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Pflichtlektüre ohne Drama: 5 Tricks, mit denen Ihr Kind endlich freiwillig liest

Farkas Izabella4 Min. Lesezeit
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Pflichtlektüre ohne Drama: 5 Tricks, mit denen Ihr Kind endlich freiwillig liest — Familie
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Hand aufs Herz: Hat sich je ein Kind gefreut, wenn der Lehrer am Schuljahresende die Liste der Pflichtlektüre verteilt hat?

Schon das Wort „Pflichtlektüre" lässt bei den meisten Schülern die Laune sinken – und die Lust am Lesen gleich mit. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Herangehensweise und ein bisschen Kreativität lässt sich gerade in den Sommerferien echte Lust aufs Lesen wecken. Und dann verlieren auch die Pflichtbücher schnell ihren Schrecken.

Gemeinsam lesen

Eine der naheliegendsten und wirkungsvollsten Methoden ist das gemeinsame Lesen. Die abendliche Vorlesestunde ist längst nicht nur etwas für die Kleinen – auch größere Kinder tauchen gerne gemeinsam in eine Geschichte ein.

Bei solchen Ritualen steht nicht nur das Buch im Mittelpunkt, sondern auch die gemeinsam verbrachte, wertvolle Zeit. So wird die Pflichtlektüre nicht nur spannender – die Kinder werden insgesamt offener für solche Aktivitäten.

Am besten lesen Sie das gewählte Buch vorher selbst gründlich, dann sind Sie auf mögliche Fragen bestens vorbereitet. Eine gute Alternative kann es auch sein, die Pflichtbücher als Hörbuch zu besorgen – so kann Ihr Kind jederzeit in die Geschichte hineinhören.

Rollenspiele

Rollenspiele sind ein wunderbares Mittel, um Kinder der Welt der Bücher näherzubringen. Richten Sie Ihr eigenes kleines „Theater" ein und spielt einzelne Szenen der Geschichte gemeinsam nach.

Beim Nachspielen verstehen Kinder die Beweggründe und Gefühle der Figuren viel besser – und ganz nebenbei wird die Empathie geschult. Vor allem aber wird die Geschichte im Spiel lebendig, was selbst jene Kinder mitreißt, die dem Lesen bislang eher aus dem Weg gegangen sind.

Kreatives Schreiben

Eine andere spannende Idee: Bitten Sie Ihr Kind, ein alternatives Ende für die Geschichte zu schreiben. Diese Aufgabe fördert nicht nur die Schreibfähigkeit, sondern regt Kinder auch dazu an, die Ereignisse und Figuren der Geschichte kritisch zu hinterfragen.

Ermutigen Sie sie, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen – wer mag, kann das neue Ende sogar illustrieren. Bei solchen kleinen Projekten entdecken Kinder nicht nur die Freude am Schreiben, sondern gewinnen auch einen ganz neuen Blick auf die Geschichte.

Digitale Lesehilfen

In Zeiten moderner Technik gibt es zahlreiche Plattformen, die Lust aufs Lesen machen. Nutzen Sie die Möglichkeiten von E-Book-Readern, Tablets oder speziellen Apps für Kinder.

Diese Geräte machen das Lesen mit interaktiven Elementen anschaulicher und helfen zugleich beim Textverständnis. Auch Online-Lesecommunitys sind eine tolle Anlaufstelle: Dort können Kinder ihre Eindrücke austauschen, über Bücher diskutieren – und dabei sogar neue Freundschaften schließen.

Schaut euch die Verfilmung an

Zu vielen Pflichtbüchern gibt es Film- oder Zeichentrickadaptionen, die eine wunderbare Ergänzung zur Lektüre sein können. Wichtig ist nur die Reihenfolge: erst das Buch lesen, dann den Film oder die Serie ansehen.

Danach lohnt sich ein gemeinsames Gespräch: Worin ähneln sich beide Fassungen, welche Szenen wurden weggelassen, was haben die Macher verändert – und welche Figur hat sich Ihr Kind ganz anders vorgestellt? Das ist nicht nur ein schönes gemeinsames Erlebnis, sondern hilft auch, die Geschichte tiefer zu verstehen und schult ganz nebenbei das kritische Denken.

Pflichtlektüre muss keine Pflicht bleiben. Mit den genannten Methoden kann Lesen zu einem freudvollen, gemeinsamen Erlebnis werden.

Ab welchem Alter funktionieren diese Methoden?

Vom gemeinsamen Vorlesen über Rollenspiele bis hin zum kreativen Schreiben lassen sich die Ideen an fast jedes Alter anpassen – auch größere Kinder tauchen laut Artikel gerne gemeinsam in eine Geschichte ein.

Zählt Hören genauso viel wie Lesen?

Hörbücher werden als gute Alternative genannt, damit Kinder jederzeit in die Pflichtbücher hineinhören können. So bleibt die Geschichte auch dann präsent, wenn keine Lust aufs klassische Lesen besteht.

Sollte man erst das Buch lesen oder den Film schauen?

Am besten zuerst das Buch, danach die Verfilmung. So kann man anschließend gemeinsam besprechen, was verändert oder weggelassen wurde – das vertieft das Verständnis der Geschichte.

Warum hilft ein alternatives Ende beim Lesen?

Ein eigenes Ende zu schreiben fördert die Schreibfähigkeit und regt dazu an, die Ereignisse und Figuren kritisch zu hinterfragen. Nebenbei entdecken Kinder die Freude am Schreiben und einen neuen Blick auf die Geschichte.

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