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Angst kann Nährstoffmangel auslösen – so vermeidest du das

Deborah Keller3 Min. Lesezeit
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Angst kann Nährstoffmangel auslösen – so vermeidest du das — Gesundheit

Viele von uns nehmen sich nur selten wirklich Zeit zum Entschleunigen – meist nur im Urlaub oder bei einem längeren Wochenende. Dann genießen wir das Essen bewusster, hetzen nicht und lassen uns ganz auf die Aromen ein. Wir fühlen uns energiegeladen, glücklich und entspannt – bis wir plötzlich schon wieder auf dem Heimweg sind. Das nennt man den Urlaubsparadoxon: Unsere Zeitwahrnehmung richtet sich danach, wie angenehm wir die Zeit verbringen, was sich auch auf unser Essverhalten auswirkt. 

Stress blockiert wichtige Nährstoffe

Wenn du entspannt isst – egal ob im Urlaub oder nicht – ist dein Körper empfänglicher für das Erlebnis und kann die Vorteile deiner Mahlzeit voll ausschöpfen. Warum? Weil du einen Teil des Alltagsstresses losgelassen hast. Stress ist nämlich nicht nur unangenehm, sondern auch der größte Nährstoffräuber.

Wenn du gestresst isst, kann dein Körper die Makronährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe aus deiner Nahrung nicht vollständig aufnehmen.

Du kannst deinen Teller mit Grünkohl, Quinoa, Lachs, Avocado und anderen super nährstoffreichen Lebensmitteln füllen – aber wenn du beim Essen ängstlich oder angespannt bist, bekommt dein Körper nicht alle Nährstoffe, die er eigentlich aufnehmen könnte. Was in deinem Kopf passiert, ist genauso wichtig wie das, was auf deinem Teller liegt.

Natürlich gilt auch: Wenn du zwar entspannt und ausgeruht bist, aber vorverarbeitete, minderwertige Lebensmittel isst, kannst du daraus keine nährstoffreichen Kraftpakete zaubern. Die beste Kombination ist also Entspannung, ein ausgewogener Lebensstil und hochwertige Ernährung.

Dein Geist und deine Ernährung hängen zusammen – beide sind wichtig, wenn du dich ausgewogen ernähren möchtest. Wenn du beim Essen nervös, besorgt oder angespannt bist, wirkt sich das auch auf deinen Körper aus. Und manchmal merkst du vielleicht gar nicht, dass du gestresst bist – aber jede Störung beim Essen bringt ein bisschen Stress mit sich.

Schuldgefühle, Gesundheitsängste oder Scham über deine Entscheidungen lösen ebenfalls Stress aus. Schon ein einziger solcher Gedanke aktiviert dein sympathisches Nervensystem und startet die Stressreaktion – den sogenannten Kampf-oder-Flucht-Modus. Dein Körper fühlt sich bedroht und startet Schutzmechanismen.

Wie reagiert dein Körper auf Stress?

Was passiert also, wenn du gestresst bist? Dein sympathisches Nervensystem sorgt dafür, dass dein Körper mehr Cortisol (Stresshormon) produziert. Deine Muskeln spannen sich an. Dein Herz schlägt schneller. Dein Blutdruck steigt. Dein Blutzuckerspiegel erhöht sich. Und dein Verlangen nach zucker- und kohlenhydratreichen Lebensmitteln wächst.

Deine Schilddrüse wird träge, dein Stoffwechsel verlangsamt sich. Im schlimmsten Fall stoppt die Verdauung und dein Immunsystem wird geschwächt.

Wie soll dein Körper da eine bunte, nährstoffreiche Mahlzeit verarbeiten, die du dir zubereitet hast? Kurz gesagt: gar nicht oder nur unvollständig. Stress bringt deinen Körper in den Verteidigungsmodus, spart Energie und speichert mehr Fett – statt die Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Außerdem können deine Sinne beeinträchtigt sein, sodass das Essen nicht mehr so gut schmeckt wie in entspanntem Zustand.

Langfristig schadet dieser Stress nicht nur deiner Verdauung, sondern auch deiner Darmgesundheit. Die Darmschleimhaut wird geschwächt, was sich negativ auf dein Mikrobiom und deine Darmbakterien auswirkt. All das passiert durch belastende Gedanken, die neben deiner Seele auch deinen Körper angreifen. Wenn du also gesund und ausgeglichen leben möchtest, versuche, so viel Stressquellen wie möglich zu vermeiden und genieße deine Mahlzeiten in Ruhe und mit nährstoffreichen Lebensmitteln.

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