Deshalb kenne ich nicht nur das Aroma der meisten Lebensmittel und Gewürze, sondern auch ihre Wirkung auf meine Gesundheit. Koriander ist ein perfektes Beispiel: Ich finde ihn nicht eklig, aber er gehört nicht zu meinen Lieblingsgewürzen. Trotzdem ist seine positive Wirkung so stark, dass er jedes Jahr einen Platz in meinem Kräutergarten bekommt. Außerdem achte ich darauf, möglichst viele bunte, nährstoffreiche Lebensmittel auf den Teller zu bringen – das ist kein Zufall. Farben stehen oft für einen hohen und spezifischen Gehalt an Antioxidantien.
Ich koche gern so, dass das Ergebnis gesund und lecker ist – etwas, das nicht nur meinem Körper, sondern auch meinen Augen und meiner Seele Freude bereitet. Natürlich bin ich nicht perfekt: Auch ich esse Pizza, Burger oder Kuchen. Aber selbst bei diesen versuche ich, vollwertigere Varianten zu wählen. Langfristig sind es vor allem die Verhältnisse, die den Unterschied machen.
Darum zählt, was und wie oft auf deinem Teller landet
In der Fachzeitschrift International Journal of Environmental Research and Public Health erschien kürzlich eine Studie, die untersucht hat, wie sich unsere gesunden Lebensjahre je nach regelmäßiger Ernährung verlängern oder verkürzen. Die Forscher analysierten die häufigsten Mahlzeiten der brasilianischen Bevölkerung, doch die Ergebnisse sind auch bei uns sehr relevant.
Die Experten ordneten jedem untersuchten Lebensmittel konkrete Zahlen zu, sodass sie genau sagen konnten, wie viele Minuten ein Gericht unserem Leben „gibt“ oder „nimmt“.
Hier einige überraschende Zahlen:
- Gefülltes Gebäck: –39 Minuten
- Schweinefleisch: –36 Minuten
- Margarine: –24 Minuten
- Rindfleisch: –22 Minuten
- Keks: –19 Minuten
Das heißt, wenn du solche und ähnliche Lebensmittel täglich isst, kürzt du langfristig deine gesunden Lebensjahre – und zwar nicht nur um Minuten.
Was solltest du stattdessen öfter auf den Teller legen?
- Acai-Beeren-Granola: +41 Minuten
- Süßwasserfische: +17 Minuten
- Banane: +8 Minuten
- Bohnen: +6 Minuten
- Reis und Bohnen zusammen: +2 Minuten
Diese Zahlen beziehen sich natürlich nicht auf einzelne Bissen, sondern auf den regelmäßigen Verzehr. Sie zeigen aber deutlich, wie wichtig die Wahl der Zutaten für unsere tägliche Ernährung ist.

Die Studie betrachtete auch den ökologischen Fußabdruck einzelner Lebensmittel
Die Daten zeigen, dass eine Portion Rindfleisch mehr als 21 kg CO₂ ausstößt, während für eine Portion Mozzarella-Pizza 306 Liter Wasser benötigt werden. Im Vergleich dazu sind Bohnen, Gemüse und Obst deutlich nachhaltiger – und oft aus lokalen, kleinen Betrieben erhältlich, was ihre Umweltbelastung weiter verringert.
Die Studie betont außerdem, dass eine monotone Ernährung mit wenigen Zutaten – selbst wenn sie gesund erscheint – langfristig nicht ideal ist: Vielfalt und Nährstoffdichte sind entscheidend.
Es reicht also nicht, jeden Tag Reis mit Hühnchen zu essen – es ist besser, regelmäßig Hülsenfrüchte, frisches Gemüse und gesunde Fettquellen wie Nüsse und Samen auf den Teller zu bringen.
Du musst nicht von heute auf morgen alles umstellen oder deinen Lieblingskeks verteufeln. Wenn du einfach öfter Rindfleisch durch Fisch, Gebäck durch Obst und Margarine durch Avocado oder Olivenöl ersetzt, hast du schon viel für dein zukünftiges Ich getan!











