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Statt „Wie war’s in der Schule?“: 6 bessere Fragen, die du deinem Kind stellen kannst

Diana Hoffmann3 Min. Lesezeit
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Statt „Wie war’s in der Schule?“: 6 bessere Fragen, die du deinem Kind stellen kannst — Familie

Was sagt die Expertin?

Coach Dr. Gertrude Lyons betont, wie wichtig ungeteilte Aufmerksamkeit ist, die du deinem Kind schenken solltest. Dafür musst auch du erst einmal abschalten. Während du zum Beispiel darauf wartest, dass dein Kind nach Hause kommt, kannst du dich mental auf das Gespräch einstellen. Trink einen Kaffee, geh kurz raus an die frische Luft – Hauptsache, du unterbrichst kurz deine Arbeit oder was auch immer du gerade machst. So kannst du wirklich präsent sein.

Ein paar Minuten am Nachmittag gemeinsam zu verbringen, beim Spielen oder einfach zusammen auf dem Sofa zu sitzen, lohnt sich wirklich.

Wichtig ist nicht, wie lange ihr über den Tag sprecht, sondern dass ihr wirklich miteinander in Verbindung kommt. Gerade nach der Schule, wenn ihr einen Teil des Tages getrennt verbracht habt, stärkt das eure Beziehung. Experten sagen, dass Kinder sich dadurch sicherer fühlen und ihr Vertrauen wächst – ein echter Gewinn für euch beide, so Dr. Lyons. 

6 Fragen, mit denen du herausfindest, wie der Tag deines Schulkindes war

Wie schon erwähnt, bekommen Eltern auf die Frage „Wie war dein Tag?“ oft nicht die Antworten, die sie sich wünschen. Denn Kinder schließen das Thema gern mit einem einfachen „Gut.“ ab. Deshalb lohnt es sich, etwas genauer nachzuhaken – zum Beispiel mit diesen 6 Fragen:

  1. Womit hast du heute gespielt?
  2. Gab es heute etwas Lustiges, Überraschendes oder Spannendes in der Schule?
  3. Was war der beste Teil deines Tages?
  4. Was war heute eine Herausforderung für dich?
  5. Worauf warst du heute besonders stolz?
  6. Ich liebe es, dir zuzuhören, wenn du über ... erzählst (wähle ein spezielles Thema, über das dein Kind gerne spricht).

Mach die Frage also etwas spannender und vermeide zu allgemeine Themen. Du musst nicht alle Ideen aus der Liste nutzen – such dir einfach ein paar aus, die dir gefallen.

Bei Teenagern ist es laut Psychologen oft schwieriger, ins Gespräch zu kommen. Doch auch hier empfehlen sie ähnliche Fragen – nur das Timing ist entscheidend. Im Auto, beim Spaziergang, vor dem Fernseher oder vor dem Schlafengehen öffnen sich Jugendliche oft eher. Wichtig ist, eine ruhige Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich sicher fühlen und gerne erzählen.

Die Expertin ergänzt, dass es noch andere Wege gibt, um mit jüngeren Kindern in Kontakt zu treten, zum Beispiel das „Spiel der Gefühle“. Dabei betrachtet ihr den Tag durch die Brille von fünf Grundgefühlen: Angst, Schmerz, Wut, Traurigkeit und Freude. So entsteht ein qualitativ hochwertigeres Gespräch, als wenn ihr nur aufzählt, was ihr gemacht habt. Trotzdem bleibt die Aufmerksamkeit das Wichtigste – sie hebt selbst die einfachsten Gespräche auf ein neues Level.

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