Die besten Flaschen zum Kühlen
„Leicht zu kühlende Rotweine sind meist leicht im Körper, haben mittelhohe Säure und niedrige bis mittlere Tanninwerte“, sagt Sami Kohen, Vizepräsident von Princess Cruises. „Außerdem sind sie meist nicht oder nur sehr dezent im Eichenfass gereift.“
Auch die Farbe der Flasche und ihre Form können Hinweise darauf geben, ob ein Wein zum Kühlen geeignet ist – darauf lohnt es sich beim Kauf zu achten. Belinda Chang, James Beard-prämierte Sommelière, stimmt zu: „Weine, die ich gerne gekühlt trinke, sind verspielt, saftig und preislich ideal für lockere Sommer-Runden.“
Suche nach jungen (maximal drei Jahre alten) Pinot Noirs aus Oregon, Gamay-Weinen aus der französischen Beaujolais-Region, trockenen, perlenden Lambruscos aus der italienischen Emilia-Romagna sowie Barbera aus Baja California in Mexiko. „Diese stammen von Trauben mit dünner Schale und haben eine erfrischende Säure.“ Die fruchtigen Aromen kommen so besonders lebendig zur Geltung, und die leichten Weine wirken noch spielerischer.
Kohen empfiehlt besonders den Beaujolais Gamay: „Die Gamay-Traube ist perfekt zum Kühlen, denn ihre herrlich saftigen roten Beerenaromen entfalten sich bei etwas Kälte wunderbar. Probier mal eine Flasche Beaujolais-Villages und freu dich auf saftige Noten von Pflaume, Erdbeere und Himbeere.“ Richtiges Sommerfeeling! Chang ergänzt, dass diese leicht trinkbaren Weine nicht teuer sein müssen – gute Optionen findest du zwischen etwa 15 und 30 EUR. Bei einem Treffen mit Freunden sorgt ein großer Krug gekühlten Rotweins für einen echten Hingucker auf dem Tisch.

Flaschen, die du besser meidest, wenn du Rotwein kalt trinken willst
Vermeide schwere, körperreiche Rotweine wie Merlot, Tempranillo, Syrah, Malbec oder Cabernet Sauvignon. Diese Weine sind meist schwerer, haben einen höheren Alkoholgehalt und zeigen beim Kühlen nicht die leichte, frische Geschmackswelt, die etwa ein Pinot Noir oder Gamay bietet. Premium- und teure Flaschen solltest du lieber für besondere Anlässe aufheben.
Obwohl leichtes Kühlen den meisten Rotweinen guttut (sowohl Chang als auch Kohen betonen, dass Rotwein bei Zimmertemperatur „keine Option“ ist, egal zu welcher Jahreszeit), kann zu kalte Temperatur die feinen Aromen unterdrücken. Das ist okay für einen entspannten Abend auf der Terrasse, aber bei komplexeren Flaschen, bei denen du jeden Schluck und Duft entdecken möchtest, solltest du Tiefkühlung lieber vermeiden.

Wie servierst du gekühlten Rotwein am besten?
- Stelle die Flasche über Nacht in den Kühlschrank.
- Nimm sie etwa 30 Minuten vor dem Servieren heraus, damit der Wein nicht zu kalt ist.
- Wenn es schnell gehen muss, gieße direkt aus dem Kühlschrank ein und halte das Glas auf Eis, damit der Wein kalt bleibt.
- Experimentiere mit der Temperatur: Meist sind 10–13 °C ideal, aber entscheidend ist letztlich dein persönlicher Geschmack.
Denk daran, dass der kühle Wein im Glas langsam wärmer wird – tausche deshalb das Eis im Glas gelegentlich aus. Ein paar Minzblätter oder etwas Zitrusschale machen das erfrischende Erlebnis noch besonderer. Pass aber auf, dass der Wein nicht zu lange im Gefrierfach bleibt, denn zu kalte Temperaturen können die Aromen schnell verblassen lassen.
Passende Speisen zu gekühltem Rotwein
Gekühlte Rotweine passen gut zu:
- Gegrilltem Hühnchen
- Meeresfrüchten
- Aufschnitt und Käseplatten
- Würzigen, pikanten Gerichten
So kannst du auch im Sommer die frische, fruchtige Seite des Rotweins genießen – eine echte Erfrischung an warmen Tagen!











