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5 bewährte Life-Hacks, die meinen Alltag spürbar erleichtern

Elisabeth Müller5 Min. Lesezeit
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5 bewährte Life-Hacks, die meinen Alltag spürbar erleichtern — Familie
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Unser Leben wurde nicht von heute auf morgen leichter, und es war auch keine einzige große Erkenntnis, die alles veränderte – vielmehr haben sich im Laufe der Jahre still und leise Gewohnheiten entwickelt, die ihre Versprechen gehalten haben. Aus diesen Life-Hacks habe ich jetzt einige für dich zusammengestellt: nicht, weil sie universelle Rezepte wären, sondern weil sie dir vielleicht Halt oder Inspiration geben können.

Homeoffice: Grenzen setzen lernen

Für viele ist das Homeoffice Freiheit pur, doch für mich wurde schnell klar, dass es eine Menge Selbstdisziplin erfordert. Das wurde mir besonders bewusst, als eine Cousine erzählte, sie könnte niemals von zu Hause aus arbeiten: Sie braucht die geschlossene Bürotür als klare Grenze zwischen Job und Privatleben. Bei mir war es genau andersherum.

Das Arbeiten von zu Hause gab mir enormen Spielraum, vor allem, als unsere Tochter geboren wurde. Morgens setzte ich mich an den Schreibtisch, während vorher die Wäsche lief, in der Pause hängte ich sie auf, dann sprang ich kurz zum Einkaufen und kochte Mittagessen – wenn unser jüngstes Familienmitglied aus Kita oder Schule kam, war alles bereit, um uns voll und ganz aufeinander zu konzentrieren.

Das heißt natürlich nicht, dass alles von selbst läuft und es keine Stolpersteine gibt. Ich musste lernen, wann ich wirklich arbeite und wann ich bewusst Pausen mache – auch wenn ich eigentlich stundenlang weiterarbeiten könnte. Die Freiheit im Homeoffice hängt zudem immer von der Art der Arbeit ab, und die Unsicherheiten der Selbstständigkeit zeigen sich hier ebenfalls. Trotzdem gibt mir dieser Rahmen die Flexibilität, die unsere Tage insgesamt viel entspannter macht.

Frau beim Staubsaugen

Weniger ist wirklich mehr

Wir sind keine Asketen und wollen kein leeres Kloster schaffen, aber mit der Zeit wurde uns allen immer klarer, dass viele Dinge nicht Freiheit bedeuten, sondern eher Last. Je mehr Kram, desto mehr Zeit geht für Aufräumen, Suchen und Putzen drauf.

Wir haben unser Zuhause im minimalistischen, modernen Stil eingerichtet. Obwohl ich regelmäßig aussortiere, besitzen wir heute tatsächlich weniger Dinge, als wir Stauraum haben. Es geht nicht um Verzicht, sondern um Bewusstsein und Absicht: Wir kaufen nur, was wir wirklich brauchen oder was uns wirklich Freude macht. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass wir mehr Geld sparen, weniger Impulskäufe tätigen und viel leichter „Ja“ zu Erlebnissen sagen können. Und als Bonus fühlt es sich einfach gut an, anzukommen, auf die Ordnung zu schauen – als wäre nicht nur unser Zuhause, sondern auch unser Kopf viel freier.

Ade, große Wochenendputzaktion

Viele versuchen am Wochenende die ganze Woche aufzuholen, und ja, manche müssen das auch planen. Dann steht der Großeinkauf, die Wäsche und die große Reinigung an – was meist in Erschöpfung endet. Bei mir hat sich bewährt, nicht alles auf einmal erledigen zu wollen.

Ordnung zu halten kostet viel weniger Energie als das Aufräumen eines kompletten Chaos. Deshalb teile ich die größeren Reinigungen in Zonen auf, zusätzlich zu den täglichen Grundaufgaben (z. B. Wäsche, Abwasch, Kochen, schnelles Staubsaugen). Diese Zonen bedeuten aber nicht, dass ich einen ganzen Tag für das Wohnzimmer oder Bad opfere, sondern ich denke viel kleiner: An einem Tag widme ich mich dem Bücherregal, am nächsten sortiere ich Papiere, an einem dritten Tag putze ich gründlicher einen Raum. Es kann Wochen dauern, bis ich alles durch habe, aber ich fühle mich nie von Unordnung überrollt oder so erschöpft, dass ich mich nicht mehr bewegen kann.

Lernen, ohne schlechtes Gewissen zu entspannen

In unserer Kultur, die Arbeit und Trubel belohnt, wirkt Entspannung oft wie Faulheit. Früher, wenn ich mich aufs Sofa setzte, obwohl ich noch arbeiten könnte – und ich kann immer vorarbeiten –, meldete sich automatisch die innere Stimme: „Du könntest deine Zeit sinnvoller nutzen.“ Lange funktionierte ich so, doch nach viel Selbstreflexion habe ich gelernt, loszulassen.

Ich habe erkannt, dass Entspannung keine Belohnung ist, sondern eine Grundvoraussetzung, die ich mir nicht jeden Tag erst verdienen muss.

Seit ich bewusst Zeit für das Nichtstun in meinem Kalender einplane, ist mein Leben viel ausgeglichener. Auch wenn es immer noch vorkommt, dass ich denke: „Jetzt sollte ich eigentlich nicht entspannen“, passiert das viel seltener – und ich genieße mein Leben an ganz normalen Wochentagen viel mehr.

Frau entspannt auf Dekokissen

Investition in die Zukunft – und in unsere innere Ruhe

Als Eltern ist es verlockend, alles schnell für die Kinder zu erledigen, weil es effizienter wirkt. Außerdem versuchen wir oft, generationenübergreifend das auszugleichen, was wir selbst nicht bekommen haben. Langfristig kostet das aber viel Energie und ist auch für die Kinder nicht förderlich.

Was unseren Alltag in den letzten zehn Jahren wirklich erleichtert hat, ist, dass wir unsere Tochter ausprobieren, Fehler machen und lernen lassen. Das bedeutete anfangs mehr Unordnung, mehr Putzen und viel Geduld. Dafür haben wir ihr die Abläufe beigebracht, die für den Alltag wichtig sind. Heute müssen wir viel weniger vorbereiten, sie ist selbstbewusster, und wir gewinnen täglich wertvolle Zeit zurück.

Diese Life-Hacks funktionieren bei uns nicht jeden Tag gleich: Manchmal rutschen wir in alte Muster zurück oder haben einfach keine Lust, bewusst zu sein. Insgesamt geben sie uns aber ein Fundament, zu dem es sich immer lohnt zurückzukehren – und genau deshalb sind sie immer länger Teil unseres Lebens.

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