Doch leider kann das, was für uns eine erfrischende Süßigkeit ist, für unseren Hund gesundheitsschädlich sein. Tierarzt Dr. Mark Doa Anjos hat kürzlich bei Parade Pets viele Fragen von Hundebesitzern rund ums Thema Eis beantwortet.
Darum ist Eis für Hunde meist nicht zu empfehlen
Obwohl es inzwischen spezielle Hundeeissorten gibt, bleibt das Eis für Menschen oft problematisch für unsere Hunde. Hier sind einige Gründe, warum viele Tierärzte, darunter auch Dr. Mark, klar „Nein“ sagen:
Eis enthält viel Zucker und Fett
Wenn dein Hund übergewichtig ist oder zu Bauchspeicheldrüsenentzündungen neigt, können Zucker und Fett im Eis seinen Zustand verschlechtern. Außerdem kann Zucker Erbrechen, Durchfall und Zahnstein verursachen.
Manche Hunde sind laktoseintolerant
„Es gibt keine genauen Studien darüber, wie viele Hunde laktoseintolerant sind“, erklärt Dr. Mark. Viele sagen, die meisten Hunde vertragen keine Milchprodukte, aber sicher ist, dass einige Hunde sie nicht gut vertragen.
Diät-Eis kann gefährlich sein
Einige Diätprodukte – auch Eis – enthalten Xylit, das für Hunde schon in kleinen Mengen giftig ist. Auch diätetische Vitamine, zuckerfreie Süßigkeiten und bestimmte Erdnussbutter solltest du besser vom Hund fernhalten.
Manche Geschmacksrichtungen sind giftig
Schokolade ist zwar meist nur in kleinen Mengen im Eis enthalten, kann aber bei kleinen Hunden (z. B. Chihuahua, Malteser) schon ein paar Teelöffel gefährlich sein. Rosinen und Macadamianüsse sind selbst in kleinen Mengen stark giftig für Hunde.

Wenn du deinem Hund doch ein bisschen Eis geben möchtest
Dr. Mark empfiehlt statt eines kategorischen „Nie“ einige vernünftige Kompromisse – nennen wir sie die goldenen Regeln:
Gib nur reines Vanilleeis
Vermeide Schokolade, Rocky Road, Nussgeschmack sowie alles mit Rosinen oder künstlichen Süßstoffen.
Kein zuckerfreies Diät-Eis
Die Empfindlichkeit gegenüber Xylit – besonders bei kleinen Hunden – kann lebensgefährlich sein, selbst bei nur einem Löffel.
Meide Eis, wenn dein Hund zu Durchfall oder Blähungen neigt
Das sind oft Anzeichen für Laktoseintoleranz, und schon ein Teelöffel Eis kann Probleme auslösen.
Immer in Maßen
Ein bis zwei Schleckerl oder ein Teelöffel reichen auch bei größeren Hunden. Lass deinen Hund nicht eine ganze Portion essen!

Was kannst du stattdessen geben?
Glücklicherweise gibt es viele gesunde und sichere Alternativen, mit denen dein Hund sich bei Hitze erfrischen kann:
Frisches Obst
Zum Beispiel Blaubeeren, die Antioxidantien enthalten. Wenn du selbst Eis isst, kannst du deinem Hund ein paar Beeren abgeben. Auch Apfelstücke sind eine gute Wahl – sie sind weniger klebrig, falls dein Hund sie nicht sofort frisst.
Spezielles Hundeeis
Einige Marken bieten speziell für Hunde entwickeltes Eis an, oft auf Joghurtbasis, das die Verdauung weniger belastet.
Selbstgemachtes Hundeeis
Online findest du viele einfache Rezepte, z. B. gefrorener Joghurt mit Banane oder Erdbeeren.
Gefrorener griechischer Joghurt
Einfach kleine Portionen Naturjoghurt ohne Zucker auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und einfrieren. Nach ein bis zwei Stunden hast du eine erfrischende, probiotische Leckerei.
Zusammengefasst: Auch wenn es verlockend ist, dein Eis mit deinem vierbeinigen Freund zu teilen, ist es besser, vorsichtig zu sein. Ein bis zwei Schleckerl reines Vanilleeis schaden meist nicht, aber am besten bietest du deinem Hund eine kleine Portion idealer Früchte oder ein speziell für Hunde gemachtes, erfrischendes Leckerli an.











