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Studie zeigt: Darum landen Männer und Frauen im Krankenhaus

Szőke Angéla3 Min. Lesezeit
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Studie zeigt: Darum landen Männer und Frauen im Krankenhaus — Gesundheit
In diesem Artikel

Manche Krankheiten machen keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern – wie Diabetes, Infektionen oder Herzinsuffizienz. Doch eine britische Studie zeigt, bei welchen Gründen die Geschlechter besonders unterschiedlich betroffen sind.

Sturz

Es überrascht nicht, dass 94,6 Prozent der Krankenhausfälle nach Stürzen aus großer Höhe Männer sind – meist sind sie es, die auf Dächern oder Gerüsten arbeiten.

Geschwindigkeit

Motorradfahrer werden im Gesundheitswesen oft scherzhaft als „rasende Spender“ bezeichnet – und tatsächlich sind Männer bei Motorradunfällen stark überrepräsentiert. Bei Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen sind 93 Prozent der Betroffenen Männer, bei Kollisionen mit Gegenständen (z. B. Wand, Laterne) 92,4 Prozent, bei Stürzen ohne Kollision 90,4 Prozent und bei sonstigen Motorradunfällen 90,2 Prozent. Das liegt daran, dass Männer tendenziell risikobereiter sind.

Verkehrsunfall

Maschinen

Maschinen werden meist von Männern bedient, was sich in den Zahlen widerspiegelt: Bei Arbeitsunfällen sind 92,9 Prozent der Verletzten Männer. Verletzungen durch schwere Maschinen (z. B. Einklemmungen) betreffen 92,8 Prozent, durch Werkzeuge (Säge, Bohrmaschine etc.) und Haushaltsgeräte 82,2 Prozent. Rasenmäherunfälle führen zu 81,5 Prozent mehr Krankenhausaufnahmen bei Männern als bei Frauen.

Konflikte

Männer sind oft aggressiver und damit auch gefährlicher füreinander. Körperverletzungen mit scharfen Waffen (Messer, Schwert) betreffen 90,5 Prozent Männer, mit stumpfen Gegenständen 86,6 Prozent, und sonstige Körperverletzungen 82,2 Prozent.

Sport

Verletzungen durch Sportgeräte (z. B. Bälle oder Schläger) betreffen 80,1 Prozent Männer.

Fahrrad

Zweiradfahrer sind generell gefährdet – nicht nur auf dem Motorrad, sondern auch beim Radfahren. Bei Zusammenstößen mit anderen Fahrzeugen sind 85,2 Prozent Männer, bei Kollisionen mit Gegenständen 85 Prozent, bei Stürzen ohne Kollision 80,9 Prozent und bei sonstigen Fahrradunfällen 81,3 Prozent. Interessanterweise sind bei Unfällen zwischen zwei Radfahrern 80,6 Prozent Männer.

Eitelkeit

Bei den Frauen liegt die führende Krankenhausursache, die sie deutlich öfter betrifft als Männer, bei Komplikationen nach Schönheitsoperationen – 84,2 Prozent. Das ist die einzige Ursache, bei der Frauen selbst verantwortlich sind, da sie sich bewusst für solche Eingriffe entscheiden.

Vorbeugung

Vorbeugende Operationen, also Eingriffe zur Krankheitsvermeidung, betreffen 82,4 Prozent Frauen. Dazu gehören etwa Brust-, Eierstock- oder Gebärmutterentfernungen zur Krebsprävention.

Muskel und Atmung

Hier spielen verschiedene Medikamente eine Rolle – Muskelrelaxantien, Allergiemittel, Empfindlichkeit gegenüber Betäubungsmitteln oder Stimulanzien. Hauptverantwortlich ist meist Oxytocin, das zur Geburtseinleitung verwendet wird, sowie die Narkose bei Kaiserschnitt.

Tiere

Obwohl keine spezifischen Daten für England vorliegen, sind 87,4 Prozent der Reitunfallopfer Frauen. Für Ungarn gibt es keine Zahlen, aber in England sind es fast 8.000 pro Jahr – inklusive Kutschunfällen.

Frau geht mit Pferd spazieren

Psychosoziale Probleme

Offiziell sind das Faktoren, die „negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit und das soziale Wohlbefinden haben“. Dazu zählen überhöhte Erwartungen, Unsicherheit, schlechte Kommunikation und Konflikte – etwa Arbeitsstress oder soziale Angst.

Schwangerschaft

Alle weiteren Gründe betreffen zu 100 Prozent Frauen: gynäkologische Untersuchungen und Eingriffe, Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft, Geburt und Nachsorge.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Für Männer sind Arbeit, Maschinen und Motorradfahren die größten Risiken, für Frauen Schwangerschaft und Reiten.

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