentlich, immer zuverlässig. Marci ist der kleine Chaot, der in jeden Unfug verwickelt ist.

Eines Tages kam Marci still und bedrückt aus der Schule nach Hause. Er wollte nicht reden, egal wie oft ich fragte.

Am nächsten Tag rief der Schulleiter an und bat mich, nach dem Unterricht in sein Büro zu kommen. Ich dachte sofort: Was hat Marci schon wieder angestellt? Doch vor dem Büro saß Zita – mit einem Verband an der Hand.

Es stellte sich heraus: Zita hatte beobachtet, wie ein paar ältere Mädchen ihren Bruder schikanierten. Und meine brave, mustergültige Tochter hatte kurzerhand der Anführerin eine gescheuert. Vor dem Schulleiter habe ich pflichtbewusst betreten gebrummt – aber auf dem Heimweg habe ich Zita gesagt, wie unglaublich stolz ich auf sie bin, dass sie für ihren Bruder eingestanden ist.

Fünf Jahre alt – und schon mehr Mitgefühl als die meisten Erwachsenen

Wir waren mit meiner kleinen Marcsi im Park, als sie ein Teenager-Mädchen entdeckte, das allein auf einer Bank saß und leise weinte. „Mama, warum weint die?", fragte sie mich. Ich sagte ihr, ich wisse es nicht – und dass wir sie wohl in Ruhe lassen sollten.

Marcsi sah mich an, mit der ganzen Weisheit ihrer fünf Jahre, und sagte: „Aber Mama, du tröstest mich doch auch immer, wenn ich weine."

Dann nahm sie ein Stück Apfel, ging zu dem Mädchen und drückte es ihr in die Hand. Das Mädchen lächelte. Die beiden saßen fast zwanzig Minuten zusammen auf der Bank und redeten. Als sie sich verabschiedeten, ging das Mädchen lächelnd davon. Mir stiegen die Tränen in die Augen – so sehr hatte mich die Herzlichkeit meiner Tochter gerührt.

Der Sommer, den sie für uns gearbeitet haben

Ich saß am Laptop und schaute mir alte Fotos an, als meine 16-jährige Tochter neugierig neben mir Platz nahm. Ich erzählte ihr, wie ihre Mutter und ich einmal in jungen Jahren mit dem Bus nach Griechenland gefahren sind – kaum Geld in der Tasche, aber eine der schönsten Wochen unseres Lebens. Wir sprachen davon, wie schön es wäre, irgendwann zurückzukehren. Damals, kurz nach der Pandemie, war daran aber nicht zu denken.

„Mach dir keine Sorgen, Papa", sagte meine Tochter. „Du kommst noch hin."

Den ganzen Sommer über arbeiteten sie und ihr Bruder – in der Hitze, Woche für Woche. Als wir im August unseren Hochzeitstag feierten, überreichten sie uns ihr Geschenk: eine Reise für vier Personen nach Griechenland, mit dem Flugzeug, in einem Vier-Sterne-Hotel.

Die beiden hatten monatelang in der Sommerhitze geschuftet, damit wir gemeinsam verreisen konnten. Ich war sprachlos vor Stolz – und vor Dankbarkeit.

Eltern fragen sich oft, ob sie es richtig machen. Manchmal gibt einem das Leben die Antwort – leise, unangekündigt, in einem Moment, den man nie vergisst.

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