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Diese Medikamente machen dich bei Hitze schneller krank – nimmst du eines davon?

Szabó Erzsébet4 Min. Lesezeit
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Diese Medikamente machen dich bei Hitze schneller krank – nimmst du eines davon? — Gesundheit
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Du fühlst dich bei Hitze plötzlich schwach, schwindelig oder einfach nur unwohl – und nimmst regelmäßig ein verschreibungspflichtiges Medikament? Dann ist womöglich nicht nur die Wärme oder das ausgelassene Frühstück schuld.

Unser Körper besitzt eigene Kühlsysteme: Schwitzen, die Steuerung der Hautdurchblutung und die Regulation des Flüssigkeitshaushalts. Doch diese Mechanismen funktionieren nicht mehr zuverlässig, wenn bestimmte Wirkstoffe in die Regulation eingreifen.

Laut einer Zusammenfassung des Wissenschaftsportals The Conversation erhöhen gleich mehrere Medikamentengruppen das Risiko, bei Hitze unwohl zu werden – besonders bei älteren Menschen und bei chronisch Kranken.

Antidepressiva

Zu den am häufigsten betroffenen Medikamenten zählen Antidepressiva – vor allem selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und trizyklische Antidepressiva (TCA).

Diese Wirkstoffe beeinflussen den Hypothalamus, jenen Bereich im Gehirn, der für die Temperaturregulation zuständig ist. Sie können die Signale stören oder blockieren, die normalerweise das Schwitzen auslösen.

Die Folge: Du schwitzt womöglich schwerer als sonst – oder im Gegenteil deutlich zu stark. Beides belastet deinen Körper bei Hitze zusätzlich.

Antipsychotika

Antipsychotika, die bei Schizophrenie oder bipolaren Störungen eingesetzt werden, bergen eine weitere Gefahr. Da diese Mittel die Wirkung von Dopamin hemmen, nimmt das Gehirn schlechter wahr, wann eine Überhitzung oder Durst einsetzt.

Die Folge können vermindertes Schwitzen, niedriger Blutdruck und eine gestörte Wärmeabgabe sein – also genau jene Faktoren, die den Weg in den Hitzschlag ebnen.

Herzmedikamente

Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sind im Sommer stärker gefährdet. Betablocker, die etwa bei Herzschwäche oder Bluthochdruck verordnet werden, verlangsamen den Puls, während entwässernde Mittel die Harnausscheidung erhöhen – und damit das Risiko für eine Dehydrierung.

Ein flüssigkeitsarmer Zustand kann die Nebenwirkungen der Medikamente zusätzlich verstärken, etwa einen Blutdruckabfall oder Schwindel.

Insulin

Für Menschen mit Diabetes hält die Hitze noch mehr Risiken bereit. Durch die Wärme weiten sich die Blutgefäße, wodurch Insulin schneller aufgenommen wird – und das kann zu einem plötzlichen Abfall des Blutzuckerspiegels führen.

Eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) äußert sich durch Symptome wie Schwitzen, Schwindel, Verwirrtheit oder Zittern – Anzeichen, die man leicht mit einem Sonnenstich verwechselt. Wichtig zu wissen: Auch die Hitze selbst kann Insulin schädigen. Vergisst du es zum Beispiel im Auto oder kühlst es nicht richtig, verliert es seine Wirksamkeit.

So schützt du dich

Der erste Schritt, um Sommerbeschwerden zu vermeiden: Bewahre deine Medikamente immer vorschriftsgemäß auf. Insulin gehört zum Beispiel in den Kühlschrank – und das Gleiche kann für andere hitzeempfindliche Präparate gelten, etwa Inhalatoren oder den EpiPen.

Auch die ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend: Achte im Sommer besonders darauf, genug Wasser zu trinken – es sei denn, dein Arzt rät dir ausdrücklich etwas anderes. Dehydrierung kann die Nebenwirkungen von Medikamenten verstärken und bestimmte Wirkstoffe – etwa Lithium oder Entzündungshemmer – sogar gefährlich machen.

Meide nach Möglichkeit die Mittagshitze und halte dich im Schatten oder an einem kühlen Ort auf. Wenn du Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit oder übermäßiges Schwitzen bemerkst, leg dich sofort hin, kühle dich ab und trink ausreichend.

Und zum Schluss das Wichtigste: Setze niemals ein Medikament eigenmächtig ab. Wenn du dir Sorgen machst, wie sich die Hitze zusammen mit deiner Behandlung auf dich auswirkt, sprich unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Apothekerin.

Welche Medikamente sind bei Hitze besonders riskant?

Laut dem Artikel gehören Antidepressiva (vor allem SSRI und trizyklische), Antipsychotika, Herzmedikamente wie Betablocker und entwässernde Mittel sowie Insulin zu den Wirkstoffgruppen, die bei Hitze das Risiko für Unwohlsein erhöhen.

Warum beeinflussen manche Medikamente die Temperaturregulation?

Bestimmte Wirkstoffe greifen in die körpereigenen Kühlsysteme ein – etwa in den Hypothalamus, das Schwitzen oder den Flüssigkeitshaushalt. Dadurch kann der Körper Überhitzung schlechter ausgleichen.

Wie lagere ich hitzeempfindliche Medikamente richtig?

Insulin gehört in den Kühlschrank, und auch andere empfindliche Präparate wie Inhalatoren oder der EpiPen sollten vorschriftsgemäß und geschützt aufbewahrt werden. Lasse sie niemals im heißen Auto liegen.

Sollte ich mein Medikament bei Hitze absetzen?

Nein. Setze niemals ein Medikament eigenmächtig ab. Wenn du Bedenken hast, wie die Hitze zusammen mit deiner Behandlung wirkt, sprich mit deinem Arzt oder deiner Apothekerin.

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