Bien Logo

Mit welchem Öl kocht man am gesündesten? Das sagen Ernährungsberater

Schuster Borka3 Min. Lesezeit
Teilen:
Mit welchem Öl kocht man am gesündesten? Das sagen Ernährungsberater — Gesundheit
In diesem Artikel

Wir würden uns auch eine klare Antwort auf die Frage „Welches Öl ist am gesündesten?“ wünschen, doch Ernährungsberater betonen: es kommt viel mehr darauf an, welche Fettsäuren das Öl enthält, wie du es einsetzt und bei welcher Temperatur du damit kochst. Eines ist aber klar: Pflanzliche Öle sind meist die bessere Wahl als tierische Fette.

Grundprinzip: Nicht alle Fette sind gleich

Experten heben hervor, dass der wichtigste Unterschied in der Art der Fette liegt. Ungesättigte Fette – besonders einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren – unterstützen die Herzgesundheit, während gesättigte Fette in größeren Mengen das „schlechte“ LDL-Cholesterin erhöhen können.

Daher gelten Öle, die bei Zimmertemperatur flüssig sind – wie Oliven-, Avocado- oder Rapsöl – meist als gesünder.

Olivenöl: der Goldstandard

Ernährungsberater empfehlen fast einhellig extra natives Olivenöl als eine der gesündesten Optionen. Es ist reich an einfach ungesättigten Fetten und Antioxidantien, die Entzündungen reduzieren, Herz und Gefäße stärken und bei der Cholesterinregulierung helfen können.

Außerdem ist es vielseitig: Du kannst es für Salate, Braten oder sogar zum Kochen verwenden. Trotz mittlerem Rauchpunkt bleibt es laut Studien in den meisten Alltagssituationen stabil.

Olivenöl

Avocadoöl: ideal für hohe Temperaturen

Wenn du oft bei hohen Temperaturen brätst oder frittierst, ist Avocadoöl eine der besten Optionen. Es hat einen sehr hohen Rauchpunkt (über 260 °C), sodass es nicht leicht zerfällt. Zudem hat es eine ähnlich günstige Fettsäurezusammensetzung wie Olivenöl.

Sein neutraler Geschmack macht es perfekt, wenn das Öl das Gericht nicht dominieren soll.

Avocadoöl

Rapsöl: praktisch und erschwinglich

Rapsöl wird oft unterschätzt, ist aber aus ernährungswissenschaftlicher Sicht eine gute Wahl. Es hat einen niedrigen Gehalt an gesättigten Fetten und ein günstiges Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren.

Sein neutraler Geschmack macht es ideal zum Braten, Kochen und für Gerichte aus dem Ofen. Es ist eines der besten Allround-Öle, wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet.

Rapsöl

Sesamöl und andere aromatisierte Öle

Sesamöl verleiht nicht nur Geschmack, sondern enthält auch Antioxidantien und hält Hitze relativ gut aus.

Wichtig ist jedoch, dass diese Öle eher ergänzend verwendet werden: Man kocht nicht täglich damit, sondern nutzt sie vor allem zum Würzen.

Sesamöl

Nicht jedes „gesunde“ Öl eignet sich zum Kochen

Manche Öle sind zwar nährstoffreich, eignen sich aber nicht für Hitze. Leinöl ist zum Beispiel eine hervorragende Omega-3-Quelle, hat aber einen niedrigen Rauchpunkt und sollte daher besser kalt verwendet werden.

Das zeigt: Es reicht nicht, nur auf die „Gesundheit“ eines Öls zu achten – auch die Verwendung spielt eine Rolle.

Die Bedeutung des Rauchpunkts

Ein entscheidender Faktor beim Kochen ist der Rauchpunkt des Öls – die Temperatur, bei der es zerfällt und schädliche Stoffe entstehen können.

Für hohe Temperaturen (z. B. Braten) wähle ein hitzestabiles Öl, bei niedrigen Temperaturen oder kalt kannst du auch empfindlichere, aber nährstoffreiche Öle nutzen.

Welches Öl soll ich wählen, wenn ich gesund kochen will?

Ernährungsberater sagen, es gibt kein „perfektes“ Öl. Extra natives Olivenöl ist die beste Allround-Wahl, Avocadoöl ideal für hohe Temperaturen und Rapsöl eine praktische Alternative für den Alltag.

Die wichtigste Erkenntnis: Denk nicht nur an ein Öl, sondern an bewusste Auswahl. Wenn du das passende Öl für dein Gericht und deine Kochmethode nutzt, tust du deiner Gesundheit schon viel Gutes.

Nur auf Bienvibe

Original

Passende Artikel

Vergessene Superfoods: 10 saisonale Gemüsesorten, die du jetzt unbedingt essen solltest — Gesundheit

Vergessene Superfoods: 10 saisonale Gemüsesorten, die du jetzt unbedingt essen solltest

Diese unterschätzten Herbst- und Wintergemüse stecken voller Nährstoffe – und machen deine Küche abwechslungsreicher als jedes Trendprodukt aus dem Supermarkt.

Szabó Erzsébet•
So isst du Haferflocken richtig – dein Körper und deine Haut werden es dir danken — Gesundheit

So isst du Haferflocken richtig – dein Körper und deine Haut werden es dir danken

Haferflocken zum Frühstück können mehr bewirken als du denkst – für deine Figur, deine Haut und dein Wohlbefinden. So bereitest du sie richtig zu.

Kende Kíra•
Chiasamen: Warum das kleine Superfood wirklich in jeden Speiseplan gehört — Gesundheit

Chiasamen: Warum das kleine Superfood wirklich in jeden Speiseplan gehört

Chiasamen stecken voller Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren und Mineralstoffe – und sind dabei erstaunlich vielseitig. Was sie wirklich können und wie man sie richtig verwendet.

Szalai Dóra•
Jeden Tag eine Prise Kurkuma: Diese überraschenden Wirkungen hat das goldene Gewürz — Gesundheit

Jeden Tag eine Prise Kurkuma: Diese überraschenden Wirkungen hat das goldene Gewürz

Kurkuma kann weit mehr als Curry gelb färben. Warum das goldene Gewürz täglich auf dem Speiseplan stehen sollte – und worauf es dabei wirklich ankommt.

Szalai Dóra•
Warum du ab sofort jeden Tag Kefir trinken wirst — Gesundheit

Warum du ab sofort jeden Tag Kefir trinken wirst

Kefir ist eines der ältesten Probiotika der Welt – und genau das, was dein Darm braucht. Was steckt wirklich drin, und wie viel solltest du täglich trinken?

Szalai Dóra•
Diese vermeintlich gesunde Gewohnheit kann dein Leben verkürzen — Gesundheit

Diese vermeintlich gesunde Gewohnheit kann dein Leben verkürzen

Viel Eiweiß gilt als gesund – doch Longevity-Experten warnen: Zu viel tierisches Protein kann die Alterung sogar beschleunigen. Das solltest du wissen.

Nyul Debóra•