1. Srapnel
Ein Freund von mir diente als Soldat in mehreren Krisengebieten, unter anderem in Afghanistan, wo sein Konvoi angegriffen wurde und viele Srapnel-Splitter in seinem Körper blieben. Wenige wissen, dass Ärzte nicht alle Splitter entfernen – einige bleiben im Körper. Jahre später fuhr mein Freund mit seiner Frau zum Balaton, als ein Lastwagen ihnen plötzlich den Weg schnitt. Der Aufprall war nicht schwer, aber die Airbags lösten aus, wodurch eine seiner Rippen brach und ein im Herzen verstecktes Srapnel-Stück durchbohrte. So wurde der Unfall doch tödlich.
2. Falsches Organ
Kein Unfall im klassischen Sinn, aber irgendwie doch: Der Vater meiner Freundin wartete jahrelang auf eine Organtransplantation, bis er endlich an der Reihe war. Die Operation gelang, doch einige Monate später verstarb er. Es stellte sich heraus, dass die Spenderin – die Frau, von der das Organ stammte – an Krebs erkrankt war. Sie starb bei einem Unfall, er jedoch an ihrer Krebserkrankung.
3. Wahrheit im Wein
Mein Großvater beschäftigte sich mit Wein, als er auf dem Speicher ausrutschte, fiel und sich den Kopf stieß. Er verlor das Bewusstsein und wir fanden ihn so vor, dass sein Oberkörper in einem Weinfass lag. Er ertrank in seinem eigenen Wein.

4. In eine Pfütze getreten
Mein Onkel war mit der Familie im Garten beschäftigt, als sein Körper plötzlich erstarrte, er zuckte leicht und fiel um. Er war in eine Pfütze neben der Speisekammer getreten, in der ein Stromkabel lag – der Stromschlag tötete ihn.
5. Der Unfall von Onkel Tóni
Onkel Tóni war ein Freund meines Vaters. Mein Vater holte ihn morgens ab, wenn sie zur Arbeit fuhren, und der Unfall geschah direkt vor seinen Augen. Onkel Tóni und ein anderer Mann lehnten an der Wand eines baufälligen Hauses und rauchten, als die Wand plötzlich einstürzte. Sie fielen in den Keller und starben.
6. Das Tier
Ich arbeitete in den USA, als meine Chefin Sofia in den Urlaub fuhr. Wir sprachen fast täglich, und sie schickte mir Videos von dem wundervollen Nationalpark, in dem sie mit ihrem Mann zeltete. Dann war sie tagelang nicht erreichbar – ich dachte, sie seien in einem Gebiet ohne Mobilfunkempfang. Später erfuhr ich, dass Sofia von einem Büffel angegriffen wurde und im Krankenhaus an ihren Verletzungen starb. In unserem letzten Gespräch beklagte sie sich gerade darüber, wie viele Menschen verantwortungslos sind, die Tiere nicht respektieren, mit Kopfhörern joggen oder zu nah an die Büffel herangehen.

7. Verheddert
Ein Mitarbeiter meines Onkels überwachte, wie ein dicker Drahtseilstrang um eine riesige Trommel gewickelt wurde. Obwohl verboten, hielt er locker die Hand auf dem Kabelbündel, um zu helfen. Ein ausgefranstes Stück fing seinen Handschuh, das Seil riss ihn mit und wickelte ihn um die Trommel. Er starb, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
8. Der Blumentopf
Im Sommer waren wir bei meiner Mutter, die halbe Familie war da. Ich ging gerade mit meiner Tante ins Haus, um das Mittagessen zu holen, als ich bemerkte, dass sie nicht antwortete. Ich drehte mich um und sah sie regungslos im Gemüsegarten liegen – tot. Zuerst dachten wir, ihr Herz hätte aufgehört zu schlagen, doch dann stellte sich heraus, dass ihr ein Blumentopf vom Dach auf den Kopf gefallen war und sie sofort tötete.

9. Vom Regen in die Traufe
Ein Mädchen aus dem Dorf hatte große Angst vor Bienen. Als beim Spielen am See ein Bienenstock umgestoßen wurde, rannte sie schreiend ins Wasser. Sie konnte nicht schwimmen und ertrank, bevor man sie retten konnte.
10. Die Gabel
Mein Kollege – ein junger Mann – war sehr engagiert und kam immer früh zur Arbeit. Allein im Lager ließ er den Gabelstapler versehentlich in Gang und ging, um Paletten zu stapeln. Er bemerkte nicht, dass das Fahrzeug sich langsam von hinten näherte und wurde aufgespießt. Wäre er später gekommen, hätten wir ihn retten können, doch so war niemand da und er verblutete, bevor der nächste Mitarbeiter kam.











