Wer putzt schon gerne? Die meisten von uns verbringen bereits genug Zeit mit Haushaltsaufgaben – und trotzdem schleicht sich das schlechte Gewissen ein, wenn irgendwo ein Staubkorn liegt. Doch Experten sind sich einig: Es gibt mindestens fünf Bereiche in der Wohnung, die wir viel zu häufig reinigen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern kann sogar Schaden anrichten.
Fenster putzen
Wer bei jedem Regentropfen zum Fensterleder greift, verschwendet wertvolle Zeit. Ja, Witterung und Staub hinterlassen Spuren auf dem Glas – aber eine gründliche Fensterreinigung alle drei Monate reicht völlig aus. Dann am besten auch Rahmen und Ecken sorgfältig reinigen und lackierte Flächen pflegen.
Damit die Fenster länger sauber bleiben, lohnt es sich, beim Lüften die Rollläden herunterzulassen oder Jalousien zu schließen. So gelangt deutlich weniger Staub ans Glas.
Fliesen und Fugen
Badezimmerfliesen und Fugen werden oft zu aggressiv und zu häufig geschrubbt – dabei schadet das auf Dauer mehr als es nützt. Starke Reinigungsmittel greifen das Fugenmaterial an und beschleunigen dessen Erosion. Einmal pro Woche die Fliesen abwischen ist völlig ausreichend, die Fugen müssen nur etwa einmal im Quartal gründlich gereinigt werden.
Auch Essig- oder Zitronensäurereiniger sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Heute gibt es schonendere Alternativen, die genauso effektiv reinigen, ohne die Oberflächen anzugreifen.
Den Kühlschrank reinigen
Viele glauben, der Kühlschrank müsse wöchentlich geputzt werden – dabei reicht eine gründliche Reinigung einmal im Monat völlig aus. Am besten mit einem naturbasierten Reinigungsmittel die Innenflächen abwischen, um unangenehme Gerüche und Bakterien zu vermeiden.
Wichtig: Lebensmittelreste sofort entfernen und regelmäßig abgelaufene Produkte aussortieren – das verhindert, dass sich Mikroorganismen überhaupt erst vermehren können.
Teppiche saugen
In belebten Haushalten greift man schnell täglich zum Staubsauger. Doch das tägliche Saugen verkürzt die Lebensdauer von Teppichen spürbar. Wenn kein Haustier oder Kleinkind im Haushalt lebt, reicht es, ein- bis zweimal pro Woche zu saugen – so behalten Teppiche länger ihre Form und Struktur.
Größere Verschmutzungen sollten natürlich sofort entfernt werden. Eine Tiefenreinigung ist sinnvoll, aber nur etwa einmal im Quartal nötig.
Kleidung zu oft waschen
Das ist wohl die häufigste Reinigungsgewohnheit, die wir kaum hinterfragen: Kleidung landet nach einmaligem Tragen fast automatisch im Wäschekorb. Dabei schadet zu häufiges Waschen den Farben und Fasern erheblich. Wer nicht stark geschwitzt hat, muss ein Kleidungsstück nicht sofort waschen.
Viel besser: Kleidung einfach auslüften oder mit einem Dampfbügeleisen auffrischen. Erst wenn ein Stück wirklich schmutzig ist, gehört es in die Maschine. So schonst du nicht nur deine Kleidung, sondern auch die Umwelt – und sparst Strom und Wasser.











