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5 Gründe, warum Multitasking eigentlich Energieverschwendung ist

Margarete Wolf3 Min. Lesezeit
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5 Gründe, warum Multitasking eigentlich Energieverschwendung ist — Gesundheit
In diesem Artikel

Lange dachte ich, dass Multitasking eine Art Superkraft ist. Wenn ich mehrere Dinge gleichzeitig erledige, bin ich effizienter, komme schneller voran und schaffe mehr an einem Tag. Gerade im Homeoffice hat mich das oft dazu verleitet, noch mehr gleichzeitig zu machen, selbst in meiner halbstündigen Mittagspause. Manchmal beantworte ich beim Essen E-Mails, reagiere auf Nachrichten und plane schon die nächsten Aufgaben. Doch irgendwann begann ich mich zu fragen: Ist das wirklich effektiv? Oder sieht es nur so aus, als würde ich viel gleichzeitig schaffen?

Psychologische Studien zeigen, dass unser Gehirn eigentlich kein echtes Multitasking kann. Vielmehr handelt es sich um schnelle Wechsel zwischen Aufgaben, die viel Energie kosten.

Unser Gehirn mag keine ständigen Aufgabenwechsel

Beim Wechsel von einer Aufgabe zur nächsten muss sich das Gehirn jedes Mal neu „einstellen“. Das kostet Energie und Zeit. Deshalb sind wir am Ende des Tages oft müder, als wenn wir die Aufgaben nacheinander erledigt hätten. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf mehrere Dinge gleichzeitig verteilen, bekommt jede Aufgabe weniger Fokus. Das führt leicht zu Fehlern, die wir später korrigieren müssen – und das kostet noch mehr Zeit.

Geschäftsfrau telefoniert und macht Notizen

Multitasking schwächt die Konzentration

Ständige Unterbrechungen erschweren tiefes, fokussiertes Arbeiten. Dabei ist genau das bei den meisten Aufgaben entscheidend. Durch das ständige Wechseln wird unser Geist schnell zerstreut.

Fokussierte Frau bei der Arbeit

Die Erholung verschwindet aus dem Tag

Eine versteckte Gefahr im Homeoffice ist, dass die Grenzen leicht verschwimmen. Die Mittagspause wird zur schnellen E-Mail-Zeit, die kurze Pause zur nächsten Aufgabe. Dabei ist Erholung keine Zeitverschwendung. Im Gegenteil: Echte Pausen laden unsere Energie wieder auf.

Frau hält eine durchsichtige Kaffeetasse in der Hand

Die ständige „Beschäftigung" erzeugt eine Illusion

Wenn wir mehrere Dinge gleichzeitig tun, haben wir oft das Gefühl, sehr produktiv zu sein. Doch das ist häufig nur Schein. Tatsächlich bearbeiten wir viele kleine Aufgaben, während die wichtigen Dinge langsamer vorankommen.

Frauenhand auf Laptop-Tastatur

Es kann leicht zu Burnout führen

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit ständig aufteilen, ist das langfristig auch mental sehr anstrengend. Das ständige Wechseln ermüdet das Gehirn und kann schnell zu Überforderung führen. Deshalb ist es wichtig, zwischendurch innezuhalten und zu überlegen, ob es wirklich nötig ist, alles gleichzeitig zu machen.

Frau arbeitet noch spät am Abend

Wo liegt die Grenze?

Die wohl schwierigste Frage ist: Woran erkennen wir, dass Multitasking nicht mehr nützlich, sondern Energieverschwendung ist?

Ein Zeichen ist, wenn wir am Ende des Tages das Gefühl haben, den ganzen Tag beschäftigt gewesen zu sein, aber kaum vorangekommen zu sein.

Ein weiteres ist, wenn unsere Aufmerksamkeit ständig zerstreut ist und wir uns kaum auf eine Aufgabe konzentrieren können. Dann lohnt es sich, kurz innezuhalten und sich zu fragen: Was ist die eine Sache, auf die ich mich jetzt wirklich fokussieren sollte?

Stolze, zufriedene Frau bei der Arbeit

Wie zieht man Grenzen?

Grenzen zu setzen beginnt oft mit kleinen Schritten. Zum Beispiel, indem wir uns jeweils nur auf eine Aufgabe konzentrieren. Oder indem wir die Mittagspause wirklich als Pause nutzen. Manchmal hilft es schon, sich bewusst zu erlauben, nicht sofort auf alles reagieren zu müssen. Multitasking ist verlockend, weil wir glauben, mehr zu schaffen. Doch oft passiert genau das Gegenteil: Wir verbrauchen mehr Energie und kommen weniger voran. Vielleicht ist die einfachste Lösung die effektivste: eine Sache nach der anderen erledigen.

Über die Autorin

Margarete Wolf

Margarete Wolf schreibt über Beziehungen, Familie und die stille emotionale Wetterlage, die beides prägt. Sie interessiert sich für das, was andere auslassen — die Schwiegereltern, den Hund, die Freundschaft, die in den Dreißigern komisch wurde — und nimmt es genauso ernst wie die großen Themen.

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