Petra – Ich habe mich für mich entschieden!
Zwischenzeitlich gab es toxische Männer in meinem Leben, die mir immer wieder das Gefühl gaben, nicht gut genug zu sein, dass ich an verschiedenen Stellen abnehmen sollte – das erzeugte dauerhaften Stress. Letztlich brauchte es eine Saftkur und eine längere Fastenzeit, damit ich sagen konnte: Jetzt reicht es. Ja, so bin ich, so sieht mein Körper aus, und das akzeptiert man entweder oder nicht – wir suchen uns gegenseitig.
Bis heute kann ich mich nicht vollständig mit meinen Oberschenkeln anfreunden, aber ich kann sie akzeptieren und sehe auch, dass ich grundsätzlich mit einem glücklichen Äußeren gesegnet bin. Der Durchbruch kam, als ich aufhörte, mich mit langbeinigen Models zu vergleichen, und begann, die Person zu lieben, die ich im Spiegel sehe. Das ist eine Entscheidung – und ich habe mich jetzt für mich entschieden.
Kata – Was ist eigentlich eine Kalorie?
Mit 28 bekam ich meine Tochter und kämpfe seitdem mit meinem Gewicht. Unglaublich, aber erst vor ein paar Jahren habe ich wirklich verstanden, was Kalorien sind – vorher musste ich nie zählen. Nach der Geburt folgte eine tiefe Depression, und ich konnte nicht mehr in den Spiegel schauen. Ein Teufelskreis begann: Ich aß und aß, während ich meinen Körper hasste.
Dann entdeckte ich, dass ich meine Gefühle mit Essen kompensiere – diese Erkenntnis half mir sehr, Essanfälle zu vermeiden. Meine Tochter unterstützt mich ebenfalls dabei, mich selbst zu akzeptieren, und ich möchte, dass sie eine glückliche, ausgeglichene Mama vor sich sieht. Ich vermisse meine alte Figur, aber ich habe erkannt, dass es im Leben viel wichtigere Dinge gibt als Kilos – und ich glaube, ich habe diese Dinge gefunden.
Dóri – Ich liebe es zu essen!
Ich habe jedoch erkannt, dass ich alle meine Gefühle mit Essen zu unterdrücken versuchte. Genauer gesagt: Wenn ich Liebe suchte, aß ich, wenn ich sie nicht bekam, aß ich – und leider funktioniert das bei mir bis heute so. Glücklicherweise gehöre ich zu den Glücklichen, die sich auch in diesem Zustand lieben und akzeptieren. Ich weiß, dass ich aus gesundheitlichen Gründen etwas ändern muss, aber das wird nur für mich selbst geschehen, nicht wegen äußerem Druck. Ich liebe es weiterhin zu essen und werde auf leckere Köstlichkeiten nicht verzichten. Der Schlüssel zur Selbstliebe ist, sich in jedem Zustand zu lieben – das ist definitiv möglich.











