Wir schauen unsere Hände hundertmal am Tag an und sehen sie trotzdem nie. Sie tippen, schneiden Zwiebeln, halten den Bus-Haltegriff, streichen jemandem über den Rücken. In der überlieferten Handlesekunst beginnt die Deutung nicht bei den Linien, sondern bei etwas viel Offensichtlicherem: der Form. Breite Fläche oder schmale, kurze Finger oder lange – daraus entstanden vier Typen, benannt nach den Elementen. Verstanden als Spiegel, nicht als Urteil, ist das ein überraschend schöner Einstieg in eine stille halbe Stunde mit sich selbst.
So bestimmst du deine Handform
Lege die nicht dominante Hand flach und entspannt auf den Tisch, Finger locker nebeneinander. Zwei Fragen genügen. Erstens: Ist die Handfläche – vom Handgelenk bis zum Fingeransatz – eher quadratisch, also ungefähr so lang wie breit? Oder ist sie deutlich länger als breit, fast rechteckig? Zweitens: Sind die Finger kürzer als die Handfläche hoch ist, oder reichen sie darüber hinaus?
Aus den Kombinationen ergeben sich die vier Typen: quadratische Fläche mit kurzen Fingern heißt Erde, quadratische Fläche mit langen Fingern heißt Luft, lange Fläche mit langen Fingern heißt Wasser, lange Fläche mit kurzen Fingern heißt Feuer.



