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Albträume können kommen, wenn du abends diese Leckereien isst

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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Albträume können kommen, wenn du abends diese Leckereien isst — Gesundheit
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Stell dir vor, nach einem langen, anstrengenden Tag legst du dich endlich ins Bett. Die Wohnung wird still, die Decke wärmt dich, und du fühlst, jetzt ist wirklich Zeit für Erholung. Doch vor dem Einschlafen gönnst du dir noch eine kleine Leckerei: ein Stück Schokolade, ein Stück Käse oder ein kleines Glas Joghurt. Schaden kann das sicher nicht, denkst du.

Doch mitten in der Nacht wachst du auf, weil dich seltsame, unruhige Träume gefangen halten. Oder sogar ein heftiger Albtraum. Vielleicht liegt es nicht am Stress... sondern am naschen am Abend. Eine Studie hat kürzlich untersucht, ob Lebensmittel nicht nur unseren Schlaf, sondern auch den Trauminhalt beeinflussen. Die Ergebnisse sind mehr als überraschend.

Wichtige Entdeckung der Forscher

Die Studie, veröffentlicht in Frontiers in Psychology, analysierte die Antworten von über tausend Studierenden. Zwischen Januar und April 2023 füllten 1082 Teilnehmer einen Online-Fragebogen aus und bewerteten mehr als ein Dutzend Lebensmittelgruppen – von Milchprodukten über Desserts und Süßigkeiten bis hin zu Obst und Fleisch.

Das auffälligste Ergebnis der Studie:

  • 40,2 % der Teilnehmer spürten, dass bestimmte Essgewohnheiten ihren Schlaf beeinflussen,
  • 25 % glaubten, mindestens eine Lebensmittelgruppe habe ihre Schlafqualität verschlechtert,
  • 20 % berichteten, dass bestimmte Lebensmittel ihren Nachtschlaf sogar verbessert haben – so CBS News.

Welche Lebensmittel stören den Schlaf am häufigsten?

Die Befragten nannten drei Hauptverursacher:

  • Süßigkeiten und Desserts,
  • scharfe, würzige Speisen,
  • Milchprodukte – dazu zählen Milch, Joghurt und Käse.

Im Gegensatz dazu nannten viele Obst, Kräutertees und Gemüse als förderlich für einen ruhigeren, erholsameren Schlaf.

Frau isst nachts vor dem Kühlschrank

Beeinflussen Lebensmittel sogar unsere Träume?

5,5 % der Studienteilnehmer beobachteten eine besonders spannende Verbindung: Sie nahmen wahr, dass bestimmte Lebensmittel auch den Inhalt ihrer Träume beeinflussten – sie schliefen nicht nur schlechter, sondern erlebten lebhaftere, unruhigere oder sogar richtig beängstigende Träume.

Die Lebensmittelgruppen, die am häufigsten mit Albträumen in Verbindung gebracht wurden:

  • Desserts und Süßigkeiten: 31 %,
  • Milchprodukte: 22 %.

Die Forscher warnen jedoch zur Vorsicht: Die vorhandenen Daten reichen noch nicht aus, um mit Sicherheit zu sagen, dass die Lebensmittel tatsächlich Albträume verursachen. Wie sie schreiben: „Obwohl wir noch keine festen Beweise haben, dass diese Beobachtungen der Teilnehmer zur Verbindung von Essen und Träumen wirklich zutreffen, gibt es Hinweise darauf, dass etwas Wahres daran sein könnte.“

Das heißt: Es besteht die Möglichkeit, dass Lebensmittel unsere Träume beeinflussen – doch das müssen noch gründlichere Studien bestätigen.

Der Zusammenhang zwischen Milchprodukten und Albträumen

Frau schläft im Bett

Eine der spannendsten Erkenntnisse der Studie ist, dass die unruhigen Träume, die mit Milchprodukten verbunden werden, eine ganz handfeste, körperliche Ursache haben könnten: Verdauungsbeschwerden durch Laktoseintoleranz.

Die Forscher formulieren es so: „Diese Analyse unterstützt die Vorstellung, dass Symptome, die während des Schlafs durch Lebensmittel ausgelöst werden – wie Blähungen, Krämpfe oder übermäßige Gasbildung – negative Auswirkungen auf das Träumen haben.“

Anders gesagt: Wenn dein Körper Milchprodukte schlecht verträgt, können nächtliche Verdauungsprobleme nicht nur dein Aufwachen verursachen, sondern auch deine Träume unruhiger machen.

Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass die Teilnehmer Psychologiestudierende waren. Das bedeutet, dass ihr Vorwissen oder ihre Studienerfahrungen ihre Wahrnehmung und Berichte über die Wirkung bestimmter Lebensmittel beeinflusst haben könnten. Das macht die Ergebnisse nicht ungültig, zeigt aber, dass weitere, umfassendere Forschung nötig ist.

Tipps für entspanntere Nächte

Wenn du nächtliches Herumwälzen und seltsame Träume vermeiden möchtest, probiere diese einfachen Tipps aus:

  1. Hör auf deinen Körper! Führe ein kleines Schlaftagebuch und notiere, nach welchen Lebensmitteln du schlechter geschlafen oder merkwürdig geträumt hast.
  2. Vermeide abends problematische Speisen – vor allem Milchprodukte, Süßigkeiten und scharfe Gerichte.
  3. Iss leicht zum Abendessen – ein überlasteter Verdauungstrakt stört Schlaf und Träume.

Leckereien oder Albtraum-Zutaten?

Du musst deine Lieblingsspeisen nicht für immer verbannen. Wichtig ist das Gleichgewicht – und dass du beobachtest, wie dein Körper reagiert. Vielleicht macht dir ein Käsehäppchen am Abend gar nichts aus... aber wenn du immer wieder unruhige Träume hast, lohnt es sich, es ein paar Tage ohne zu probieren. Vielleicht liegt der Schlüssel zu besseren Nächten wirklich in deinem Kühlschrank.

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