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Kleiderspende: 7 Fehler, die aus guter Absicht eine Belastung machen

Farkas Margaréta5 Min. Lesezeit
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Kleiderspende: 7 Fehler, die aus guter Absicht eine Belastung machen — Mode
In diesem Artikel

Es hat etwas Befreiendes, endlich den Kleiderschrank auszumisten. Die Säcke füllen sich, du schaffst Platz – und weil du weißt, dass diese Kleidung noch jemandem Freude machen kann, geht das Ganze mit einem richtig guten Gefühl einher.

Aber: Es ist nicht egal, wie du spendest. Denn trotz bester Absichten kannst du dabei Fehler machen, die den Hilfsorganisationen mehr Arbeit bereiten, als sie ihnen abnehmen.

1. Du gibst beschädigte, zerrissene oder fleckige Kleidung weg

Das ist der häufigste und vielleicht folgenschwerste Fehler. Viele denken: Was ich nicht mehr trage, ist immer noch besser als nichts. Doch das stimmt nicht immer.

Hilfsorganisationen kostet es enorm viel Zeit und Energie, unbrauchbare Stücke auszusortieren – und was sich nicht weitergeben lässt, muss am Ende ohnehin entsorgt werden.

Sieh dir vor dem Spenden jedes Teil genau an. Ist es löchrig, zerrissen, ausgeleiert, verblasst oder dauerhaft fleckig, wirf es lieber weg – oder bring es, wenn der Stoff noch etwas taugt, in einen Altkleidercontainer.

2. Du gibst die Kleidung ungewaschen ab

Das klingt selbstverständlich, aber erstaunlich viele Menschen waschen ihre Spenden nicht. Hilfsorganisationen sind keine Wäschereien – und die zusätzliche Arbeit ist unfair, wenn sie sich leicht vermeiden lässt.

Wasche jedes Kleidungsstück vor dem Spenden und übergib es möglichst gefaltet und ordentlich. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch eine Form von Respekt gegenüber denen, die deine Spende annehmen.

Wenn du merkst, dass du dich von manchen Dingen einfach nicht trennen kannst, lohnt sich ein Blick darauf, warum das Loslassen von Gegenständen so schwerfällt.

3. Du spendest jahrzehntealte, unverkäufliche Teile

Second-Hand-Läden und Sammelstellen können nicht jedes Kleidungsstück verwerten. Was vor 30 Jahren angesagt war, findet heute nur schwer einen neuen Besitzer.

Das heißt nicht, dass alte Kleidung grundsätzlich nichts taugt. Es heißt nur: Frag dich ehrlich, ob es realistisch ist, dass jemand dieses Teil tatsächlich noch trägt.

Es gibt zeitlose Vintage-Stücke, die bis heute modern wirken – und solche, die niemand mehr freiwillig anziehen würde.

4. Du bringst die Kleidung an die falsche Stelle

Nicht jede Sammelstelle nimmt jede Art von Kleidung an. Manche Organisationen sammeln ausschließlich Kinderkleidung, andere nur Erwachsenengrößen, wieder andere gezielt Berufskleidung für Menschen auf Jobsuche.

Wenn du wahllos alles zu einer spezialisierten Sammelstelle bringst, bereitest du ihr eher Arbeit, als dass du hilfst.

Informiere dich vorab, welche Organisation was annimmt, und teile deine Sachen entsprechend auf.

5. Du gibst etwas nur ab, weil du es nicht wegwerfen willst

Das ist der ehrlichste Fehler – und der am schwersten einzugestehende. Oft spenden wir nicht, weil wir überzeugt sind, dass ein Kleidungsstück noch gebraucht wird, sondern weil wir uns so nicht damit auseinandersetzen müssen, dass wir etwas wegwerfen müssten, das vielleicht noch schön ist, aber schlicht nicht mehr tragbar.

Eine Spende ist kein Freibrief, um sich das Wegwerfen zu ersparen.

Wenn etwas wirklich nicht mehr zum Tragen taugt, ist die fairste Entscheidung, die Organisationen nicht damit zu belasten.

6. Du spendest Saisonkleidung zum falschen Zeitpunkt

Einen Wintermantel mitten im Sommer spenden oder Sommerkleider Ende Oktober – keine gute Idee. Solche Teile landen oft erst einmal im Lager, bis sie gebraucht werden, und die Aufbewahrung bedeutet für die Organisationen einen erheblichen logistischen Aufwand.

Wenn du kannst, richte den Zeitpunkt deiner Spende nach der Saison. Winterkleidung im Herbst, Sommerkleidung im Frühjahr – so kommt sie mit der größten Wahrscheinlichkeit genau bei denen an, die sie gerade brauchen.

7. Du fragst nicht nach, was gerade gebraucht wird

Diesen Schritt lassen die meisten weg, dabei ist er der einfachste überhaupt. Bevor du die Säcke packst, ruf die Organisation an und frag, woran gerade der größte Bedarf besteht.

Vielleicht fehlt es gerade an Kinderkleidung, an Wintermänteln oder an Kleidung für Vorstellungsgespräche.

Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht macht deine Spende sehr viel gezielter – und damit deutlich nützlicher, als wenn du einfach abgibst, was gerade zusammenkommt.

Übrigens gelten auch für das Weitergeben von Geschenken ein paar Umgangsregeln, die den Unterschied machen. Spenden ist eine schöne Geste – am schönsten aber ist sie, wenn sie wirklich hilft. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit erleichtert dir das Ausmisten nicht nur selbst das Leben, sondern macht auch im Leben eines anderen Menschen einen echten Unterschied.

Was sollte ich vor dem Spenden mit meiner Kleidung tun?

Sieh dir jedes Teil genau an, sortiere Beschädigtes und Fleckiges aus und wasche alles, was du weitergibst. Übergib die Sachen möglichst gefaltet und ordentlich.

Was mache ich mit kaputter oder unbrauchbarer Kleidung?

Löchrige, zerrissene oder dauerhaft fleckige Stücke gehören nicht in die Spende. Wirf sie weg oder bring sie, wenn der Stoff noch verwertbar ist, in einen Altkleidercontainer.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Kleiderspende?

Richte dich nach der Saison: Winterkleidung im Herbst, Sommerkleidung im Frühjahr. So erreicht sie am ehesten die Menschen, die sie gerade brauchen.

Woher weiß ich, welche Organisation was annimmt?

Frag am besten vorher nach. Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht klärt, woran gerade der größte Bedarf besteht – und macht deine Spende deutlich gezielter und nützlicher.

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