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Tom Holland gesteht: So brach er am „Odyssee"-Set eine der strengsten Nolan-Regeln

Nyul Debóra5 Min. Lesezeit
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Selbst Hollywoods größte Stars wissen: Bei Christopher Nolan zu arbeiten ist zugleich eine riesige Ehre und eine echte Herausforderung. Der Regisseur ist berühmt für seine strengen Regeln am Set – und genau eine davon hat Tom Holland offenbar gebrochen. Dass er das ausgerechnet in einem Interview ausplauderte, sorgte für einen kleinen, aber vielsagenden Moment.

Nolans Vorschriften haben ein klares Ziel: Die Geschichten sollen bis zur Premiere geheim bleiben, und das gesamte Team soll sich ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren. Umso überraschender war Hollands Geständnis, dass er bei den Vorbereitungen zur Odyssee versehentlich eine der wichtigsten Regeln umging.

Christopher Nolans „Odyssee" läuft ab dem 16. Juli in den deutschen Kinos.

Christopher Nolans ungewöhnliches Regelwerk

Der Name Christopher Nolan steht längst für monumentale, visuell überwältigende und zugleich intelligente Filme. Nach Werken wie Inception, Interstellar, The Dark Knight oder Oppenheimer überrascht es kaum, dass auch seine Arbeitsweise in Hollywood zur Legende geworden ist.

Für Nolan ist es besonders wichtig, dass die Handlung seiner Filme bis zum Kinostart vollständig geheim bleibt. Deshalb gibt er die Drehbücher nicht in digitaler Form an die Darsteller weiter. Die Seiten werden mit schwarzer Tinte auf leuchtend rotes Papier gedruckt – so lassen sie sich kaum kopieren oder unbefugt vervielfältigen, berichtet nine.com.au.

Sogar die Übergabe der Drehbücher gleicht einem Ritual: Oft bringt der Regisseur die Exemplare persönlich zu den Schauspielern oder überlässt diese Aufgabe einem engen Familienmitglied.

Tom Hollands ehrliches Geständnis

Tom Holland, der in der Odyssee Telemachos spielt, den Sohn von Odysseus und Penelope, verriet, dass der Regisseur bei ihm eine Ausnahme machte.

In einem Interview erzählte der Schauspieler, dass er das Drehbuch mit nach Hause nehmen durfte, weil er wegen seiner Legasthenie mehr Zeit zum Durchlesen benötigte. Doch genau daraus ergab sich eine unerwartete Wendung.

Holland gab zu, dass er das Drehbuch zu Hause gemeinsam mit seiner Frau Zendaya gelesen hat – die damals offiziell noch gar nicht Teil der Besetzung war.

„Das hätte ich wahrscheinlich nicht sagen sollen, weil es vielleicht gegen Nolans Regeln verstößt, aber wir haben es zusammen gelesen", erinnerte sich der Schauspieler lachend.

Anne Hathaways Reaktion verriet alles

In einem gemeinsamen Interview mit Anne Hathaway zeigte sich die Oscar-Preisträgerin – die bereits zum dritten Mal mit Christopher Nolan arbeitete – sichtlich überrascht von Hollands Geständnis.

Sie hakte sofort nach, ob er das Drehbuch tatsächlich mit nach Hause nehmen durfte. Holland geriet daraufhin etwas ins Stocken und gab zu, dass er darüber vielleicht besser nicht öffentlich gesprochen hätte.

Die Anekdote zeigt aber auch, dass Nolan in bestimmten Fällen durchaus flexibel sein kann, wenn die Umstände es erfordern.

Ein seltenes Privileg bei einem Nolan-Film

Bei dem Regisseur ist es äußerst selten, dass jemand das Drehbuch länger bei sich behalten darf. Auch Sir Kenneth Branagh erhielt einst eine solche Ausnahmegenehmigung: Das Drehbuch zu Tenet durfte er für eine einzige Nacht mit nach Hause nehmen, um es zu lesen.

Die meisten Schauspieler müssen den Text jedoch ein einziges Mal in Nolans Anwesenheit durchlesen – und geben ihn danach sofort wieder zurück.

