Bien Logo

Deine erfolgreiche Kollegin ist nicht deine Feindin – so motiviert ihr euch gegenseitig

Isabella Schmidt3 Min. Lesezeit
Teilen:
Deine erfolgreiche Kollegin ist nicht deine Feindin – so motiviert ihr euch gegenseitig — Lebensstil
In diesem Artikel

Als ich zum ersten Mal durch die Tür meines neuen Arbeitgebers trat, war ich aufgeregt, nervös und voller Erwartungen. Was ich nicht erwartet hatte: dass mich ausgerechnet eine Kollegin so nachhaltig prägen würde – und zwar auf eine Art, die ich zunächst überhaupt nicht kommen sah.

Die erste Person, die mir auffiel, war Eva. Sie arbeitete schon lange im Unternehmen, wirkte souverän, zielstrebig, fast mühelos kompetent. Mein erster Gedanke? Die ist unerreichbar. Mein Gedanke ein paar Monate später? Völlig anders.

Zusammenarbeit schlägt Konkurrenz – immer

Als Frau im Berufsleben spürt man diesen unausgesprochenen Druck manchmal deutlich: Wenn eine andere Frau besonders erfolgreich ist, entsteht schnell das Gefühl, man müsse mit ihr konkurrieren. Dabei liegt die eigentliche Stärke woanders – nämlich darin, sich gegenseitig zu unterstützen und voranzubringen.

Eva und ich arbeiteten bald an gemeinsamen Projekten. Und je mehr wir zusammenarbeiteten, desto klarer wurde mir: Gegenseitiger Respekt und echte Unterstützung beschleunigen die eigene Entwicklung enorm. Wissen zu teilen, statt es zu horten – das öffnete uns beiden Türen, die wir alleine vielleicht nie gefunden hätten.

Ihr Erfolg ist kein Angriff auf deinen

Als Eva befördert wurde, hätte ich neidisch sein können. Stattdessen fühlte ich etwas Unerwartetes: Motivation. Ihr Aufstieg zeigte mir, was möglich ist – und spornte mich an, in meinem eigenen Bereich mehr aus mir herauszuholen.

Mit der Zeit erkannte ich: Eifersucht kostet Energie, Neugier bringt sie. Die Frage „Was kann ich von ihr lernen?" war befreiender als jedes Konkurrenzdenken. Ihr Erfolg war kein Spiegel meiner Unzulänglichkeit – er war eine Einladung, weiterzuwachsen.

Voneinander lernen – ganz konkret

Wann immer eine von uns eine Konferenz oder ein Fachseminar besuchte, tauschten wir danach die wichtigsten Erkenntnisse aus. Kein großes Ritual – einfach ein kurzes Gespräch, eine geteilte Notiz, ein Hinweis auf einen spannenden Ansatz.

Für manche Kolleginnen wirkte das anfangs ungewohnt. Aber die Ergebnisse sprachen für sich: Wenn wir unsere unterschiedlichen Stärken und Perspektiven zusammenbrachten, erreichten wir gemeinsam Dinge, die alleine kaum möglich gewesen wären.

Dieser Prozess hat mir gezeigt, dass in uns allen ein Potenzial steckt, das oft ungenutzt bleibt – und das sich durch eine echte, unterstützende Beziehung am Arbeitsplatz entfalten kann.

Die Verbindung über den Job hinaus pflegen

Die stärksten beruflichen Beziehungen wachsen oft dann, wenn man den Schreibtisch hinter sich lässt. Eva und ich trafen uns regelmäßig nach der Arbeit – mal zum Abendessen, mal auf einen Kaffee, manchmal einfach ins Kino.

Diese Momente ermöglichten uns, einander nicht nur als Kolleginnen, sondern als Menschen kennenzulernen. Das Vertrauen, das dabei entstand, war in der gemeinsamen Arbeit deutlich spürbar – und machte unsere Zusammenarbeit noch stärker.

Als Frau muss man nicht alles alleine stemmen. Wir können uns aufeinander stützen, uns gegenseitig inspirieren – und gemeinsam mehr erreichen, als wir es je alleine könnten.

Unterstützung trägt weiter als Rivalität

Die erfolgreiche Kollegin ist nicht deine Konkurrentin. Sie ist jemand, von dem du lernen kannst, der dich inspiriert – und mit dem du gemeinsam wachsen kannst.

Wähle Unterstützung statt Konkurrenz, Zusammenarbeit statt Misstrauen, Wissensaustausch statt Abgrenzung. Wenn Frauen sich gegenseitig stärken, entstehen Erfolge, die alleine oft unerreichbar scheinen. Das ist keine naive Wunschvorstellung – das ist gelebte Erfahrung.

Passende Artikel

10 kleine Gewohnheiten der reichsten Menschen der Welt, die du dir aneignen solltest — Lebensstil

10 kleine Gewohnheiten der reichsten Menschen der Welt, die du dir aneignen solltest

Der Lebensstil der reichsten Menschen wirkt für viele unerreichbar, doch ihre kleinen Gewohnheiten kannst auch du ganz einfach in deinen Alltag integrieren.

Isabella Schmidt
5 toxische Arbeitsdynamiken, die dich still und leise auslaugen — Lebensstil

5 toxische Arbeitsdynamiken, die dich still und leise auslaugen

Diese Muster wirken oft harmlos – doch langfristig rauben sie dir Energie, Motivation und mentale Gesundheit. Erkennst du sie bei dir?

Isabella Schmidt
Sie sagte ein Jahr lang zu allem Nein – und ihr Leben veränderte sich von Grund auf — Lebensstil

Sie sagte ein Jahr lang zu allem Nein – und ihr Leben veränderte sich von Grund auf

Emily Johnson strich ein ganzes Jahr lang alles Überflüssige aus ihrem Leben. Was danach kam, hat sie selbst überrascht – und könnte auch dich zum Nachdenken bringen.

Isabella Schmidt
Du wirst nie vollständig bereit sein – wie ich mit dem Impostor-Syndrom umgehe — Lebensstil

Du wirst nie vollständig bereit sein – wie ich mit dem Impostor-Syndrom umgehe

Das Impostor-Syndrom kennen viele – dieser nagende Zweifel trotz echter Erfolge. Barbara Weber teilt ihre persönlichen Erfahrungen und wie sie lernte, damit umzugehen.

Barbara Weber
„Nach 8 Jahren hab ich gekündigt – und zwar so, dass alle sprachlos waren" — Lebensstil

„Nach 8 Jahren hab ich gekündigt – und zwar so, dass alle sprachlos waren"

Toxische Chefs, demütigende Meetings, endlose Überstunden – diese Menschen haben irgendwann genug gehabt. Ihre Kündigungen? Unvergesslich.

Angela Fischer
Wenn dein Partner dich nach jedem Streit mit Schweigen bestraft – so durchbrichst du die Mauer — Lebensstil

Wenn dein Partner dich nach jedem Streit mit Schweigen bestraft – so durchbrichst du die Mauer

Emotionaler Rückzug ist eines der zerstörerischsten Muster in Beziehungen. Was dahintersteckt – und wie ihr gemeinsam wieder zueinander findet.

Zelie O.