Kleine, erreichbare Ziele, die man liebt
Es ist leicht, in diese Spirale zu geraten, aber schwer, wieder herauszukommen. Was ich dann mache: Ich schalte alles aus, rechne nicht mehr durch, in welcher Reihenfolge ich was erledigen sollte, sondern nehme einfach den ersten Punkt auf meiner Liste und lege los. Klappt das nicht, teile ich den ersten Punkt in kleinere Schritte und starte mit dem ersten davon.
Währenddessen versuche ich nicht daran zu denken, wie viel Arbeit noch vor mir liegt – solange ich arbeite, gibt es nur diese eine kleine Aufgabe, die ich mir gerade vorgenommen habe. Sie ist überschaubar, machbar und deshalb auch liebenswert – denn sobald ich sie erledigt habe, gibt es einen kleinen Endorphin-Kick.
Diese kleinen Erfolgserlebnisse helfen, die Lähmung zu durchbrechen und wieder in den Flow zu kommen.
Ich setze mir Deadlines
Deadlines motivieren nicht nur, sondern helfen auch, den Tag zu strukturieren. Wenn ich meine Aufgaben in kleinere Einheiten aufteile und mal ein bisschen hinterherhinke – statt um 11:00 erst um 11:23 fertig bin – sehe ich das früh genug und kann gegensteuern. 23 Minuten aufzuholen ist viel einfacher, als panisch um 16 Uhr zu merken, dass ich noch drei Stunden Arbeit vor mir habe.
Wechsel des Arbeitsortes
Als Freiberuflerin mit kreativem Job und nur einem Laptop als Arbeitsmittel ist es leicht, einfach in ein Café zu gehen. Natürlich gibt es Jobs, bei denen das nicht geht, aber selbst im Büro lohnt es sich oft, mal in einen Besprechungsraum oder für ein kurzes Projekt in die Lounge zu wechseln.
Warum das so gut funktioniert, weiß ich nicht genau, aber es funktioniert: Wenn ich mich bewusst mit dem Ziel an einen neuen Ort setze, eine bestimmte Aufgabe zu erledigen, fällt es meinem Gehirn viel leichter, sich auf das Projekt zu konzentrieren.
…und im alleraller schlimmsten Fall akzeptiere ich, dass es gerade nicht geht
In meiner Laufbahn gab es ein paar Momente, in denen ich mich erschöpft fühlte. Dann habe ich das immer offen kommuniziert und gemeinsam mit meinen Auftraggebern eine Lösung gefunden: ein paar Tage frei oder vorübergehend weniger Aufgaben.
Ich bin meinen Arbeitgebern dankbar für diese Einstellung und glaube fest daran, dass es auch in ihrem Interesse ist, ihre Mitarbeitenden aufladen zu lassen – langfristig profitieren alle davon.
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