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8 Dinge, die Pflegekräfte dir raten, beim Arztbesuch niemals zu tun

Farkas Margaréta5 Min. Lesezeit
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8 Dinge, die Pflegekräfte dir raten, beim Arztbesuch niemals zu tun — Gesundheit
In diesem Artikel

1. Selbstdiagnose

Selbstdiagnosen zeigen, dass Patient:innen aktiv ihre Gesundheit managen wollen. Doch ohne medizinische Ausbildung können sie zu Missverständnissen führen. „Wenn Patient:innen mit einer Diagnose statt mit Symptomen kommen, kann das Ärzt:innen auf eine zu enge Spur bringen und die wahre Ursache übersehen werden“, erklärt Dr. Danielle K. Miller, Gründerin von The Pivot Nurse, Inc.

Das verzögert oft die richtige Diagnose, wenn Ärzt:innen der Annahme der Patient:innen folgen statt den klinischen Zeichen und Belegen. Außerdem kann es bei beiden Seiten zu Denkfehlern führen, die unnötige Untersuchungen, Behandlungen oder Zeitverschwendung nach sich ziehen. Dr. Miller empfiehlt stattdessen, deine Symptome genau zu beschreiben: Wann sie begannen, wie sie sich verändert haben und welche Muster du bemerkst, damit dein Arzt oder deine Ärztin das Problem präzise erkennen kann.

2. Unvorbereitet zum Termin kommen

Als neue Patient:in hat dein Arzt oder deine Ärztin wahrscheinlich weniger als 20 Minuten, um deine Vorgeschichte durchzugehen, Sorgen zu besprechen und einen Behandlungsplan zu erstellen. „Wenn du keine Liste deiner Medikamente, früheren und aktuellen Diagnosen, Eingriffe und Operationen dabei hast, wird es schwieriger, die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen einzugrenzen“, sagt Terry Bartmus, Pflegekraft und Dozent.

Das kostet wertvolle Zeit für die Planung. Um deinen Termin optimal zu nutzen, rät Bartmus, ein Dokument (gedruckt oder digital auf dem Handy) mit Medikamenten, Allergien, Diagnosen, Eingriffen (mit Daten) und relevanter Familienanamnese mitzubringen. „Schreibe konkrete Fragen vorher auf. Denk daran, oft ist nur Zeit für ein bis zwei Anliegen, also setze Prioritäten.“

3. Symptome verharmlosen

Wenn Patient:innen ihre Symptome nicht ehrlich schildern, die Häufigkeit, Intensität oder Beeinträchtigung im Alltag herunterspielen, unterschätzt der Arzt oder die Ärztin die Schwere des Problems. Das kann zu verpassten Untersuchungen, verzögerter Behandlung oder übersehenen Frühzeichen von Erkrankungen führen – etwa bei Herzproblemen, Infektionen oder neurologischen Störungen.

„Patient:innen minimieren Symptome oft aus Angst, Scham oder weil sie keinen unnötigen Wirbel verursachen wollen“, erklärt Dr. Miller. Doch diese Symptome tauchen später häufig in Labor- oder Bildgebungstests oder bei genauerem Nachfragen auf. „Dann muss der Arzt oder die Ärztin die Untersuchung unterbrechen, was den Ablauf stört und die Behandlung verzögert.“ Deshalb ist es wichtig, von Anfang an offen über Symptome zu sprechen, damit die bestmöglichen Entscheidungen getroffen werden können.

4. Das eigentliche Problem erst am Ende ansprechen

Das sogenannte „Türgriff-Phänomen“ passiert, wenn du kurz vor dem Abschied deine größte Sorge äußerst. Dann bleibt kaum Zeit für eine gründliche Bewertung und Planung. „Es ist menschlich, unangenehme oder persönliche Themen aufzuschieben“, sagt Dr. Miller. „Leider wirkt sich das im Klinikalltag oft gegen die Patient:innen aus, weil es zu verzögerter Versorgung und ungünstigen Ergebnissen führen kann.“

Patientenzentrierte Versorgung basiert auf rechtzeitiger Kommunikation. Setze dir zum Ziel, dein Hauptanliegen gleich zu Beginn zu nennen. „Erstelle vorher eine Prioritätenliste deiner Symptome oder Fragen“, empfiehlt Dr. Miller. Und vor allem: Sei ehrlich. „Vertraue deinem Bauchgefühl und sprich offen. Du bist deine beste Fürsprecherin oder dein bester Fürsprecher, denn du kennst deinen Körper am besten.“

5. Unhöflich zum Personal sein

Arztbesuche können stressig sein, besonders wenn du dich schlecht fühlst oder dir Sorgen machst. Doch Frust am Personal auszulassen, stört die Kommunikation, verzögert Abläufe und verschlechtert die Versorgung. „Das Personal wird verunsichert, meidet den Kontakt oder gerät durcheinander, was Check-in, Vitalwerte, Befundaktualisierung oder Kommunikation mit dem Arzt verzögern kann“, erklärt Selby. „Wenn jemand vorher schwierig war, begegnet das Team ihm oder ihr auch bei künftigen Terminen angespannt. Das Personal geht eher die Extrameile, wenn es respektvoll behandelt wird. Auch wenn du frustriert bist, bewahre einen höflichen Ton.“

6. Andere für dich sprechen lassen

Eine Begleitperson kann hilfreich sein, wenn du dich überfordert fühlst, Sprachbarrieren hast oder Gedächtnis- und Kommunikationsprobleme bestehen. Doch wann immer möglich, sprich selbst. „Wenn der Arzt oder die Ärztin die Symptome nicht direkt von dir hört, steigt das Risiko für Missverständnisse oder Informationslücken“, sagt Karen Selby, Pflegekraft und Patientenrechtsbeauftragte bei Asbestos.com. „Familienmitglieder meinen es gut, aber wichtige Details können verloren gehen oder verzerrt werden – etwa wie du dich fühlst, wann es begann oder was es besser oder schlechter macht.“ Gleichzeitig können deine Liebsten beim Notieren, Erinnern oder Nachfragen unterstützen.

Arzt Tipps

7. Nicht mit der richtigen Fachperson sprechen

Es ist leicht, die Rollen in einer Arztpraxis zu verwechseln und anzunehmen, dass eine Assistenzkraft oder Laborantin deine behandelnde Ärztin oder dein Arzt ist. Wenn du wichtige Infos mit der falschen Person teilst, erreichen sie möglicherweise nicht die Ärzt:innen. „Direkte Kommunikation mit der richtigen Quelle ist entscheidend für eine korrekte Diagnose und den passenden Behandlungsplan“, betont Selby. Wenn du unsicher bist, frage: „Sind Sie die Person, mit der ich das besprechen soll, oder wird der Arzt oder die Ärztin das übernehmen?“ So vermeidest du Missverständnisse und leitest deine Fragen an die richtige Stelle weiter.

8. Nicht gehen, ohne den nächsten Schritt zu kennen

Wenn du den Behandlungsplan nicht vollständig verstehst, kann das die Versorgung unbeabsichtigt unterbrechen. „Wenn der Arzt oder die Ärztin zum Beispiel ein Röntgen anordnet, du aber nicht weißt, dass du selbst einen Termin vereinbaren musst, verzögert sich die Diagnose“, erklärt Bartmus. „Stelle deine Fragen und bitte um schriftliche Anweisungen zum Behandlungsplan.“ Ein einfacher, wirkungsvoller Schritt ist, den Plan dem Arzt oder der Ärztin zurückzuspiegeln. So bestätigt ihr, dass ihr auf derselben Wellenlänge seid und die nächsten Schritte klar sind.

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