Seit Covid wissen wir, wie wichtig Händewaschen ist. Trotzdem haben wir mehr schmutzige Gewohnheiten, als wir denken.
Schmutzige Tastaturen
Wenige wissen, dass ihre Tastatur wahrscheinlich zehnmal schmutziger ist als eine Toilettenbrille. Wir benutzen sie oft mit schmutzigen Händen und reinigen sie selten – dabei sollte das täglich sein. Dreh deine Tastatur um, schüttle Krümel und Schmutz heraus und staune, wie viel Dreck sich versteckt hat. Wisch sie danach mit einem alkoholhaltigen Tuch ab – am besten täglich.
Wechsel
Als Dentalhygienikerin war ich überrascht, als ich bei meiner Cousine an Weihnachten dieselbe Zahnbürste sah wie zu Ostern. Sie sagte, sie wechselt sie erst, wenn die Borsten „richtig ausfransen“. Dabei ist es einfach: Wechsle deine Zahnbürste mit jedem Jahreszeitenwechsel – das ist leicht zu merken.
Überall angefasst
Schlüssel, wie Haustür- oder Autoschlüssel, halten wir täglich mit schmutzigen Händen – doch kaum jemand desinfiziert sie. Dasselbe gilt für Türklinken und Lichtschalter. Ich wische sie bei der Reinigung jede Woche ab.
Moleküle
Wenn dein Badezimmer Toilette und Waschbecken zusammen hat, solltest du deine Zahnbürste nicht offen dort lagern. Selbst mit geschlossenem Deckel verteilen sich unerwünschte Moleküle. Bewahre deine Zahnbürste lieber im Schrank auf.

Kopfhörer
Leg deine Hand aufs Herz: Wann hast du zuletzt deine Kopfhörer gereinigt? Stell dir vor, welche Bakterien sich auf deinen AirPods tummeln. Wenn du sie täglich nutzt, wisch sie abends mit einem alkoholhaltigen Tuch ab.
Häufiger
Ich arbeite im Gesundheitswesen und treffe oft Patientinnen, die ihren Tampon nicht oft genug wechseln. Alle 4–6 Stunden sollte ein neuer Tampon rein, doch viele Frauen mit schwacher Blutung lassen ihn morgens rein und nehmen ihn erst abends raus. Das ist ungesund und riskant, da es die Wahrscheinlichkeit für toxischen Schock erhöht. TSS ist eine ernsthafte Erkrankung, verursacht durch Bakterientoxine, die sogar tödlich sein kann.
Trinkgefäße
Eine Kollegin wäscht ihre Büroteekanne nur einmal pro Woche. Sie füllt jeden Tag frisch gebrühten Tee ein, trinkt daraus und spült sie erst freitags. Mein Bruder benutzt seinen Proteinshaker so, dass unten noch Reste vom letzten Shake sind. Alle Trinkgefäße sollten nach Gebrauch gründlich gereinigt werden.

Die Türklinke
Wenn du in einer öffentlichen Toilette nach dem Händewaschen die Türklinke anfasst, bist du fast wieder am Anfang. Drück die Tür lieber mit dem Körper auf und verlasse sie so.
Frisches Gesicht
Deine Haut schreit fast, wenn du mit Make-up schläfst. Die Nacht ist die Zeit, in der sich unsere Haut von der täglichen Belastung (starke Sonne oder kalter Wind) erholt. Wenn du mit „Maske" ins Bett gehst, lässt du sie nicht atmen und störst diesen Prozess. Make-up-Schlaf verstopft die Poren, lässt die Haut altern, und Mascara-Reste können Wimpern schädigen und Augeninfektionen verursachen. Ganz zu schweigen davon, dass du dein Kissenbezug verschmutzt. Keine Ausreden: Egal wie spät oder müde du bist, reinige dein Gesicht und trage eine Feuchtigkeitscreme auf. Deine Haut wird es dir danken. Und noch etwas zum Bett: Setz dich nie mit Straßenkleidung aufs Bett oder leg dich darin schlafen. Nur sauber und in Schlafkleidung gehört ins Bett.
Die Abhängigkeit
Früher las man Zeitung auf der Toilette, heute tippen wir auf dem Handy. Doch das Spülen wirbelt fäkale Bakterien in die Luft, die sich auf dem Gerät absetzen – etwa Salmonellen, E. coli oder Staphylokokken. Diese können wir beim Hochnehmen des Handys an unser Gesicht bringen. Nimm dein Handy nicht mit auf die Toilette, stecke es in der öffentlichen Toilette in deine Tasche und hol es erst nach dem Händewaschen wieder heraus. Und apropos Handy: Wisch es täglich mit einem Desinfektionstuch ab.











