Was hilft in der wachen Stunde selbst?
Der klassische Fehler ist Anstrengung. Je verbissener man einschlafen will, desto wacher wird man. Hilfreicher ist es, den Druck herauszunehmen: Ich liege warm, ich ruhe, das reicht für jetzt. Wenn du nach etwa zwanzig Minuten merkst, dass die Anspannung steigt, steh lieber auf. Ein anderer Raum, gedämpftes Licht, ein langweiliges Buch, eine Tasse warmes Wasser – und zurück ins Bett, sobald die Augen schwer werden.
Was nicht hilft: auf die Uhr schauen und ausrechnen, wie viele Stunden noch bleiben. Dreh den Wecker weg. Was oft hilft: ruhig und länger ausatmen als einatmen, ein paar Minuten lang. Das ist keine Zauberei, es senkt einfach die Grundanspannung.
Soll ich aufstehen, wenn ich nachts wach werde?
Wenn du entspannt liegst und dösen kannst, bleib liegen – auch ruhiges Liegen erholt. Wenn du aber merkst, dass sich Ärger, Grübeln oder Herzklopfen aufbauen, ist Aufstehen die bessere Wahl, damit das Bett nicht mit Wachsein verknüpft wird. Wichtig ist nur, dass die Nachtstunde langweilig bleibt: kein helles Licht, keine Mails, keine Nachrichten, nichts, was Fragen aufwirft.
Ab wann sollte ich das ärztlich abklären lassen?
Ein paar unruhige Nächte pro Monat gehören zum Leben. Wenn schlechter Schlaf aber über Wochen anhält, du tagsüber deutlich eingeschränkt bist, laut schnarchst oder mit Atemaussetzern, Herzrasen oder starker Niedergeschlagenheit aufwachst, gehört das in ärztliche Hände – ebenso, wenn du den Verdacht hast, dass Wechseljahresbeschwerden dahinterstehen. Es gibt gute Wege, das einzuordnen, und keiner davon beginnt damit, dass du dich noch mehr zusammenreißt.