Nicht nur die Drehbücher machen seine Arbeitsweise besonders

Christopher Nolans Methoden gehen weit über den Schutz seiner Drehbücher hinaus.

Der Regisseur benutzt bekanntlich weder ein Smartphone noch E-Mails und verbietet am Set streng die Nutzung von Handys. Das Ziel: Jedes Mitglied des Teams soll sich ausschließlich auf die jeweilige Szene konzentrieren.

Seit Jahren hält sich außerdem das Gerücht, Nolan habe am Set „Stühle verboten". Anne Hathaway sprach in einem Interview mit dem Magazin Variety aus dem Jahr 2020 selbst darüber, dass der Regisseur keine Stühle in der Nähe der Kameras mag – wer sich hinsetzt, bleibe seiner Meinung nach weniger aktiv.

Später wurde das Missverständnis jedoch aufgeklärt: Von einem generellen Verbot kann keine Rede sein. Schauspieler und Crew dürfen sich selbstverständlich ausruhen. Nolan versucht lediglich, im unmittelbaren Umfeld der Aufnahmen überflüssige Gegenstände und Ablenkungen zu minimieren.

Diese Prinzipien verfolgt Christopher Nolan

Die Filmphilosophie des Regisseurs weicht in vielen Punkten vom Hollywood-Durchschnitt ab:

  • Wo immer möglich, setzt er auf echte Kulissen und praktische Effekte statt auf Computertricks.
  • Bei Castings lässt er keine Requisiten zu, sodass allein die schauspielerische Leistung im Vordergrund steht.
  • Beim Vorsprechen gibt er meist nur eine einzige Probemöglichkeit.
  • Wann immer es machbar ist, dreht er mit IMAX-Kameras.

Auch in dieser Hinsicht ist die Odyssee ein filmhistorisches Wagnis: Es ist der erste große Spielfilm, der vollständig mit 70-mm-IMAX-Technologie gedreht wurde.

Warum sich so viele trotzdem auf die strengen Regeln einlassen

Obwohl Christopher Nolans Arbeitsweise deutlich disziplinierter ist als in Hollywood üblich, bleibt es für Schauspieler eine große Ehre, mit ihm zu drehen.

Tom Hollands Geschichte zeigt schön, dass selbst die größten Stars vor einer Nolan-Produktion nervös werden und hin und wieder kleine Fehler machen. Der Respekt vor dem Regisseur schwindet dadurch keineswegs – im Gegenteil: Solche Blicke hinter die Kulissen machen die Vorfreude auf den Film nur noch größer.

Eines steht fest: Die Odyssee wird nicht nur wegen ihrer Bildgewalt und ihrer Starbesetzung, sondern auch wegen der besonderen Geschichten rund um den Dreh zu einem der meistdiskutierten Kinofilme des Sommers.

Warum sind Christopher Nolans Drehbücher so streng geschützt?

Nolan will die Handlung seiner Filme bis zur Premiere vollständig geheim halten. Deshalb werden die Drehbücher auf leuchtend rotes Papier gedruckt, das sich kaum kopieren lässt, und meist persönlich übergeben.

Welche Nolan-Regel hat Tom Holland gebrochen?

Holland durfte das Drehbuch wegen seiner Legasthenie mit nach Hause nehmen – und las es dort gemeinsam mit Zendaya, die damals offiziell noch nicht zur Besetzung gehörte.

Welche Rolle spielt Tom Holland in der Odyssee?

Er verkörpert Telemachos, den Sohn von Odysseus und Penelope.

Was macht die Odyssee filmtechnisch besonders?

Laut dem Artikel ist sie der erste große Spielfilm, der vollständig mit 70-mm-IMAX-Technologie gedreht wurde.

Verbietet Christopher Nolan wirklich Stühle am Set?

Nein, ein generelles Verbot gibt es nicht. Nolan versucht lediglich, im unmittelbaren Umfeld der Kameras Ablenkungen zu minimieren – ausruhen dürfen sich Crew und Schauspieler durchaus.

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