Weihnachtsbaumstamm aus Katalonien
Im Norden Spaniens sind nicht nur die Sprache, sondern auch die Bräuche anders als im Rest des Landes oder der Welt. Hier kommt am 8. Dezember ein Baumstamm ins Haus, der "Tió" genannt und liebevoll geschmückt wird. Nach alter Tradition füttern die Kinder den "Caga Tió" (wörtlich: kackender Baumstamm) bis zum Weihnachtstag. Am 24. Dezember singen sie ihm Lieder, klopfen mit einem Stock auf ihn und sammeln die Geschenke ein, die der Tió „hinterlassen“ hat. Klingt erstmal skurril, ist aber nicht viel ungewöhnlicher als der Osterhase, der die Eier bringt.
Mexikanische Festlichkeiten
In Mexiko wird Weihnachten richtig zelebriert – fast einen Monat lang, vom 12. Dezember bis zum 6. Januar. Neun Tage vor Weihnachten beginnt die Posada, die die neun Monate von Marias Schwangerschaft symbolisiert. Ähnlich wie bei uns wird die Geschichte der heiligen Familie und ihrer Herbergssuche nachgespielt. Seit Jahrhunderten werden die Häuser am 16. Dezember mit Zweigen, Moos und Laternen geschmückt, um die festliche Stimmung zu schaffen. Kinder begleiten die heilige Familie mit Kerzen durch die Straßen und besuchen die Nachbarn. Am Heiligabend sorgt nach der Mitternachtsmesse ein Feuerwerk für einen unvergesslichen Abschluss.
Ukrainischer Weihnachtsbaum mit Spinnennetz
In der Ukraine schmückt man den Weihnachtsbaum traditionell mit Spinnennetzen, die eine alte Geschichte lebendig halten. Eine Witwe mit ihren Kindern war so arm, dass sie den Baum nicht schmücken konnten. Über Nacht webten Spinnen glänzende, silberne Netze um den Baum. Danach wendete sich das Schicksal der Familie zum Guten – die Spinnen brachten Glück.
Keine Besen in norwegischen Häusern
Im hohen Norden gibt es viele besondere Weihnachtstraditionen. In Norwegen werden an Heiligabend alle Besen versteckt. Früher gehörte es auch dazu, dass Männer ihre Waffen holten und zwischendurch in die Luft schossen. Der Grund: Der Legende nach treiben an diesen Abenden Hexen und böse Geister ihr Unwesen am Himmel.
In Venezuela rollt man gemeinsam zur Messe
In vielen Ländern Südamerikas ist Weihnachten ein sehr wichtiges Fest. Der gemeinsame Kirchgang spielt eine große Rolle, auch bei vielen jungen Gläubigen. Deshalb rollen an diesem Abend ganze Familien auf Rollschuhen zur Messe. So viele Menschen kommen zusammen, dass Straßen gesperrt werden, damit alle sicher zur Kirche gleiten können.
Weihnachten in Japan bei KFC
Nur ein kleiner Teil der japanischen Bevölkerung ist christlich, deshalb hat Weihnachten dort nicht die gleiche Tradition wie in Europa. Trotzdem haben sie ihren ganz eigenen Weg gefunden, das Fest zu feiern. Die Japaner lieben die USA, und das clevere Marketing von KFC hat sie so überzeugt, dass seit den 70er Jahren viele das würzige Hühnchen der Kette als festliches Abendessen wählen.











