Hauptursache sind verschiedene Pilzkrankheiten, die sich schnell ausbreiten und oft irreparable Schäden verursachen. Dazu kommen die durch den Klimawandel längeren, heißen Sommer und extreme Wetterlagen, die diesen einst fast unzerstörbaren Immergrünen zusetzen.
Wenn du also denkst, es ist Zeit, dich von deinen Thujen zu verabschieden, aber trotzdem nicht auf einen grünen Sichtschutz oder einen auch im Winter attraktiven Garten verzichten möchtest, zeigen wir dir, welche Alternativen sich lohnen!
Arizona-Zypresse – der Botschafter mediterraner Stimmung
Dieser schnell wachsende, kegelförmige Zierbaum verträgt auch heiße, trockene Sommer bestens – perfekt für Gärten, die sensibel auf den Klimawandel reagieren. Mit einer Höhe von 20–25 Metern bleibt die Arizona-Zypresse mit ihrem attraktiven, bläulich-grauen Laub das ganze Jahr über ein markantes Element in deinem Garten. Aber vergiss nicht: Sie wird wirklich groß!
Jung ist sie zwar frostempfindlich, doch an einem geschützten Standort gedeiht sie hervorragend. Da sie selten von Schädlingen befallen wird, ist sie zudem relativ pflegeleicht.
Virginischer Wacholder – natürliche, vogelfreundliche Alternative
Dieser immergrüne Nadelbaum aus Nordamerika ist in vielen Varianten erhältlich – von schlanken, säulenförmigen bis zu ausladenden Sträuchern. Die bläulichen Zapfenbeeren an den weiblichen Pflanzen sind nicht nur hübsch, sondern auch bei Vögeln sehr beliebt.
Er verträgt besonders gut schlechte, trockene Böden und ist daher eine tolle Wahl, wenn in deinem Garten schon viele Pflanzen gescheitert sind. Einzig Rostpilz kann gelegentlich Probleme machen, tritt aber glücklicherweise selten auf.
Balkan-Lorbeerkirsche – für dichte, undurchdringliche Hecken
Die Lorbeerkirsche besticht nicht nur durch ihr dichtes, glänzendes Laub, sondern auch durch ihre weißen Frühlingsblüten und farbenfrohen Früchte. Mit einer Wuchshöhe von 2,5 bis 5 Metern bietet sie effektiven Sichtschutz und ist daher ideal als Hecke.
Sie ist anspruchslos bezüglich des Bodens und gut frostverträglich, wobei junge Pflanzen im Winter mit Laubschutz geschützt werden sollten. Wichtig: Ihre Früchte sind für Menschen giftig und die Pflanze gilt als invasiv, daher erfordert ihre Pflege stets Sorgfalt.
Winter-Heckenkirsche – blühender Schmuck in kargen Monaten
Wenn du auch im Winter einen auffälligen Zierstrauch im Garten möchtest, ist die Winter-Heckenkirsche eine tolle Wahl! Die schneeweißen, sternförmigen Blüten können schon Ende Dezember erscheinen und bleiben oft bis zum Frühling in Knospenform.
Die Heckenkirsche ist wegen ihrer leicht duftenden Blüten und der metallblauen Beeren beliebt und verträgt halbschattige, geschützte Standorte gut. Da ihre Früchte leicht giftig sind und nicht immer ausreifen, liegt ihr Wert vor allem in der Blüte.
Duftstrauch – auffällige und duftende Besonderheit
Dieser immergrüne Strauch aus Ostasien ist nicht nur schön, sondern auch duftend: Seine kleinen, im Herbst erscheinenden weißen Blüten verströmen einen süßen Parfümduft. Die stechpalmenähnlichen Blätter sind besonders bei jungen Pflanzen dekorativ, im Alter wird ihr Aussehen etwas milder.
Die Sorten mit gelblichen oder cremefarbenen Blattkanten sind das ganze Jahr über attraktiv. Da der Duftstrauch etwas frostempfindlich ist, empfiehlt sich ein geschützter Standort. Aufgrund seiner Größe eignet er sich auch gut für kleinere Gärten.
Leyland-Zypresse – wenn du schnelle Ergebnisse willst
Diese schnell wachsende Hybrid-Zypresse ist ideal, wenn du rasch einen Sichtschutz möchtest. Sie kann bis zu 90 Zentimeter pro Jahr wachsen, sodass du in wenigen Jahren eine dichte, undurchdringliche grüne Wand hast.
Allerdings braucht dieses Wachstum Pflege: Regelmäßiger Schnitt hält sie in Form. Die Leyland-Zypresse ist robust, verträgt viele Bodentypen, kann aber anfällig für Triebsterben sein – daher lohnt es sich, ihre Gesundheit im Auge zu behalten.
Welche Alternative du auch wählst, achte immer auf die Gegebenheiten deines Gartens, Lichtverhältnisse, Bodentyp und wie viel Zeit du für die Pflege aufbringen kannst. Die Ära der Thujen scheint hierzulande leider vorbei zu sein, doch grüne Gärten bleiben lebendig – mit neuen, passenden Lösungen!











