Unsere Gewohnheiten zählen wirklich viel
Der amerikanische Arzt und Ernährungsforscher Dr. Michael Greger erklärt in seinem Buch „How Not to Age“ detailliert die zellulären Mechanismen, die beim Altern eine Schlüsselrolle spielen – von der Verkürzung der Telomere über Entzündungen bis hin zu epigenetischen Veränderungen. Und wie er betont: „Altern ist kein passiver Prozess – es kann beschleunigt, aber auch verlangsamt werden.“
Ganz ähnlich denkt die ganzheitliche Ernährungsexpertin Laura Stunz. Sie schaut nicht nur auf körperliche Symptome, sondern sieht den Menschen als Ganzes – Körper und Seele in Zusammenarbeit. Kürzlich hat sie in der deutschen Elle 5 einfache Tricks geteilt, die wir leicht in unseren Alltag integrieren können, um lange und gesund zu leben – denn auch kleine Gewohnheiten haben eine große Wirkung.
1. Achte täglich darauf, was du isst

Du kennst sicher den Spruch: „Du bist, was du isst“ – das gilt besonders, wenn du auf ein langes Leben setzt.
Die Expertin empfiehlt eine pflanzenbasierte, antioxidanzienreiche und vollwertige Ernährung, die deine Zellen aktiv vor Entzündungen und oxidativem Stress schützt. Beeren, grünes Blattgemüse, Kräuter, Hülsenfrüchte, Nüsse und bittere Gemüse wie Rucola oder Artischocken unterstützen zudem Leber und Blutzucker.
Laura Stunz empfiehlt auch die japanische Hara Hachi Bu Methode: Iss nur so viel, bis du zu 80 % satt bist. Das kann die Kalorienzufuhr reduzieren, die Autophagie (den natürlichen Reinigungsprozess des Körpers) fördern und den Verdauungstrakt schonen.
Knochenbrühe – aus guter Quelle und in Maßen – ist eine wertvolle Quelle für Kollagen und Aminosäuren.
Wenn du eine strukturierte Methode suchst: Intervallfasten, etwa das 16:8-Modell, unterstützt die Zellregeneration. Für Frauen sind 14:10 oder 12:12 oft hormonfreundlichere Varianten.
2. Gehe sorgfältig mit Nahrungsergänzungsmitteln um

Manche Mikronährstoffe sind schwer in ausreichender Menge über die Ernährung aufzunehmen. Deshalb kann es sinnvoll sein, nach Rücksprache mit Expert:innen Nahrungsergänzungsmittel einzusetzen. Wichtig ist aber: Mehr ist nicht immer besser. Überprüfe genau, was und wie viel du wirklich brauchst.
3. Kümmere dich um Stressabbau

Chronischer Stress beschleunigt das Altern – das wissen wir heute. Die gute Nachricht: Schon kurze Übungen können den Cortisolspiegel senken. Täglich 5 Minuten Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder Meditation wirken oft schon Wunder.
Wechselduschen, kalte Bäder und Infrarotsaunen aktivieren den Vagusnerv, der für Entspannung sorgt, und lösen so effektiv Spannungen im Körper.
4. Sorge für eine gute Durchblutung

Eine gute Durchblutung ist essenziell, damit unsere Zellen alles bekommen, was sie brauchen – und Abfallstoffe loswerden, betont die Expertin. Schon tägliches Gehen, besonders barfuß auf natürlichem Untergrund, verbessert Durchblutung und Haltung deutlich. Eine Trockenbürstenmassage vor der Dusche regt zudem das Lymphsystem an und macht die Haut geschmeidiger.
5. Lebe im Rhythmus deines Körpers

Unser zirkadianer Rhythmus steuert Hormone, Regeneration und Immunsystem – also fast alles. Störungen, etwa durch unregelmäßigen Schlaf oder abendliches Blaulicht, bedeuten Stress für den Körper.
Schon 10 Minuten Morgensonne reichen oft, um deine innere Uhr zu justieren – bei bewölktem Himmel sind es 30 Minuten. Abends solltest du die Bildschirmzeit minimieren oder eine Blaulichtbrille tragen. Koffein empfiehlt Laura Stunz oft, nach 14 Uhr zu meiden.
Sieh Veränderungen nicht als Einschränkung
Laura Stunz sagt: „Gesunde Lebensweise ist keine Einschränkung, sondern die Chance, die beste Version von dir selbst zu werden.“
Natürlich ist Veränderung oft nicht einfach, besonders in unserer hektischen Welt. Aber wenn du auch nur einen dieser Tricks umsetzt, tust du schon viel für deine langfristige Gesundheit!











