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„Guter Wille erzeugt keine Anziehung" – Warum nette Männer trotzdem einen Korb bekommen

Szőke Angéla4 Min. Lesezeit
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„Guter Wille erzeugt keine Anziehung" – Warum nette Männer trotzdem einen Korb bekommen — Lebensstil
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Er ist aufmerksam, zuverlässig, humorvoll – kurz gesagt: ein toller Mensch. Und trotzdem bekommt er einen Korb. Nicht weil er etwas falsch gemacht hat, sondern weil Anziehung sich nicht erzwingen lässt. Warum landen so viele „nette Männer" in der Freundschaftszone – und wessen Problem ist das eigentlich?

Es kam einfach nicht

Er war so sympathisch, dass ich mir dachte: Ich gebe ihm eine Chance. Ich wollte keinen guten Menschen an mir vorbeiziehen lassen. Ich hoffte, dass die Gefühle vielleicht noch kommen würden. Sie kamen nicht.

Im Gegenteil: Je netter er war, desto mehr zog ich mich innerlich zurück. Nach zwei Wochen war es vorbei – in dem Moment, als er mein Gesicht berühren wollte und ich unwillkürlich zurückwich. Nicht weil er etwas falsch gemacht hatte. Es war einfach nicht da.

Der Hauptpreis

Kürzlich saß ich beim Mittagessen mit Kollegen und hörte zu, wie sie sich darüber beklagten, wie ungerecht es sei: Man gibt alles, zeigt sich von seiner besten Seite – und die Frau will „nur befreundet" sein. Meine Kollegen sind wirklich nette Kerle, ich habe nichts Schlechtes über sie zu sagen. Und genau deshalb fand ich es so ernüchternd: Selbst gut gemeinte, intelligente Männer reagieren mit stiller Empörung, wenn eine Frau sich nicht für sie entscheidet.

Irgendwann konnte ich nicht mehr schweigen. Ich sagte ihnen: „Für euch ist Partnersuche ein Wettkampf – und der Hauptpreis ist nicht die Liebe der Frau, sondern ihr Körper. Ihre Freundschaft behandelt ihr nicht wie Silber, sondern wie einen Trostpreis, den ihr gar nicht haben wollt." Keiner widersprach.

Der Korb

Ich empfinde es nicht als Grausamkeit, einem netten Mann einen Korb zu geben und ihm stattdessen meine Freundschaft anzubieten. Ich bin eine gute, verlässliche Freundin – das ist kein Trostpreis, das ist etwas Echtes.

Wenn er das als Niederlage betrachtet und lieber gar keinen Kontakt will, ist das völlig in Ordnung – seine Entscheidung. Problematisch wird es nur, wenn er die Freundschaft akzeptiert, aber insgeheim weiter hofft. Das ist dann kein Problem, das ich ihm gemacht habe. Das ist seines.

Wessen Schuld ist es?

Ein früherer Kollege ließ keine Gelegenheit aus, mir zu zeigen, dass er mich attraktiv fand. Er war gut aussehend, witzig, erfolgreich. Und trotzdem fehlte etwas. Dieses eine Etwas, das mich dazu gebracht hätte, ihn berühren, ihn küssen zu wollen.

Romantik braucht sexuelle Anziehung. Sympathie allein reicht nicht. Ohne diesen Funken bleibt es bei Freundschaft – egal wie gut die anderen Zutaten sind. Als jemand, der gerne kocht, würde ich es so beschreiben: Es ist wie eine Suppe aus erstklassigen Zutaten, der einfach das Salz fehlt. Sie kann noch so gut sein – ohne diesen einen Faktor schmeckt sie nicht rund.

Die geernteten Lorbeeren

Ich höre es immer wieder: Männer, die sich darüber aufregen, in die Freundschaftszone gesteckt worden zu sein. Ihr Argument: Sie geben der Frau Aufmerksamkeit, sind zur Stelle, wenn der Wasserhahn tropft oder der Umzug ansteht – und dann kommt irgendein „Fuckboy" und erntet die Früchte ihrer Arbeit.

Ich habe das über die Jahre von mehreren männlichen Bekannten gehört. Meine Antwort war jedes Mal dieselbe: Guter Wille erzeugt leider keine Anziehung. Niemand kann steuern, zu wem er sich hingezogen fühlt und zu wem nicht. Was erwarten diese Männer – dass eine Frau mit ihnen schläft, obwohl sie es nicht will?

Die stille Wahrheit hinter manchen Freundschaften

Ich habe viele männliche Bekannte – aber auch drei enge Freunde, die wirklich zu meinem inneren Kreis gehören. Ich kenne sie seit Jahren, zwischen uns war nie etwas. Sie sind sympathisch, aber keine klassischen „Bad Boys" – deshalb landeten sie im Freundeskreis.

Und trotzdem weiß ich: Sie sind in mich verliebt. Keiner hat je etwas versucht, aber ich weiß, dass ich nur schnippen müsste. Das klingt arrogant – aber es ist die Wahrheit, und ich glaube, sie wissen es auch.

Zwei von ihnen sind in festen Beziehungen, beim dritten war ich letztes Jahr auf der Hochzeit. Wir sind Freunde – aber im Hintergrund schlummern diese Dinge, das ist nun mal so. Man kann es schönreden, wie man will: Zwischen Männern und Frauen gibt es selten eine Freundschaft, in der das völlig fehlt.

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