Manchmal tut ein prickelndes Mineralwasser richtig gut und kitzelt angenehm im Hals. Heute gibt es davon auch viele gesüßte oder aromatisierte Varianten. Aber ist es wirklich klug, sich beim Durstlöschen für Sprudelwasser zu entscheiden?
„Sprudelwasser hilft dir genauso, deine tägliche Flüssigkeitszufuhr zu erreichen wie stilles Wasser“, sagt Dana Ellis Hunnes, PhD, MPH, RD, leitende Ernährungswissenschaftlerin am UCLA Medical Center und Autorin des Buchs „Rezepte zum Überleben 2022".
Dennoch weisen einige Experten darauf hin, dass der Säuregehalt von Sprudelwasser etwas höher ist als bei normalem Trinkwasser. Theoretisch kann die Säure den Zahnschmelz angreifen und so Karies fördern. Doch dieses Risiko ist minimal, erklärt James E. Galati, DDS, neuer Präsident der New York State Dental Association (NYSDA):
„Neueste Studien zeigen, dass Sprudelwasser zwar etwas saurer ist als Leitungswasser, aber etwa die gleiche Wirkung auf den Zahnschmelz hat“
Zum Mythos: Es gibt keine Belege dafür, dass Sprudelwasser unsere Knochen schwächt. Das im Sprudel enthaltene Kohlendioxid kann allerdings Blähungen, Gas oder Sodbrennen verursachen. Laut einer Studie in Alimentary Pharmacology & Therapeutics sind diese Effekte aber vorübergehend, und Sprudelgetränke verschlechtern keine Erkrankungen wie Reflux.
Generell empfehlen Experten, Sprudelwasser langsam und in Maßen zu trinken, um mögliche Beschwerden zu vermeiden. Einige Studien legen sogar nahe, dass Sprudelgetränke die Verdauung unterstützen können. Gegen Blähungen hilft es auch, das Wasser ohne Strohhalm zu trinken.

Welches Sprudelwasser solltest du wählen?
Obwohl Sprudelwasser kaum Nachteile hat, lohnt sich ein Blick auf das Etikett. Experten raten, auf Zucker und Zusatzstoffe zu achten, denn diese machen aromatisierte Varianten weniger gesund.
Eine gute Lösung ist, dein Sprudelwasser selbst zu Hause herzustellen. Viele Sprudelgeräte erlauben es, den Kohlensäuregehalt individuell einzustellen und so den Säuregrad zu kontrollieren. Selbstgemacht vermeidest du außerdem Aromastoffe und Farbstoffe. Und – so Hunnes – ein paar Tropfen reiner Fruchtsaft machen dein Wasser zum besonderen Genuss.
Auch wenn Sprudelwasser deine Zähne wahrscheinlich nicht schädigt, kann das Selbermachen zusätzlichen Schutz bieten. „Die meisten Leitungswasser enthalten Fluorid“, erklärt Hunnes, „während viele abgefüllte Wässer, ob sprudelnd oder still, diesen schützenden Mineralstoff oft nicht enthalten."
Und nicht überraschend: Nach der Anfangsinvestition ist die eigene Sprudelwasser-Herstellung auf lange Sicht viel günstiger.











