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So vermeidest du Burnout am Arbeitsplatz: 9 Experten-Tipps

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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So vermeidest du Burnout am Arbeitsplatz: 9 Experten-Tipps — Lebensstil
In diesem Artikel

Die moderne Arbeitswelt fordert uns alle heraus: Deadlines, ständige Online-Präsenz und das Eindringen der Arbeit in den Privatbereich können leicht zu Burnout führen. Körperliche Erschöpfung, emotionale Anspannung und Motivationsverlust gefährden nicht nur deine Leistung, sondern auch deine Gesundheit.

Expert:innen, die von The Healthy befragt wurden, sind sich einig: Burnout lässt sich verhindern, wenn wir bewusst auf unsere Grenzen, unsere Energie und Erholung achten. Psycholog:innen, Therapeut:innen und Arbeitswelt-Profis teilen ihre effektivsten Strategien, um dein mentales Wohlbefinden zu bewahren, bevor die Erschöpfung die Kontrolle übernimmt.

1. Definiere klar den Beginn und das Ende deines Arbeitstages

Burnout entsteht selten nach nur einer schlechten Woche – meist baut es sich langsam auf, wenn die Arbeit immer mehr in andere Lebensbereiche eindringt. Therapeutin und Burnout-Expertin Dr. Lauren Chase empfiehlt deshalb, deine täglichen Arbeitszeiten strikt festzulegen.

Psychologin Dr. Stefanie Mazer rät: Wähle feste Arbeitszeiten und halte dich konsequent daran. Psychiatriepfleger Erik Larson betont, dass das Gehirn nur mit regelmäßigen, planbaren Pausen regenerieren kann. Deshalb ist es wichtig, den Arbeitstag bewusst abzuschließen, auch wenn nicht alle Aufgaben erledigt sind.

2. Schalte Geräte aus und lasse die Arbeit los

Die Arbeitszeit festzulegen hilft nur, wenn du wirklich abschaltest. Psychiaterin Dr. Michelle DiBlasi warnt davor, nach Feierabend weiter E-Mails zu checken, beim Abendessen zu arbeiten oder schon an die Aufgaben von morgen zu denken.

Dr. Mazer empfiehlt, dich auf das zu konzentrieren, was du bereits geschafft hast, statt auf das, was noch ansteht. Das beruhigt dein Nervensystem und sorgt für echte Erholung.

Frau arbeitet spät abends im Bademantel mit einem Glas Wein in der Hand

3. Lerne, Nein zu sagen – und bleib dabei

Grenzen betreffen nicht nur die Zeit, sondern auch die Aufgaben, die du übernimmst. Dr. Chase ermutigt ihre Klient:innen, Arbeit nicht als Ausdauerprobe zu sehen und ihre Energie zu schützen.

Psychotherapeutin Dr. Tiffany Green sagt: Manchmal reicht es, eine kleine, nicht verpflichtende Aufgabe einfach abzulehnen oder in deiner E-Mail-Signatur klarzustellen, wann du erreichbar bist.

4. Erlaube dir, dass „gut genug“ wirklich reicht

Der Perfektionismus ist eine Hauptursache für Burnout. Therapeutin Dr. Kim Rippy erklärt, dass viele Menschen sich unnötig überfordern, um ein „perfektes“ Ergebnis zu erzielen.

Die Lösung: Definiere, was „gut genug“ für dich bedeutet und halte dich daran. Das ist kein Zeichen von Faulheit, sondern eine gesunde Einstellung, die dauerhaften Stress und Überforderung verhindert.

Frau schaut besorgt auf ihren Laptop im Büro

5. Gönn dir echte Pausen im Laufe des Tages

Therapeutin Dr. Nancy Ryan betont, wie wichtig Mini-Pausen sind. Wenn du den ganzen Tag am Computer sitzt, kann dein Nervensystem nicht abschalten.

Steh jede Stunde auf, geh kurz spazieren und atme tief durch. Das löst körperliche und emotionale Anspannung und beugt Burnout vor.

6. Entwickle ein Übergangsritual zwischen Arbeit und Erholung

Psychotherapeutin Lynn Zakeri erklärt, dass Burnout nicht einfach endet, wenn die stressige Aufgabe vorbei ist. Dr. Chase betont, wie wichtig ein bewusstes Übergangsritual ist: ein Spaziergang, ein kurzes Video, eine Nachricht an Freund:innen oder eine Dusche – alles, was deinem Körper signalisiert, dass jetzt Erholung angesagt ist.

Frau wacht auf und streckt sich

7. Mach regelmäßig einen „Lebens-Check“

Arbeitsstrategin Kacy Fleming empfiehlt, vierteljährlich einen Lebens-Check zu machen. Notiere Aktivitäten, die dir Energie geben – sei es ein 20-minütiger Spaziergang, Lesen oder eine Stunde Serien schauen – und plane sie wie Termine in deinen Kalender ein.

8. Sprich über deine Gefühle

Burnout „mag die Stille nicht“, warnt Zakeri. Teile deine Gedanken mit einer vertrauenswürdigen Kolleg:in oder Führungskraft, um die Belastung realistisch einzuschätzen. Dr. DiBlasi betont, dass soziale Unterstützung und Gemeinschaft das Burnout-Risiko deutlich senken.

Dr. Rippy ergänzt: Wenn „gut genug“ nicht funktioniert, stecken oft Perfektionismus oder unrealistische Erwartungen von Führungskräften dahinter.

Überforderte berufstätige Frau, Vektorzeichnung

9. Erkenne Warnsignale und reagiere rechtzeitig

Frühe Burnout-Anzeichen sind Reizbarkeit, verminderte Konzentration, emotionale Distanz, fehlende Motivation und Energie. Dr. DiBlasi betont, dass das keine Schwächen sind, sondern Warnsignale.

Dr. Chase sagt: Gesunde Menschen achten langfristig auf ihre Grenzen, bevor Burnout die Kontrolle übernimmt.

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