Der hektische Morgen ist für viele vertraut: Ein Bissen Toast, ein schneller Kaffee und schon nehmen wir unsere täglichen Vitamine und Mineralstoffe ein.
Obwohl es sinnvoll erscheint, den Tag mit wichtigen Nährstoffen zu starten, solltest du bestimmte Vitamine und Mineralstoffe nicht auf nüchternen Magen oder zusammen mit Kaffee einnehmen – manche können sogar dein Wohlbefinden beeinträchtigen.
Good Housekeeping hat kürzlich darauf hingewiesen, dass es drei häufige Nahrungsergänzungsmittel gibt, die Ernährungsberater morgens lieber vermeiden. Lass uns genau anschauen, welche das sind!
1. Eisen
Eisen ist unverzichtbar für die Blutbildung und den Sauerstofftransport in den Zellen. Es hilft, Eisenmangelanämie vorzubeugen – ein Zustand, der oft mit Müdigkeit und Schwäche einhergeht. Trotzdem ist der Zeitpunkt der Einnahme entscheidend.
Auf nüchternen Magen kann Eisen Übelkeit, Brechreiz oder sogar Magenschmerzen verursachen. Selbst nach dem Frühstück kann zu viel Eisen Verstopfung begünstigen – besonders wenn du nicht daran gewöhnt bist.
Außerdem verträgt sich Eisen nicht gut mit Kaffee. „Der in Kaffee enthaltene Chlorogensäure-Polyphenolkomplex bindet Eisen während der Verdauung, sodass der Körper es schlechter aufnehmen kann“, erklärt Ernährungsberaterin Cheryl Mussatto.
Was kannst du tun?
Die Expertin empfiehlt: „Wer Eisen einnimmt, sollte mindestens 1–2 Stunden nach dem Morgenkaffee warten, bevor er die Tablette nimmt.“
Achte außerdem darauf, die empfohlene Tagesdosis von 18 mg nicht zu überschreiten und nimm Eisen immer zusammen mit einer Mahlzeit ein!
2. Magnesium
Magnesium – besonders in Form von Magnesiumglycinat – ist für seine beruhigende Wirkung bekannt. Es wird oft bei Schlafproblemen, stressigen Tagen oder Muskelkrämpfen empfohlen.
Eine Studie aus dem Jahr 2024 im American Journal of Lifestyle Medicine bestätigt: Magnesium hilft, den GABA-Spiegel (Gamma-Aminobuttersäure) zu regulieren, der eine Schlüsselrolle bei der Beruhigung des Nervensystems sowie der Entspannung von Muskeln und Geist spielt.
Deshalb ist Magnesium morgens nicht ideal – es kann Schläfrigkeit und Müdigkeit verursachen, was deine Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Was kannst du tun?
Magnesium solltest du lieber abends nach dem Essen oder direkt vor dem Schlafengehen einnehmen, um abends besser zu entspannen und erholsamer zu schlafen.
3. Vitamin A
Vitamin A ist wichtig für gutes Sehen und wirkt als starkes Antioxidans. Allerdings gibt es einen kleinen Haken: Dieses Vitamin ist fettlöslich. Das bedeutet, ohne eine fetthaltige Mahlzeit kann dein Körper es nicht richtig aufnehmen.
Das gilt nicht nur für Vitamin A, sondern auch für andere fettlösliche Vitamine wie D, E und K.
Was kannst du tun?
Kombiniere Vitamin A zum Frühstück mit gesunden Fetten – zum Beispiel Avocado, Ei, ölhaltigen Nüssen oder einem cremigen Joghurt –, um die Aufnahme zu maximieren.
Das richtige Timing ist Gold wert
Nahrungsergänzungsmittel können helfen, Nährstoffe zu ergänzen, die in der täglichen Ernährung fehlen. Doch nicht nur die Wahl der Mittel zählt, sondern auch wann und wie du sie einnimmst.
Diese drei häufigen Vitamine und Mineralstoffe können morgens mehr schaden als nützen – sei es durch verminderte Aufnahme, Magenprobleme oder Müdigkeit im Tagesverlauf.
Wenn du unsicher bist, wann du ein Vitamin oder Mineralstoffpräparat einnehmen solltest, frag am besten deinen Hausarzt oder eine Ernährungsfachkraft. Das gilt besonders, wenn du dir nicht sicher bist, ob du ein bestimmtes Supplement überhaupt brauchst.
Mit der richtigen Auswahl und bewussten Einnahme kannst du nicht nur deinen Tag verbessern, sondern auch deine allgemeine Gesundheit stärken.











