Wir alle greifen bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu Vitamin C – aber die meisten Menschen unterschätzen, wie viel dieses eine Vitamin wirklich für den Körper leistet. Es stärkt nicht nur die Abwehr, sondern wirkt bis in die Haut, das Herz und sogar die Nerven.
Das Spannende: Unser Körper kann Vitamin C nicht selbst herstellen. Wir müssen es von außen zuführen – Tag für Tag. Genau deshalb lohnt es sich, ein paar hartnäckige Irrtümer aus dem Weg zu räumen und zu verstehen, wofür Vitamin C tatsächlich gut ist.
Die größten Mythen rund um Vitamin C
Bekomme ich von Vitamin C Nierensteine?
Nein. Das ist ein klassischer Mythos, den unzählige Studien bereits widerlegt haben – und der sich trotzdem hartnäckig hält. Keine Sorge: Du kannst Vitamin C auch in höheren Dosen und über längere Zeit einnehmen, ohne davon Nierensteine zu bekommen.
Profi-Tipp: Greif zu Vitamin C, das mit Bioflavonoiden angereichert ist. Diese wasserlöslichen Pflanzenstoffe verbessern die Aufnahme und verstärken damit die Wirkung deutlich.
Wozu viel Vitamin C nehmen, wenn ich es sowieso wieder ausscheide?
Genau deshalb solltest du regelmäßig und über den Tag verteilt nachlegen: So sorgst du für eine kontinuierliche Versorgung deines Körpers. Und weil überschüssiges Vitamin C ausgeschieden wird, lässt es sich auf diesem Weg auch kaum überdosieren.
Manche Untersuchungen gehen davon aus, dass rund 75 Prozent des aufgenommenen Vitamin C tatsächlich verwertet werden – wie viel genau, hängt stark vom Einzelnen und vom Immunsystem ab. Was du wieder ausscheidest, ist ein kleiner Verlust. Glaub mir: Der ist deutlich unproblematischer als die Beschwerden, die durch einen Mangel entstehen können.
Wusstest du?
Nur zwei Spezies können Vitamin C nicht selbst herstellen: der Mensch und das Meerschweinchen.
All das bewirkt Vitamin C in deinem Körper
Gegen Viren und Bakterien
Vitamin C unterstützt dein Immunsystem und stärkt deine Abwehrkräfte, weil es die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht – also genau jener Zellen, die gegen Krankheitserreger kämpfen. So kann es deinem Körper helfen, sich gegen Viren, Bakterien und andere Infektionen zu wehren, etwa bei einer Erkältung oder einer stärkeren Grippe.
Mit einer höheren Vitamin-C-Dosis sinkt das Risiko, solche Infekte überhaupt zu bekommen. Und wenn es dich doch erwischt, kann es den Verlauf verkürzen und das Risiko möglicher Komplikationen verringern.
Für dein Nervensystem
Vitamin C ist auch für das normale Funktionieren des Nervensystems wichtig. Denn in Stresssituationen verbraucht der Körper mehr davon – gerade dann braucht er also besonders viel Nachschub.
Wenn dich das Thema Stress und Wohlbefinden interessiert, findest du in unserem Bereich Lebensstil weitere Tipps, die im Alltag wirklich helfen.
Für Herz und Kreislauf
Vitamin C fördert die gesunde Funktion von Herz und Kreislauf: Es schützt die Arterien und wirkt der Ablagerung von Blutplättchen und Cholesterin im Blut entgegen. So kann es das Risiko für Herzinfarkt und koronare Herzkrankheiten spürbar senken.
Wegen der antioxidativen Wirkung
Vitamin C ist zugleich ein Antioxidans und kann damit oxidativen Stress reduzieren – also jene Schäden, die durch freie Radikale in den Körperzellen entstehen. Und genau dieser oxidative Stress spielt unter anderem beim Alterungsprozess eine Rolle.
Für die Kollagenbildung
Vitamin C ist unverzichtbar für die Bildung von Kollagen in der Haut und trägt so wesentlich zur Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln bei. Mehr noch: Es unterstützt auch Knochen, Knorpel und Zahnfleisch, denn Vitamin C ist am Aufbau und der Funktion des Bindegewebes beteiligt.
Bei Herpes
Auch bei Herpes lässt sich Vitamin C einsetzen: Vorbeugend angewendet kann es die Entstehung von Herpesbläschen hemmen, und bei einem bereits ausgebrochenen Herpes kann es die Heilung beschleunigen.
Bei Allergien
Selbst bei Allergien kann Vitamin C seine wohltuende Wirkung entfalten: Als natürliches Antihistaminikum kann es zum Beispiel die durch Allergien verursachte verstopfte Nase lindern.
Für die Fruchtbarkeit
Vitamin C spielt außerdem eine wichtige Rolle für die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen. Denn es ist unverzichtbar für die Produktion der Hormone Östrogen, Progesteron und Testosteron.
Kann man Vitamin C überdosieren?
Weil überschüssiges Vitamin C über den Urin ausgeschieden wird, ist eine Überdosierung auf diesem Weg kaum möglich. Deshalb lässt es sich auch problemlos in mehreren Portionen über den Tag verteilt einnehmen.
Warum muss ich Vitamin C überhaupt zuführen?
Weil der menschliche Körper Vitamin C – anders als die meisten Tiere – nicht selbst herstellen kann. Wir müssen es daher regelmäßig über die Ernährung oder ergänzende Präparate aufnehmen.
Was bringen mit Bioflavonoiden angereicherte Präparate?
Bioflavonoide sind wasserlösliche Pflanzenstoffe, die die Aufnahme von Vitamin C verbessern. Dadurch kann die Wirkung deutlich verstärkt werden.
Kann Vitamin C bei einer Erkältung helfen?
Ja, es unterstützt das Immunsystem und die Abwehrkräfte. Es kann das Risiko senken, überhaupt krank zu werden, und bei einer Infektion den Verlauf verkürzen sowie Komplikationen vorbeugen.










