Überraschende Entdeckung der Forscher
In einer Studie, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nutrients veröffentlicht wurde, untersuchten chinesische und schottische Forscher 139 verschiedene, häufig konsumierte Lebensmittel, um herauszufinden, welche die Entstehung von Darmkrebs beeinflussen könnten. Die Daten stammten aus der britischen UK Biobank, in der über 118.000 Teilnehmer über einen Zeitraum von 12 Jahren hinsichtlich ihrer Ernährungsgewohnheiten verfolgt wurden. Während dieser Zeit entwickelten etwa 1500 Menschen Darm- oder Enddarmkrebs.
Die Forschung brachte ein überraschendes Ergebnis: Nicht nur Alkohol, sondern auch der Konsum von klassischem Weißbrot wurde eng mit der Entstehung der Krankheit in Verbindung gebracht. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Forscher identifizierten nicht nur risikobehaftete Lebensmittel, sondern auch nährstoffe, die Schutz bieten. Zu letzteren gehören beispielsweise Ballaststoffe (deren positive Wirkung seit langem bekannt ist). Kalzium, Magnesium, Phosphor und Mangan können ebenfalls helfen, die Krankheit vorzubeugen.
Interessant ist außerdem, dass diese schützenden Effekte vor allem bei Männern stärker ausgeprägt waren – bei Frauen zeigte sich keine so eindeutige Verbindung. Das bedeutet jedoch nicht, dass es für Frauen nicht mindestens genauso wichtig wäre, gesundheitsbewusste Lebensgewohnheiten anzustreben, einschließlich der Ernährung.
Es zählt sehr, wie wir uns ernähren
Dr. Xin Wang, eine der leitenden Autorinnen der Studie, betonte: „Diese Forschung bestätigt, dass die Ernährung nicht nur das Risiko für die Entstehung von Krebs beeinflusst, sondern dass bestimmte Nährstoffe auch eine schützende Rolle spielen können, sogar aus Quellen wie Frühstückscerealien."
Die Forscher sind der Ansicht, dass bestimmte Getreidesorten, insbesondere solche, die diese schützenden Mineralstoffe enthalten, positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben können.
Es zeigte sich auch, dass die meisten Krebserkrankungen bei Männern auftraten, die älter waren, Übergewicht hatten, rauchten, Diabetes hatten und eine vererbte Veranlagung für Darm- oder Enddarmkrebs besaßen. Eines ist also sicher: Es lohnt sich, auf unsere Ernährung zu achten und bewusst zu essen. Dazu gehört weniger Alkohol und Weißbrot sowie mehr Ballaststoffe, Kalzium und Mineralstoffe zu konsumieren.

Nicht alle Ballaststoffe schützen gleichermaßen
Obwohl die Aufnahme von Ballaststoffen tatsächlich bei der Vorbeugung von Darmkrebs helfen kann, ist es wichtig, woher die Ballaststoffe stammen. Eine der interessantesten Erkenntnisse der Studie ist, dass Ballaststoffe aus Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten weniger wirksam waren als Getreideballaststoffe.
Das bedeutet, dass Vollkorngetreide – zum Beispiel Hafer, Naturreis oder Vollkornbrote – eine wichtigere Rolle in unserer Ernährung spielen könnten, als bisher angenommen.
Im Gegensatz dazu zeigte Weißbrot, das fast keine Ballaststoffe und viele andere wichtige Nährstoffe enthält, eine klare Verbindung zur Entstehung von Darm- und Enddarmkrebs. Wichtig ist auch, dass laut den Forschern Kalzium und Mangan vor allem beim Schutz gegen Darmkrebs eine Rolle spielten, während Ballaststoffe und Magnesium das Risiko für Enddarmkrebs verringerten.
Auch einfache, kleine Schritte können Gold wert sein
Experten zufolge könnten durch Ernährungsumstellungen etwa 25 % der Darmkrebserkrankungen verhindert werden. Unsere Lebensstilentscheidungen – zum Beispiel was wir essen, wie viel wir uns bewegen und ob wir Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen – spielen eine Schlüsselrolle bei der Prävention.
Wenn du also das Gefühl hast, dass du deinen Lebensstil unter Berücksichtigung all dessen noch ändern könntest, dann denke immer daran, dass schon kleinere, einfach umsetzbare Schritte Gold wert sein können!
Versuche, mehr Lebensmittel zu essen, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen sind. Wenn dies deinem aktuellen Gesundheitszustand entspricht, beginne mehr Bewegung in deinen Alltag einzubauen. Und natürlich vergiss nicht, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen!











