Hautprobleme können viele Ursachen haben – von Genetik über Stress bis hin zu bestimmten Lebensmitteln und Getränken, die Entzündungen fördern und hormonelle Veränderungen auslösen können. So verschlechtert sich der Zustand unserer Haut. Das Magazin Eat This, Not That! hat kürzlich mit Dermatologen über solche Lebensmittel gesprochen. Hier sind die wichtigsten Kandidaten!
Hafermilch
Hafermilch ist in den letzten Jahren eine der beliebtesten Milchalternativen geworden – laktosefrei, cremig und reich an Ballaststoffen. Kinderdermatologe und kosmetischer Chirurg Karan Lal warnt jedoch: „Der hohe Kohlenhydratgehalt der Hafermilch kann Pickel begünstigen. Das habe ich bei meinen Patienten schon oft beobachtet.“ Wenn du also nach dem Genuss von Hafermilch Hautentzündungen oder eine Verschlechterung bestehender Probleme bemerkst, lohnt sich ein Wechsel zu einer anderen Alternative.
Molkenprotein
Molkenprotein wird vielen Smoothies und Shakes zugefügt, um den Muskelaufbau zu fördern. Dermatologin Dr. Emily Wood erklärt jedoch, dass es auch Hautprobleme verursachen kann: „Konzentriertes Molkenprotein ist, als würdest du 6 bis 12 Liter Milch auf einmal trinken. Das erhöht den insulinähnlichen Wachstumsfaktor (IGF-1), der Hormone wie Androgene und Östrogen steigert und das übermäßige Wachstum von Hautzellen (Keratinozyten) fördert.“ Diese Kombination kann leicht Entzündungen, verstopfte Poren und Pickel auslösen.
Lebensmittel mit hohem glykämischen Index
Lebensmittel mit hohem glykämischen Index wie zuckerhaltige Softdrinks, Weißbrot, Kuchen oder weißer Reis lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, was Entzündungen in der Haut fördern kann. „Das steigert die Ölproduktion der Haut und verstopft leicht die Poren“, erklärt Dr. Wood. Dr. Lal ergänzt: „Zucker nährt außerdem Bakterien und Pilze, die Pickel verursachen. Versuch lieber natürliche Süßigkeiten wie Obst.“
Nahrungsergänzungsmittel mit B6- und B12-Vitaminen
Viele nehmen B-Vitamine, um mehr Energie zu haben oder gesünderes Haar zu fördern. Dr. Wood warnt jedoch, dass diese Vitamine – besonders in hohen Dosen – die natürliche Bakterienflora der Haut verändern können. Besonders das Bakterium Propionibacterium acnes, das eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Pickeln spielt, wird beeinflusst. Wenn du zu Pickeln neigst, sprich besser zuerst mit einem Arzt, bevor du B-Vitamine einnimmst.
Zu viel Jod
Viele konsumieren Meeresalgen oder Kelp-Ergänzungen, weil sie glauben, dass sie der Haut guttun. Dr. Wood warnt jedoch, dass zu viel Jod – das in diesen Ergänzungen oder manchen Shakes steckt – Pickel verschlimmern kann. Jod kann Entzündungen und Ölproduktion der Haut steigern, was Hautprobleme begünstigt. Achte also darauf, was du trinkst oder einnimmst, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Magermilch
Magermilch kann wegen ihres höheren Zuckergehalts die Haut verschlechtern. Wenn du deine Haut schützen möchtest, sind Mandelmilch oder Vollmilchprodukte oft bewusstere Alternativen.
Sojaprotein
Sojaprotein ist die Basis vieler vegetarischer und veganer Ernährungsweisen. Dr. Lal erklärt: „In größeren Mengen kann es bei manchen Menschen Pickel verursachen.“ Die gute Nachricht: Du musst nicht komplett darauf verzichten, sondern solltest es eher in Maßen genießen.
Vergiss nicht, dass der Zustand deiner Haut von vielen Faktoren abhängt – auch davon, was du isst und trinkst. Wenn du hartnäckige Pickel vermeiden möchtest, lohnt es sich, diese Lebensmittel zu beobachten und lieber hautfreundlichere Alternativen zu wählen. Denn schöne, strahlende Haut beginnt von innen, und bewusste Ernährung ist einer der besten Wege, sie zu erreichen.











