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Wie du das Gefühl der Leere nach den Feiertagen überwindest

Elisabeth Müller4 Min. Lesezeit
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Wie du das Gefühl der Leere nach den Feiertagen überwindest — Lebensstil
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Aus den Lichtern Ende Dezember wird innerhalb weniger Tage die Stille des Januars: Als würdest du im einen Moment noch im Glanz stehen und im nächsten plötzlich von zu viel Ruhe umgeben sein.

Jahrelang hat mich dieses emotionale Tief berührt, bis ich erkannte: Ich muss nicht zulassen, dass die Leere nach Weihnachten meine Energie und gute Laune raubt. Seit dieser Erkenntnis bereite ich mich bewusst auf diese Zeit vor – so sehr, dass ich mittlerweile bewährte Strategien habe, die dir helfen können, Tiefpunkte zu überwinden.

Deinen eigenen Rhythmus schon im Dezember finden

Alles beginnt damit, dass ich mich nicht von den Feiertagen mitreißen lasse. Ich versuche nicht, alles allein zu schaffen, und bereite mich nicht vor, als stünde eine wichtige Prüfung an. Die Aufgaben verteilen wir in der Familie so, dass niemand überfordert wird. Ich jage nicht der Perfektion hinterher, und wenn etwas ausfällt, ist das kein Weltuntergang.

Diese Haltung verhindert schon, dass der Absturz im Januar zu heftig wird: Ich falle nicht vom Gipfel der Vorstellung perfekter Feiertage zurück in die Realität, sondern wechsle aus einem ausgeglicheneren Rhythmus in die Winterstille.

Halt in den dunkleren Wochen

Meine sicherste Stütze nach den Feiertagen, um gute Laune zu bewahren, ist, dass ich schon zu Jahresbeginn anfange, Reisen zu planen. (Oft fahren wir auch nach den Feiertagen ein paar Tage weg, denn allein dieser kleine Ausbruch aus dem Alltag verändert die Tage nach Weihnachten komplett.) Im Januar hole ich meinen Kalender hervor und plane das kommende Jahr: Ich schaue mir Möglichkeiten an, achte auf Ferien und Feiertage, suche günstige Tickets. Buchen muss ich noch nicht, aber allein die Vorstellung, wie sich unser Jahr rhythmisch entfaltet, gibt mir Energie. So wird der Winter für mich viel leichter und ich empfinde ihn nicht als endlose graue Zeit.

Nahaufnahme eines gelangweilt wirkenden Frauengesichts

Ein Gartenrefugium im Winter

Früher freute ich mich erst im Frühling auf den Garten, doch seit ich ein Gewächshaus habe, sieht der Winter ganz anders aus. Egal ob Regen oder Wind, ich kann jederzeit hinausgehen und in meinem kleinen grünen Rückzugsort verweilen. Besonders magisch ist es, wenn ich von drinnen das Trommeln des Regens höre – als wäre ich in einer eigenen kleinen Welt, in der alles langsamer und friedlicher abläuft. Natürlich ist das Gärtnern nicht dasselbe wie im Frühling, und große Arbeiten stehen nicht an, aber der Duft der Erde, die frische Luft und das Wissen, dass die Natur leise vorbereitet, heben mich auf eine andere Ebene.

Wenn der Rhythmus der Natur zur Entschleunigung einlädt

Es hilft sehr, den Januar nicht als echten Jahresbeginn zu sehen. Die Natur hat gerade die kürzesten Tage hinter sich, alles ruht und vertieft sich – draußen fängt noch nichts neu an. Ich lasse mich von diesem Tempo einladen und widerstehe nicht: Ich erwarte keinen heldenhaften Schwung oder dramatische Neuausrichtungen, sondern erlaube dem Winter, mich sanft einzuhüllen. Es tut gut, in der Stille und Wärme zu sein, die im Sommer eingelagerten Köstlichkeiten hervorzuholen und so weniger kochen zu müssen…

Weil ich keinen großen Sprung machen will, nehme ich es nicht als Niederlage, wenn meine Energie dann niedriger ist.

Diese Einstellung nimmt enormen Druck nach den Feiertagen weg: Das Funkeln fehlt nicht, weil ich nicht erwarte, dass es weitergeht.

Vegane Wintercremesuppe mit Kürbis

Verbindungen, die durch graue Tage helfen

Stille ist schön, aber Einsamkeit weniger. Deshalb achte ich im Januar besonders darauf, Menschen zu treffen, die mir Energie geben. Leider begegnet man in diesen Wochen seltener zufällig auf der Straße oder bei Veranstaltungen, doch dagegen kann man leicht etwas tun. Ich sorge dafür, dass der Kontakt nicht abbricht: Wir verabreden uns auf einen Kaffee, gehen zu einem Vortrag, schauen uns eine neue Ausstellung an oder gehen saunieren

Es geht meist nicht darum, dass der Januar langweilig ist oder „nichts Interessantes“ bietet, sondern darum, dass wir die Chancen nicht sehen, weil wir unsere Tage noch an das Tempo und die großen Pläne aus dem Dezember messen. Dabei sind unsere Freunde und Liebsten genauso da und warten vielleicht genauso auf Begegnungen wie wir. Wenn wir bewusst kleine gemeinsame Aktivitäten, vertraute Treffen und neue Impulse suchen, zeigt sich schnell: Im Januar gibt es mindestens genauso viele Möglichkeiten.

Heute fürchte ich die Stille nach den Feiertagen nicht mehr, denn diese Wochen nehmen mir nichts weg, sondern schenken mir den Teil zurück, der im Trubel des Jahresendes oft zu kurz kommt. Und wenn die Tage wieder länger werden, denke ich immer: Es war gut, mir diese stille Zeit zu gönnen, denn dabei habe ich langsam wieder zu mir selbst gefunden.

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