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Ärzte sind sich einig: Diese Gewohnheit verlangsamt das Altern des Gehirns

Margarete Wolf4 Min. Lesezeit
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Ärzte sind sich einig: Diese Gewohnheit verlangsamt das Altern des Gehirns — Gesundheit
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Japanisch lernen einfach zum Spaß. Zum ersten Mal im Leben das Sonntagsrätsel lösen. Einen Keramikkurs beginnen. Einer Buchgruppe beitreten. Einen völlig neuen Make-up-Trick lernen. Was haben all diese Aktivitäten gemeinsam? Sie fordern dich auf neue Weise heraus und können so die Gesundheit deines Gehirns um Jahre verbessern. Neurologen sagen, dass neue Herausforderungen die Bildung neuer Nervenzellen fördern. Die Forscherin und Autorin Beatriz Larrea erklärt in ihrem Buch The Atomic Brain, dass das Fordern des Gehirns die Neurogenese unterstützt – also die Entstehung neuer Nervenzellen. Studien zeigen: Je mehr geistige Stimulation du im Laufe der Jahre erhältst, sei es durch Lernen oder Arbeit, desto geringer ist das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Lernen und Neuroplastizität

„Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, sich ein Leben lang anzupassen, zu verändern und neu zu organisieren“, erklärt Dr. Amaya Manrique vom The Beauty Concept in Madrid. „Unsere Nervenzellen können neue Verbindungen knüpfen, bestehende stärken oder ganz neue Wege schaffen.“

Unser Gehirn bildet neue Verbindungen und Wege, wenn wir etwas Neues lernen. „Je öfter wir einen neuronalen Pfad nutzen, desto stärker und schneller wird er. Hören wir auf, ihn zu benutzen, kann er verschwinden, während das Gehirn neue Wege findet, um zum gleichen Ergebnis zu gelangen“, erklärt sie. „Jede Aktivität von Grund auf mit kindlicher Neugier zu beginnen, hilft dem Gehirn, neue Pfade zu schaffen.“

Frau mittleren Alters besucht einen Weiterbildungskurs im Klassenzimmer.

Der Zustand des völligen Eintauchens

Erinnere dich an Momente, in denen du ein neues Hobby begonnen oder eine neue Fähigkeit bei der Arbeit erlernt hast. Du warst motiviert und fokussiert. Nichts konnte dich ablenken. Die Zeit schien stillzustehen. Das nennen wir den „Flow“-Zustand, der nicht nur die Neuroplastizität fördert, sondern auch das Wohlbefinden steigert.

„Wenn wir uns in eine Tätigkeit vertiefen, die wir wirklich lieben, die genug Herausforderung bietet, um nicht langweilig zu sein, aber nicht so schwer, dass sie frustriert, treten wir in den sogenannten Flow-Zustand ein“, erklärt Laura G. Ortiz de Zárate, Persönlichkeitstrainerin. „Dabei verlieren wir das Zeitgefühl, erleben kreative Spannung und erreichen hohe Produktivität. Stress verschwindet, denn die Motivation, Freude und der Fokus, die nötig sind, um Neues zu lernen ohne Frust, setzen Dopamin frei. Dieses ‚Glückshormon‘ steht für Freude, Motivation und Belohnung.“

Eine Frau im Yogastudio konzentriert sich auf eine Dehnübung und strahlt Balance und Ruhe aus. Ihr Gesicht zeigt Konzentration und Gelassenheit während der Yogapraxis.

Behandlung, die die Anpassungsfähigkeit des Gehirns fördert

Grundlagen bleiben unverzichtbar: erholsamer Schlaf, ausgewogene Ernährung und bewusster Umgang mit Stress wirken sich enorm auf die Gesundheit unseres Gehirns aus. Gleichzeitig gibt es heute moderne Methoden, die dem Gehirn einen Extra-Schub geben können. Zum Beispiel die transkranielle Magnetstimulation (kurz TMS). Diese schmerzfreie und nicht-invasive Behandlung nutzt kleine magnetische Impulse, um bestimmte Hirnareale „zu wecken“.

Diese Bereiche steuern unter anderem emotionale Balance, Denken und Selbstkontrolle. Durch TMS erhält das Gehirn buchstäblich neue Energie, was Konzentration, Gelassenheit und flexibles Denken fördern kann. Kein Wunder, dass die Methode bereits prominente Fans hat. Einige berichten offen in sozialen Medien von ihren positiven Erfahrungen mit der Behandlung, die mit einem Gerät namens ExoMind durchgeführt wird.

Eine TMS-ExoMind-Sitzung dauert meist etwa 25 Minuten. Dabei wird ein Handgerät mit magnetischen Impulsen an bestimmten Stellen des Kopfes angesetzt. Diese Impulse aktivieren die Neuronen, fördern ihre Kommunikation und verstärken das Gefühl von Entspannung.

„Diese Technologie hilft dem Gehirn, neuronale Pfade auszuwählen, die die Gehirnfunktion verbessern, die kognitive Leistung steigern, die Stimmung heben, das Energieniveau erhöhen, Symptome von Depression und Angst lindern und sogar bessere Entscheidungen im Leben ermöglichen können“, erklärt Manrique, die mehrere Sitzungen für den vollen Effekt empfiehlt.

Unser Gehirn ist wie ein Muskel: Wenn wir es regelmäßig herausfordern und gut pflegen, bleibt es lange frisch. Ob du neue Hobbys ausprobierst oder moderne Therapien nutzt – jeder kleine Schritt bringt dich einem schärferen, flexibleren und glücklicheren Geist näher.

Über die Autorin

Margarete Wolf

Margarete Wolf schreibt über Beziehungen, Familie und die stille emotionale Wetterlage, die beides prägt. Sie interessiert sich für das, was andere auslassen — die Schwiegereltern, den Hund, die Freundschaft, die in den Dreißigern komisch wurde — und nimmt es genauso ernst wie die großen Themen.

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