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Meine Sommermorgenroutine – warum ich den Nachmittag kaum erwarten kann

Deborah Keller4 Min. Lesezeit
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Meine Sommermorgenroutine – warum ich den Nachmittag kaum erwarten kann — Lebensstil
In diesem Artikel

Im Sommer sind es die Nachmittage, auf die ich mich am meisten freue. Diese paar Stunden, in denen ich endlich aus dem Alltagsrhythmus ausbrechen kann: ein Spaziergang mit meinem Hund, ein Eis essen, eine spontane Radtour oder einfach ziellos durch die Nachbarschaft schlendern. Diese kleinen, bunten Momente geben meinem Sommer seinen eigentlichen Geschmack.

Damit diese Nachmittage aber wirklich gelingen, brauche ich eine durchdachte Morgenroutine. Keine starren Regeln – nur ein paar Gewohnheiten, die dafür sorgen, dass ich in der zweiten Tageshälfte nicht müde und unmotiviert bin, sondern mich wirklich wohlfühle und abschalten kann.

Zur gleichen Zeit aufstehen – mit neuem Schwung

Ich habe über die Jahre viel darüber gelesen, wie viel es ausmacht, jeden Morgen ungefähr zur gleichen Zeit aufzuwachen. Ich habe auch mit Fachleuten darüber gesprochen – aber was mich wirklich überzeugt hat, war meine eigene Erfahrung.

Wenn ich unregelmäßig aufgestanden bin, sind meine Tage leichter auseinandergebrochen. Inzwischen halte ich fast automatisch an einer festen Aufstehzeit fest. Am Anfang war das nicht einfach – ich habe mehr als einmal weitergeschlafen. Aber die immer häufiger gut verlaufenden Tage haben mich motivierter gemacht, und heute kämpfe ich selten mit dem Aufstehen.

Eng damit verbunden ist mein Ziel, täglich rund acht Stunden zu schlafen. Es klappt nicht immer, aber wenn es gelingt, hat der ganze Tag eine andere Qualität: klarere Gedanken, ausgeglichenere Stimmung.

Die Kraft des langsamen Starts – Wasser, Tee und stille Minuten

Kaum bin ich wach, ist einer meiner ersten Handgriffe fast immer derselbe: ein großes Glas Wasser trinken. Es klingt simpel – und ist es auch. Trotzdem fühlt es sich an, als würde es meinen Körper sanft in Gang setzen.

Vor Kurzem habe ich eine weitere Gewohnheit eingeführt: einen Kräutertee zubereiten, den ich auch auf nüchternen Magen trinken kann. Ich koche das Wasser, brühe den Tee auf, genieße ihn in Ruhe – und gönne mir danach noch etwa 15 Minuten, bevor ich irgendetwas anderes anfasse. Diese kurze Pause gibt überraschend viel: Der Tag beginnt nicht mit Hetze, sondern mit einem Moment der Ruhe.

Ein paar Minuten in meinem kleinen Refugium

Nach dem Tee gehe ich auf den Balkon. Ich gieße meine Pflanzen – und mache dabei immer kurz Pause. Unsere eigenen Erdbeeren, Schnittlauch und Petersilie zu pflegen ist gar nicht aufwendig, aber es erfüllt mich mit einem schönen Gefühl.

Die Pflanzen geben mir etwas zurück: eine Art Gegenwärtigkeit. Wenn ich sehe, wie sie wachsen, wie sie von Tag zu Tag lebendiger werden, lädt mich das selbst auf. Sie erinnern mich daran, welch schöne Früchte langsame, beständige Fürsorge tragen kann.

Frühstück, das mehr ist als ein schneller Happen

Danach kommt das Frühstück. Ich versuche immer, nicht hastig zu essen, sondern mich hinzusetzen und diese Zeit wirklich zu genießen.

Meistens bereite ich mir etwas Einfaches, aber Nahrhaftes zu – zum Beispiel Toast mit Hummus und viel frischem Gemüse. Am Wochenende darf es manchmal auch etwas Besonderes sein: Waffeln oder Pfannkuchen mit selbstgemachter Marmelade und Früchten.

Prioritäten setzen – damit der Morgen nicht zum Chaos wird

Nach dem Frühstück kommt der Teil, den ich lange unterschätzt habe: die Planung. Heute weiß ich, wie viel sie ausmacht.

Ich überlege mir – und schreibe oft auf –, was die wichtigsten Aufgaben für den Vormittag sind. Keine langen Listen, eher kleine Orientierungspunkte. Sie helfen mir, nicht abgelenkt zu werden und mich nicht in kleinen und großen Aufgaben zu verlieren.

Die Aussicht auf den Nachmittag als bester Motivator

Einer der wichtigsten Teile meines Tages ist oft schon morgens der Gedanke an den Nachmittag. Nicht als unerreichbarer Traum, sondern als bewusst eingeplante Belohnung.

Ein längerer Spaziergang mit meinem Hund, ein Eis, eine spontane Radtour oder einfach ein bisschen durch die Gegend streifen – das sind die Momente, die mich wirklich auftanken.

Und vielleicht ist das das Wichtigste: Ich halte an meiner Morgenroutine auch deshalb fest, damit diese Nachmittage wirklich erlebbar werden.

Einfache Gewohnheiten, schönerer Sommer

Wir neigen dazu zu glauben, dass ausgeglichene Tage große Veränderungen erfordern. Bei mir hat sich das Gegenteil bewährt: ein paar einfache, wiederkehrende Gewohnheiten.

Ein Glas Wasser, ein Tee, ein paar stille Minuten auf dem Balkon, eine durchdachte Liste und ein herbeigesehnter Nachmittag. Nichts Kompliziertes – und doch macht genau das meinen Sommer bunter, lebenswerter und glücklicher.

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