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„Wenn ein männlicher Kollege mich unterbricht, schweige ich nicht – ich erhebe meine Stimme“ – 10 Frauen erzählen, wie sie klare Grenzen gegenüber Männern gesetzt haben

Angela Fischer4 Min. Lesezeit
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„Wenn ein männlicher Kollege mich unterbricht, schweige ich nicht – ich erhebe meine Stimme“ – 10 Frauen erzählen, wie sie klare Grenzen gegenüber Männern gesetzt haben — Familie
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Unsere männerdominierte Gesellschaft will uns oft unterdrücken, doch diese zehn Frauen hatten genug davon.

Die Haushaltsteilung

Seit unser Kind in der Kita ist und ich wieder arbeite, teile ich die Hausarbeit strikt mit meinem Mann. Anfangs verstand er das nicht, also machte ich klar: Ich arbeite genauso viel wie er und kümmere mich zu Hause mehr um das Kind. Glaubt er wirklich, Kochen, Waschen, Bügeln und Putzen seien allein meine Aufgaben? Das gefällt ihm gar nicht, aber er hatte keine Antwort.

Kein Zwang zum Küssen

Ich war die erste Frau in der Familie meines Mannes, die offen sagte, dass ich keine Küsse vom reichen, aber unangenehmen Onkel möchte. Es ist mir unangenehm, wenn er mein Gesicht und meinen Hals mit Speichel bedeckt und mich zu lange und fest umarmt. Die Stimmung erstarrte kurz, doch die Frauen der Familie sind mir bis heute dankbar – sie hatten das seltsame Verhalten des alten Mannes jahrelang schweigend ertragen.

Das Geburtstags-Reset

Ich erinnere meinen Ex nicht mehr an die Geburtstage oder Namenstage unserer Kinder und kaufe ihnen keine Weihnachtsgeschenke mehr. Wie seine Beziehung zu den Kindern wird, liegt an ihm – für mich ist das keine Aufgabe mehr, seit wir vor Jahren geschieden sind.

Porträt einer jungen Frau

Schluss mit dem Kuscheln

Ich habe meinem Vater klargemacht, dass ich mich nicht mehr mit der unerträglichen neuen Frau an seiner Seite treffen werde. Ich habe keine Lust auf ihre Intrigen. Er reagierte mit dem üblichen: „Mein Kind, das kannst du mir nicht antun!“. Ich sagte ihm, er könne mich jederzeit besuchen, wir könnten zusammen etwas unternehmen oder ich komme vorbei – solange die Hexe nicht da ist. Es ist nicht meine Pflicht, nett zur Stiefmutter zu sein. Mein Vater entscheidet selbst, wer ihm wichtiger ist.

Die Expertin

Ein befreiender Moment war, als ich mitten in der „Mansplaining“-Monolog eines inkompetenten männlichen Kollegen sagte: „Bitte hör auf, ich weiß mehr über das Thema als du.“ Die Überraschung stand ihm und allen Männern im Raum ins Gesicht geschrieben! Offensichtlich hatte sie noch nie jemand so klar zurückgewiesen.

Das Essen

Ich koche nicht mehr. Anderthalb Jahre lang habe ich meinem Freund in der Küche alles gegeben, doch am Ende wurde mein Einsatz nicht nur nicht gewürdigt, sondern sogar kritisiert. Jetzt sorgt jeder selbst für sein Essen. Mein Schatz muss also selbst einkaufen, kochen und abwaschen.

Eine Stunde Pause

Meine Mittagspause am Arbeitsplatz dauert eine Stunde, und in dieser Zeit schalte ich mein Diensthandy aus. Das musste ich meinen männlichen Vorgesetzten mehrmals erklären – eine Pause bedeutet eben, dass ich nicht arbeite. Nach einiger Zeit verstanden sie es.

Porträt einer jungen Frau mit Brille

Mein Zuhause, meine Regeln

Ich habe erkannt, dass ich meinen Ex nicht in meine Wohnung lassen muss, wenn er die Kinder zurückbringt. Seitdem ist eine große Stressquelle weg.

Die Nicht-Erreichbarkeit

Zwischen 20 Uhr abends und 7 Uhr morgens bin ich für meinen Chef, meinen Vater und meinen Ex nicht erreichbar. In dieser Zeit müssen Arbeit, die Probleme meines Vaters und die Dummheiten meines Ex warten. Ruft meine Schwester oder meine beste Freundin an, nehme ich ab – denn bei ihnen weiß ich, dass sie nur bei wirklich wichtigen Dingen stören. Männer rufen oft genau dann an, weil sie keine Rücksicht auf mein Leben nehmen. Mein Vater versuchte, mich emotional zu manipulieren: „Was ist, wenn es ihm schlecht geht und ich nicht abnehme?“ Ich sagte ihm, er solle dann den Rettungsdienst rufen, nicht mich – ich bin keine Ärztin.

Stimme erheben

Ich arbeite in einem Konzern und habe bemerkt, wie oft Männer weibliche Kolleginnen unterbrechen – sei es in Meetings oder beim Gespräch am Kaffeeautomaten. Seitdem lasse ich das nicht mehr zu: Wenn mich jemand unterbricht, schweige ich nicht, sondern erhebe meine Stimme und rede weiter. Anfangs gab es erstaunte Blicke, doch inzwischen haben die Herren gelernt, dass sie sich nicht in meine Worte einmischen.

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Isabella Schmidt