Geschwisterbeziehungen sind die längsten Beziehungen, die die meisten von uns führen – länger als Freundschaften, oft länger als Partnerschaften, manchmal sogar länger als die Zeit mit den Eltern. Und sie sind seltsam zäh: Man kann sich jahrelang kaum sehen und doch in fünf Minuten wieder im alten Ton sprechen. Die Astrologie behauptet nicht, Familien erklären zu können. Aber sie beschreibt Temperamente – und manche Temperamente halten diesen Faden einfach besonders fest in der Hand.
Krebs: Hüterin der gemeinsamen Erinnerung
Der Krebs ist das Zeichen des Gedächtnisses. Er weiß noch, wie das Zimmer roch, in dem ihr euch die Etagenbetten geteilt habt, und welches Lied im Auto lief, als ihr in den Urlaub gefahren seid. Krebse sind oft diejenigen, die Fotos sortieren, Geburtstage nie vergessen und bei Familientreffen instinktiv dafür sorgen, dass niemand allein in der Ecke sitzt.
In Geschwisterbeziehungen übernimmt der Krebs gern die Rolle der weichen Mitte – auch dann, wenn er selbst der Jüngste ist. Das macht ihn verlässlich, kann ihn aber auch überfordern: Wer das Familiengedächtnis verwaltet, trägt mehr, als andere sehen. Ein Krebs tut sich leichter, wenn Geschwister ihm ab und zu sagen: Du musst das nicht alles zusammenhalten.




