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Traumatisierte Menschen kämpfen oft mit Übergewicht – Das steckt dahinter!

Geiger Henriette3 Min. Lesezeit
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Traumatisierte Menschen kämpfen oft mit Übergewicht – Das steckt dahinter! — Gesundheit
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In unserer heutigen Welt, in der wir Trends regelrecht hinterherjagen, hat sich leider die Vorstellung festgesetzt, dass Schönheit gleichbedeutend mit kleineren Kleidergrößen und Schlankheit ist. Oft fühlen wir uns trotz aller Bemühungen nicht gut genug, nur weil unsere Kleidergröße nicht dem Ideal entspricht. Dass jemand kräftiger gebaut ist als der Durchschnitt, kann viele Gründe haben. Ernährung und Bewegungsmangel beeinflussen unsere Figur stark, aber auch bestimmte Krankheiten, gesundheitliche Zustände und nicht zuletzt die Genetik spielen eine Rolle. Die Wahrheit ist: Übergewicht kann oft ein Zeichen für tiefere Ursachen sein, die Außenstehende meist gar nicht erkennen.

Der Zusammenhang zwischen vergangenen Traumata und Übergewicht

Leider entsteht Übergewicht bei manchen Menschen als Folge von traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit. Studien zeigen, dass belastende Kindheitserfahrungen unser Körperbild und Übergewicht deutlich beeinflussen können. Dazu zählen Missbrauch, Vernachlässigung oder ein emotional belastendes, negatives Umfeld zu Hause.

Eine Studie mit über 9000 Teilnehmern ergab, dass das Risiko für Fettleibigkeit um 11 % steigt mit jedem weiteren belastenden Kindheitserlebnis.

Um den Zusammenhang zwischen Traumata und Übergewicht besser zu verstehen, müssen wir tiefer in die Verbindung von Gefühlen, Gehirn und Körper eintauchen. Erleben wir etwas Traumatisches, reagiert unser Gehirn automatisch: Hormone wie Cortisol und Adrenalin werden freigesetzt.

Diese Hormone schützen uns vor Gefahr und helfen, kritische Situationen zu überstehen. Bei chronischem Stress kann es jedoch passieren, dass wir die Ereignisse nicht richtig verarbeiten. Ohne Heilung bleibt der Körper dauerhaft im Stresszustand – das kann viele gesundheitliche Probleme verursachen, etwa Gewichtszunahme. Die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion steigert kurzfristig den Stoffwechsel und stabilisiert den Blutdruck. Langfristig ist dieser Zustand aber nicht haltbar. Bleibt der Körper dauerhaft gestresst, steigt die Wahrscheinlichkeit für Gewichtszunahme und weitere gesundheitliche Beschwerden.

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Source: pexels.com

Das Problem des emotionalen Essens

Ein weiterer Hauptgrund ist oft das emotionale Essen. Jeder kennt die Situation: Etwas belastet uns, und wir versuchen, mit Süßigkeiten und ungesunden Snacks Trost zu finden.

Emotionales Essen trägt zu dauerhaftem Gewichtszuwachs bei und ist bei vielen Menschen mit traumatischen Erfahrungen ein Thema. Dieser Teufelskreis bringt zwar kurzfristig Trost und Glücksgefühle, führt aber später zu Scham und noch mehr Essen.

Das Problem erkennen und aktiv angehen

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, welche Rolle vergangene Traumata im eigenen Leben spielen – auch im Hinblick auf Gewichtszunahme oder -abnahme. Am besten suchen wir uns professionelle Unterstützung. Gewichtsthemen, die aus Kindheitstraumata entstanden sind, lassen sich selten mit einer einfachen Diät oder ein paar Trainingseinheiten lösen. Therapeut:innen oder Psycholog:innen helfen, die Vergangenheit zu verstehen und wie sie unsere Gegenwart, unseren Körper und unsere Gefühle beeinflusst.

Auch Online-Foren und Selbsthilfegruppen bieten wertvolle Unterstützung. Der Austausch mit anderen, die Ähnliches erlebt haben, kann inspirieren und helfen, Schamgefühle abzubauen. Fachleute empfehlen zudem Übungen für zu Hause, um das Problem anzugehen.

Meditationsübungen sind besonders hilfreich, um Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen und emotionalen Auslösern besser zu begegnen. Geführte Meditationen fördern Körperbewusstsein, Selbstmitgefühl und achtsames Essen – so entsteht eine tiefere Verbindung zu Körper und Emotionen.

Sei liebevoll zu dir selbst und vermeide Selbstvorwürfe – das unterstützt den gesunden Abnehmprozess. Konzentriere dich auf dein seelisches, emotionales, mentales und körperliches Wohlbefinden. Das kann regelmäßige Bewegung und nährstoffreiche Ernährung umfassen – aber ohne Selbstbestrafung, stattdessen mit Freude und Nachhaltigkeit.

Am Ende ist es wichtig zu verstehen, dass Abnehmen nicht nur ums Kilo-Verlieren geht, sondern vor allem um persönliches Wachstum. Wenn wir die Ursachen von Übergewicht heilen – oft emotionale Traumata und ungesunde Bewältigungsstrategien –, danken uns Körper und Seele.

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