Die heilenden Kräfte des Veilchens waren schon in der Antike bekannt, wo es bei vielen Krankheiten breit eingesetzt wurde, da es im Frühling für fast jeden leicht zugänglich war. Man glaubte damals an seine reinigende Wirkung, weshalb bei großen Festen und Feiern Kränze aus Veilchen geflochten und auf den Kopf gesetzt wurden. Nach der Blüte wurde das frische Veilchen getrocknet, um es später bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden verwenden zu können. Eine Liebeswirkung wurde ihm ebenfalls zugeschrieben, weshalb sein Extrakt in Liebestränke gemischt wurde, um die Herzen der Auserwählten zu erobern. In Rom streuten wohlhabende Bürger es in ihre Getränke, da sie glaubten, dass Veilchen sie reinigt und vor Kater und Unwohlsein schützt.
Auch historische Herrscher erkannten die kulinarische Bedeutung und die Rolle des Veilchens in der Schönheitsindustrie. Königin Elisabeth liebte kandierte Veilchen und fügte sie vielen Fleischgerichten und Salaten hinzu. Napoleon schätzte diese lila Kostbarkeit, und Maria Luise stellte bereits Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts Parfüm daraus her.
Die vielseitige Heilkraft des Veilchens
Auch heute kann Veilchen bei vielen Krankheiten helfen. Sein Blättertee wirkt hustenstillend, schleimlösend und natürlich fiebersenkend, was ihn besonders wirksam bei Erkältungen und grippalen Infekten macht. Er bringt den Körper zum Schwitzen, wodurch Giftstoffe ausgeschieden werden und sich unser ganzer Körper entspannt. Dank seiner ausgezeichneten schleimlösenden Wirkung kann er auch bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden und lindert Symptome von Asthma und Bronchitis. Der aufgebrühte Veilchenblütenaufguss kann bei Bindehautentzündungen sowie bei Wunden und Entzündungen im Mund helfen. Das ausgepresste Öl wird erfolgreich gegen Kopfgneis bei Babys verwendet. Diese lila Heilpflanze kann den Blutdruck regulieren und ist daher auch bei Herz-Kreislauf-Beschwerden eine wertvolle Unterstützung.

Lila Wunder – vollgepackt mit Antioxidantien
Veilchen enthält viele wertvolle Antioxidantien und Flavonoide, die entzündungshemmend wirken und helfen können, schädliche Bakterien sowie freie Radikale im Körper zu bekämpfen. Mit seinem hohen Gehalt an Vitamin E und C stärkt es unser Immunsystem und unterstützt dank seiner desinfizierenden Wirkung eine effektive Entgiftung.
Wegen seiner Antioxidantien kann Veilchen auch bei bestimmten Hauterkrankungen helfen – von außen und innen. Es fördert die Zellregeneration, beschleunigt die Wundheilung und lindert Symptome von Psoriasis und Ekzemen. Außerdem ist es ein starker Verbündeter im Kampf gegen Pickel – kein Wunder, dass viele Akne-Produkte Veilchenöl oder Extrakte enthalten.
Darüber hinaus ist Veilchen sehr wohltuend für die Verdauung: Es bindet überschüssige Magensäure, regt Leber und Nieren an und reinigt den Körper von schädlichen Giftstoffen.
Deshalb ist Veilchen eine hervorragende Wahl, wenn du im Frühling an Entschlackung und Entgiftung denkst – es unterstützt die Darmgesundheit und kann sogar beim Abnehmen helfen.

Wie kannst du Veilchen anwenden?
Um die beschriebenen Heileffekte zu erzielen, solltest du genau auswählen, in welcher Form du das wunderbare Veilchen verwendest. Ein Tee daraus kann Erkältungssymptome lindern, rheumatische Beschwerden mildern und bei Verdauungsproblemen helfen. In Form einer Tinktur eignet es sich besonders zur Hustenlinderung und Schleimlösung. Bei Hautproblemen wie Entzündungen ist das Einreiben die beste Methode, um Beschwerden zu mildern. Für rissige Haut, Bindehautentzündungen und andere Hautreizungen empfiehlt die Fachliteratur und Wissenschaft Veilchenwickel.
Natürlich solltest du dich vor der Anwendung immer gut informieren und mit deinem Arzt sprechen, denn wie bei allem können auch beim Veilchen Nebenwirkungen oder unerwartete Reaktionen auftreten. Zum Beispiel kann die aus der Wurzel hergestellte milde Abführmittelwirkung bei übermäßigem Gebrauch Erbrechen verursachen, da es Saponine enthält.











