Was im Herbst zusätzlich hilft
Trockene Lippen sind oft ein Umgebungsproblem. Heizungsluft entzieht der Haut Feuchtigkeit, Wind reibt sie zusätzlich auf. Eine Schale Wasser auf der Heizung oder eine Zimmerpflanze mehr im Schlafzimmer verändern das Raumklima spürbarer, als man denkt. Genug trinken gehört dazu, auch wenn im Herbst der Durst nachlässt – Tee zählt mit.
Beim Make-up lohnt der Blick auf die Textur: Sehr matte, langhaltende Lippenstifte sind Feuchtigkeitsräuber. In der kalten Jahreszeit sehen getönte Balsame, cremige Stifte oder Lipliner mit einem Hauch Gloss darüber ohnehin lebendiger aus. Wenn du nicht auf Matt verzichten willst, trage vorher eine dünne Pflegeschicht auf, lass sie zwei Minuten einziehen und tupfe den Überschuss ab.
Welche Inhaltsstoffe sind bei trockenen Lippen sinnvoll?
Eine gute Kombination besteht aus drei Bausteinen: feuchtigkeitsbindend (Glycerin, Hyaluron, Panthenol), pflegend (Sheabutter, pflanzliche Öle) und schützend (Wachse, Lanolin, Vaseline). Bei sehr gereizten Lippen sind Duftstoffe, Menthol, Kampfer und stark kühlende oder prickelnde Formeln eher ungünstig, weil sie zusätzlich reizen können – ein unparfümiertes, schlichtes Produkt ist dann meist die bessere Wahl.
Wann sollte ich mit trockenen Lippen zum Arzt?
Wenn die Lippen trotz konsequenter Pflege über zwei bis drei Wochen rissig bleiben, wenn immer wieder schmerzhafte Einrisse in den Mundwinkeln auftreten, wenn sich Bläschen, Krusten, starke Rötungen oder Schwellungen zeigen, gehört das in ärztliche Hände. Dahinter können Allergien, Infektionen, Nährstoffmängel oder Medikamentenwirkungen stecken, und das lässt sich mit Kosmetik nicht klären – frag im Zweifel in der Apotheke oder in einer hautärztlichen Praxis nach.









